18.02.10 - Twente Enschede - Werder Bremen 1:0

Einen Tag bevor es auf Skifahrt gehen sollte, wartete noch ein Leckerbissen auf uns: Im Europapokal ging es auswärts zu unseren Nachbarn aus den Niederlanden. Ein Europapokalauswärtsspiel, welches fast schneller zu erreichen war als der Ruhrpott - schon etwas besonderes. Mittags ging es dann also mit dem Bus los - die Fahrt wurde gewohnt mit allerlei dummen Zeug und viel Gesängen überbrückt. An der Grenze musste dann jeder seine Eintrittskarte vorzeigen, andernfalls wurden Fans nicht ins Land gelassen. Aber unser Bus machte keine Probleme. Auf der weiteren Fahrt standen in kurzen Abständen große Schilder auf der Autobahn "Werderfans volgen", schon ziemlich cool, was für so ein Spiel an Aufwand betrieben wird. Am Stadion angekomen wunderten wir uns zunächst kurz über eine Imbissbude: :D Deckten uns dann aber wenig später beim multilingualen Verkäufer mit einer mehr oder weniger genießbaren Bratwurst ein. Im Block herrschte freie Platzwahl, der Sitzplatzberreich wurde gewohnt zum Stehplatzberreich umdisponiert. Nach einiger Zeit wurde dann jedoch der "Stimmungsblock" dicht gemacht, sodass es zu einigen verbalen Auseinandersetzungen kam, weil einige darauf bestanden wieder bei ihren Freunden stehen zu wollen, was, denke ich, jeder verstehen kann. Den Rest der Zeit verbrachten wir dann damit unsere Mannschaft beim warmlaufen zuzuschauen, diskutierten darüber, wer der Mann auf dem Bild ist, welches auf der Gegentribüne in die Sitze gedruckt ist und freuten uns darüber, dass man wirklich fünf Meter vom Spielfeld stehen konnte und kein nerviges Netz die Sicht behinderte.Das Spiel begann eigentlich ganz gut für uns, doch der Ball wollte nicht rein. So sehr wir auch das Spiel beherrschten, so sehr tat es dann auch weh, als ein Roter das Ding trocken und humorlos mit einem strammen Schuss in unserem Tor versenkte. Werder schaffte es danach nicht mehr zurückzukommen und wir verloren das Hinspiel klanglos mit 1:0. Auf dem Parkplatz gab es dann noch einige Auseinandersetzungen zwischen Elko und Werder, welche ich mir aber nur aus dem Bus heraus anschaute - einmal Personalien aufnehmen reicht mir dann doch pro Monat (siehe Hannover). Die Fahrt zurück war weniger witzig und kam mir lang vor. Müde ging es dann nach Hause und wenig später auf Skifahrt in die Schweiz.

Strecke: 406,45 km (hin und zurück)
Zuschauer: 22000
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Janssen (39.)

13.02.10 - Hannover 96 - Werder Bremen 1:5

Werder im Aufschwung. Nach Siegen in der Bundesliga und im Pokal sollte es also nach Hannover gehen - immer eine angenehme, kurze Auswärtsfahrt mit dem besten Auswärtsblock der Liga. Außerdem ist Hannover eine der wenigen Fahrten, die wir mit dem Zug durchführen - so auch an diesem Tag. Mit dem guten alten Niedersachsenticket ging es also in einem wahnsinnig vollen Regionalexpress in die Landeshauptstadt. Am Bahnhof (der an diesem Tage von Asiaten bevölkert war) entschieden wir uns auf Pizza-Hut zu verzichten und begaben uns gleich auf den Weg zum Stadion. Die Straße zwischen U-Bahn Station und Stadion war überhaupt nicht geräumt worden, sodass alle mit nassen Schuhen im Block ankamen. In der Toilette gab es dann eine schöne Schlange, denn alle wollten ihre Socken trockenfönen. Der Block machte schon eine Stunde vor Spielbeginn gut Stimmung, doch die Zeit verging nicht wirklich schnell, was auch an dem echt widerlichen Essen lag. Hannover präsentierte zum warmmachen ein relativ großes Spruchband, auf welchem sie der Mannschaft ihre Unterstützung zusicherte, doch das Spiel bestimmten dann wir: Nach 11 Minuten die Führung für uns durch Niemeyer, die die Position um Klassen besser spielt als Borowski. Durch Naldo, Pasanen und Hunt schaffen wir es doch tatsächlich zur Pause (!) schon mit 4:0 zu führen. Party pur im grün-weißen Anhang. Wenig Mitleid für die 96er. Die Pause wurde mit politisch unkorrekten Witzen über Robert Enke überbrückt, ehe die zweite Halbzeit angepfiffen wurde. Werder schaltete verständlicherweise einen Gang zurück und lies sogar einen Gegentreffer zu. Doch danach fingen Marin und Co gleich wieder an zu wirbeln und erhöhten zum 5:1 Endstand. Jeder Schritt aus dem Stadion tat weh wie Nadelstiche, doch in der U-Bahn zum Bahnhof tauten die Füße langsam wieder auf. Danach war chillen angesagt mit Mc Donalds Burgern im schon bereit gestellten Regional Express, in welchem wir sogar einen Sitzplatz bekamen. Dann, als der Tag gerade so richtig angenehm war, kam dann das Highlight: In dem Sitz vor mir gab es ein kleines Loch, welches sehr einladend aussah darin herumzupulen, was ich auch gleich in die Tat umsetzte. Wenig später näherten sich dann fünf Freunde unserer Ordnungshüter. Personalienaufnahme: Sachbeschädigung. Ein Mann mittleren Alters, der offenbar nichts anderes zu tun hatte, war zur Polizei gelaufen und hatte mich verpetzt. Vielen Dank dafür! Dass fünf Meter weiter eine Gruppe besoffener Fans Kümmerlingflaschen durch den Zug warfen blieb übrigens ungestraft - hätte ja einen Konflikt geben können. So ging die Fahrt unerfreulich zuende - lustig wars trotzdem.

