30.08.08 - Bor. Mönchengladbach - Werder Bremen 3:2

Auswärtstermin Nummer zwei dieser Saison sollte uns zum Aufsteiger nach Mönchengladbach führen. Die drei Punkte waren natürlich nach diesem Stotterstart unserer grün-weißen fest eingeplant und so ging es mit guter Laune um 7 Uhr zu unserem Hauptbahnhof. Die letzten Diskogänger suchten gerade ihren Zug nach Hause, als wir unsere traditionelle Bildzeitung kauften und unsere erste kleine Pause in Wunstorf einlegten. Dort liefen viele lustige Menschen herum, wie zum Beispiel ein Jugendlicher, der einem der Ludolfs zum verwechseln ähnlich sah. Außerdem kassierten wir noch 7 € von einem Bremen-Anhänger, der mit auf unserem Ticket fuhr. Die Fahrt nach Minden verbrachten wir mit der Planung weiterer Fahrten und dem Malen von Auklebern. In unserem nächsten Zug begleiteten uns noch ein paar Schalker, die an diesem Tag zuhause gegen Bochum antraten. In Düsseldorf dann der erste Dämpfer: Unser Zug nach Mönchengladbach fiel aus, weswegen wir auf die 50° heiße S Bahn umstiegen.
Vom Möchengladbach Hbf fuhren dann Shuttlebusse zum Stadion. Kompliment: alles sehr gut organisiert. Während der Busfahrt wurden wir dann mit dem Gesang von 8 jährigen Gladbachern genervt ("Was ist grün und stinkt nach Fisch...", "Was wollt ihr in der Champions League..." oder auch "Werder geht zu dritt aufs Klo" oO). Die Bremer antworteten: "Das hat aber schön geklingt, das wird sofort nochma gesingt." Am Stadion deckten wir uns mit Schnitzel ein und kauften uns ein Eis mit Zitronen-Ananas-Geschmack (wtf).Der Block war bereits vorm Anpfiff mehr als voll und einige mussten draußen stehen und kamen nicht mehr rein. Als Intro präsentierte Gladbach eine sehr schöne Choreo mit maßig Fahnen - ein sehr beeidruckendes Bild. Bis hierhin war der Tag (Vor allem auch das Wetter) eigentlich total super gewesen, doch es änderte sich als das Spiel angepfiffen wurde. Es war eines der schlechtesten Spiele der Bremer, die ich je gesehen habe - und das waren echt nicht wenige. Bereits in der 12. Minute ging der Aufsteiger in Führung und erhöhte nach einer halben Stunde schon auf 2:0. Jeder Bremer auf dem Feld spielte unterirdisch und Gladbach betimmte uns nach Belieben.Nach der Pause kein Rosi und kein Baumi mehr, aber dafür noch mehr Fehler und ein schönes Spruchband der Gladbacher (Theo, für Herrn Hopp ist ein Zwanziger nur Kleingeld). Höhepunkt: Baumjohann rennt durch unsere komplette Abwehr (30-40m) und haut das Ding zum 3:0 ins Netz. Werder machte immernoch nichts, erzielte aber durch Pizarro das 1:3. Niemand freute sich jedoch, weil nur noch 10 Minuten zu spielen waren. 8 Minuten später erzielte Diego ein sehenswertes Freistoßtor (Tor des Monats?) und ließ uns für 120 Sekunden hoffen, ehe Manuel Gräfe das Spiel beendete. Wir gingen sofort aus dem Stadion, da sich die Spieler nach Niederlagen nie stellen und fuhren mit dem Shuttle zurück zum Hauptbahnhof. Das Angebot zweier Gladbacher, nach dem Spiel noch einen trinken zu gehen, lehnten wir aus Zeitgründen ab und fuhren nach Zwischenstop beim großen M von Düsseldorf nach Minden. Im Zug hielt der Zugführer noch eine lustige Rede ("es gibt nette Fussballfans und es gibt böse Fussballfans, die immer in der Tür stehen und gleich hol ich die Bahnhofspolizei und dann gehen alle zu Fuß") und wir schlugen so gut es ging die Zeit tot. Natürlich hatten wir wieder einmal Verspätung, weshalb wir den Zug in Minden verpassten. Wir fuhren mit einem anderen Zug als geplant nach Wunstorf, verpassten dort allerdings abermals wegen Verspätung den Zug. FUCK DEUTSCHE BAHN.In Wunstorf hatten wir dann zunächst Spaß mit dem Gleisfahrstuhl, in welchem einige sogar für kurze Zeit stecken blieben. Am Bahnhof versammelten sich Fans von Schalke, Bielefeld, Hamburg, Gladbach und von uns, doch es blieb ruhig. Alle waren zu müde oder zu besoffen um Stress zu machen. An die Fahrt im letzten Zug kann ich mich nicht mehr erinnern, weil ich mich im Halbschlaf befand. Auf jeden Fall waren wir um 0:30 in etwa zuhause.
Das Spiel war eine einzige Frechheit. Es war dennoch wegen dem unbekannten Stadion, der teilweise sehr lustigen Zugfahrt und den überwiegend netten Gladbachern eine gute Fahrt. Wie immer eben.

