19.02.11 - H*mburger Drecksverein - Werder Bremen 4:0

Kurz war die Nacht gewesen. Mit drei bis vier Stunden Schlaf sollte es aber in den Derbytag gehen, welcher diese Saison eine noch wichtigere Bedeutung als sowieso schon hatte. Angesicht unserer sehr bedrohlichen sportlichen Lage waren drei Punkte absolut Pflicht, doch die H?Ver hatten wenigen Tage zuvor das Stadtderby gegen die Braunen verloren und waren damit ebenfalls im Zugzwang ihren Fans gegenüber. Mit dem Bus ging es also die A1 hoch, die glücklicherweise in ihrem Umbau schon soweit fortgeschritten ist, dass es ohne Stau in die hässlichste Stadt der Welt ging. Wir verschönerten den Volkspark mit Aufklebern und begaben uns bereits relativ früh ins Stadion, da wir noch Sitzplätze gegen Steher tauschten mussten und darauf in letzter Zeit von Seiten der Ordner viel geachtet wird. Aber es klappte alles ohne Probleme. Das Spiel konnte also losgehen: Unser Team spielte wir immer gut mit, lies aber den letzten Willen vermissen das Spiel gewinnen zu wollen. Konbinationen und Torschüsse suchte man vergebens und noch vor der Halbzeit hieß es 1:0 Inzestcity. Was sich in der zweiten Halbzeit abspielte will ich nicht näher erläutern. Wir verloren das Ding am Ende mit 4:0. Es war die schlimmste Derbyniederlage, die ich je erlebt habe. Es war einer dieser Momente in denen man sich selbst als Fan hinterfragt, warum man eigentlich immer wieder seinen Samstag opfert um sich dann sowas anzuschauen. Der Gedanke war selbstverständlich nach zehn minütiger Enttäuchung wieder verflogen, doch er tat weh. Ums Stadion herum blieb es erstaunlich ruhig, obwohl die Blau-Weiß-Schwarzen natürlich ordentlich pöbelten. Aber der 10 Millionen teure neue Wasserwerfer (Mal ehrlich, baut lieber Schulen irgendwohin als so einen Dreck zu kaufen) schreckte wohl einige Leute ab. Die Rückfahrt war okay, die Stimmung dementsprechend bedrückt. Am Stadion gab es eine Blockade als der Spielerbus eintraf, an der ich mich nicht beteiligte. Ich hoffe einfach, dass der Mannschaft klar wird, worum es geht. Um den verdammten Abstieg.

Strecke: 240 km (hin und zurück)
Zuschauer: 54121
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Petric (42.), 2:0 Guerrero (63.), 3:0 Guerrero (74.), 4:0 Ben-Hatira (87.)

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