Strecke: 248,54 (hin und zurück)
Zuschauer: 44379
Anreise: Zug
Tore: 0:1 Niemeyer (11), 0:2 Naldo (18), 0:3 Pasanen (26), 0:4 Hunt (44), 1:4 Schulz (59), 1:5 Pizarro (68)

09.02.10 - Werder Bremen - TSG Hoffenheim 2:1

In der Liga waren wir mal wieder weit abgeschlagen von einem Titel, doch im DFB Pokal hatten wir es erneut ins Viertelfinale geschafft, in welchem wir auf Hoffenheim treffen sollten. Zum Glück hatte der Glücksfee uns ein Heimspiel beschert und so ging es mit durchdrehenden Reifen bei frostigen Temperaturen mit einer fünf-Mann-starken Gruppe zum Park & Ride. Es war wirklich überall mehr als rutschig - auch die Stadiontreppen machten da keine Ausnahme.Doch irgendwie hat sich man ja die letzten Wochen an einfrierende Zehen gewöhnt und mit hohem Glühweinverzehr in unseren Reihen wich die Kälte der Vorfreude auf das Spiel. Hoffenheim war mit wenig Anhang angereist - war auf einem Dienstagabend auch nicht anders zu erwarten. Nach 27 Minuten brachte Naldo uns mit einem Freistoßhammer in Führung und es schien ein guter Pokalabend zu werden. Als die Kurve schon "Wir fahren nach Berlin" sang, schlugen die Hoffenheimer dann doch nochmal zu: Ausgleich.Doch nur wenige Minuten später drosch Hugo das Leder humorlos ins rechte Eck und wir lösten das Halbfinalticket, in welchem wir auf das Überraschungsteam aus Augsburg treffen - wieder zuhause. Wir wollen uns nicht zu früh freuen, aber Berlin ist nicht mehr weit!!

Strecke: /
Zuschauer: 27753
Anreise: /
Tore: 1:0 Naldo (27), 1:1 Prince Tagoe (73), 2:1 Almeida (76)

05.02.10 - Werder Bremen - Hertha BSC Berlin 2:1

111 Jahre! Eine beeindruckende Tradition, die unser Verein mittlerweile aufweisen kann. Im Schatten der Feierlichkeiten sollte jedoch noch ein Bundesligaspiel gespielt werden - und kein unwichtiges. Schließlich hatten wir die letzten fünf Spiele verloren uns mussten gegen Schlusslicht Hertha unbedingt punkten. Im nicht enden wollenden Winter ging es also abermals ordentlich dick angezogen per Park & Ride zum Osterdeich. Im Stadion dann erstmal Fischbrötchen + Kakao verzehrt - anders war es nicht auszuhalten. Berlin war auch in dieser mehr als schlechten Zeit mit ordentlich Anhang angereist - Respekt.Vor dem Spiel liefen geschätzte vier Milliarden Werder Fanclubs ein, um den Geburtstag zu feiern. Von bekannten Namen wie den "Ossis" bis zu merkwürdigen Clubs wie "Lebenslang A1" waren alle mit dabei. Irgendwie wirkte das ganze auf mich aber halbherzig und wenig imposant. Auch die folgende Choreo war zwar mit dem Fahnengewedel nett anzusehen, doch gerade auf der Nordtribüne sah man dem Verein an, dass es in Sachen Choreographien noch einiges lernen muss (Choreo wurde von den aktiven Gruppen ja nicht unterstützt). Auch die zum X-ten mal rausgeholte gestreifte Blockfahne hatte wenig kreatives. Das Spiel war dann mal wieder eine etwas bessere Vorstellung. Den unfassbar schwachen Abdennour sowie Borowski ersetzten Pasanen und Niemeyer, was sich als gute Entscheidung erwies. Die Mannschaft kombinierte sicherer und stand hinten gut. Chancen wurde leider reihenweise vergeben oder die Bremer scheiterten am starken Berliner Keeper. Nach der Pause lies Marin uns dann aber endlich wieder jubeln. Wir tanzen den Andre Wiedener und bekamen sofort den Ausgleich eingeschenkt. Kurz vor Ende brachte Pizarro uns aber abermals in front und wir gaben den Sieg dieses Mal nicht mehr her. Endlich wieder drei Punkte!

"Hey, das geht ab - Die Hertha spielt Montag nacht!"

Strecke: /
Zuschauer: 35600
Anreise: /
Tore: 1:0 Marin (66.), 1:1 Gekas (68.), 2:1 Pizarro (81.)