Strecke: 549 km
Zuschauer: 54067
Anreise: Zug
Tore: 1:0 Matmour (12.), 2:0 Friend (30.), 3:0 Baumjohann (71.), 3:1 Pizarro (79.), 3:2 Diego (89.)

24.08.08 - Werder Bremen II - Erzgebirge Aue 4:2

Da ich bekannterweise keine Schalkekarte bekommen hatte, war der Drang nach Fussball natürlich groß und so ging es für uns an diesem Sonntagnachmittag auf den Platz 11 zu unserer zweiten Mannschaft. Weil das Wetter nicht gerade toll aussah und wir allgemein sehr faul sind, fuhren wir mit dem Auto. Eine halbe Stunde vor Anpfiff trafen wir am Platz ein und bestaunten erstmal den Bus der Auer und den mit vielleicht 200 Mann angereisten Ossi-Anhang. Die üblichen verdächtigen befanden sich unter den restlichen 600 Zuschauer auf der Bremer Seite und das Spiel wurde pünktlich um 14 Uhr angepfiffen.
Die Auer feierten ihr Gebirge ab (ERZGEBIRGE - GEBIRGE - GEBIRGE - ERZGEBIRGE) und wenig später erzielten sie sogar die Führung. Von den beiden Vertretern unserer ersten Mannschaft (Harnik & Andersen) war wenig zu sehen doch wir erzielten den Ausgleich durch einen Elfmeter noch vor der Halbzeit. In der Pause wurden wir mit Technomusik aus den 80 Jahre alten Lautsprecher beschallt und bestaunten die unglaublich hässlichen Trainingsoutfits der Ostdeutschen.
Nach der Pause erzielte Harnik das 2:1, doch ein paar Minuten Später staubte Aue nach einem abgewehrten Freistoss zum Ausgleich ab. Doch in der Schlussphase machte Werder nochmal Druck und Kruse erzielte noch 2 Tore und machte die drei Punkte perfekt. Beim rausgehen sahen wir noch Frank Baumann und fuhren schnell nach Hause um die Auslosung des DFB Pokals noch zu sehen. Und wie hieß der Gegner unserer grün-weißen in Runde zwei? Erzgebirge Aue. Na toll.

Strecke: /
Zuschauer: 800
Anreise: /
Tore: 0:1 Hensel (22.), 1:1 Oehrl (45.) , 2:1 Harnik (56.), 2:2 Feick (59.) 3:2 Kruse (83.), Kruse (89.)

23.08.08 - Werder Bremen - Schalke 04 1:1

Daniel kein Glück bei der Verlosung der Karten für das erste Heimspiel hatte, machte ich mich
alleine auf den Weg zum Stadion. Das Wetter war mal wieder alles andere als gut und so regnete es die
gesamten 90 Minuten durchgängig. Auf dem Hinweg begegnete ich noch zwei Fans, die wohl der neuen "Generation"
angehörten: Kennzeichnend für die beiden Fans waren die Ed-Hardy Cap und der Vokuhila - eine sehr lustige Kombination!

Im Stadion angekommen wurde erstmal ein Backfisch verdrückt (Ritual!), welcher, wie sich am Ende rausstellte, der einzige war, der verkauft wurde, weil
die Fritöse kaputt war! Als das Spiel dann anfing, wurde erstmal der Rückkehrer Pizarro begrüßt und lautstark angefeuert.
Jener Pizarro hätte dann auch schon in der 8. Minute für das 1:0 sorgen können, doch Schober parierte den Schuss. Das Spiel plätscherte vor sich hin
und Werder schoss dann letztendlich das 1:0 in der 64. Minute durch Frings, welches durch den starken Özil (bestes Spiel für Werder!) vorbereitet wurde.

Werder hätte dann locker das 2:0 oder 3:0 machen müssen, doch das Tor wollte einfach nicht fallen! In der 85. Minute stand dann Heiko Westermann goldrichtig
und nutzte die Schläfrigkeit der Bremer Abwehr aus und schoss das 1:1, welches gleichzeitig der Endstand war.

KiNG

Strecke: /
Zuschauer: 42100
Anreise: /
Tore: 1:0 Frings (63.), 1:1 Westermann (85.)

16.08.08 - Arminia Bielefeld - Werder Bremen 2:2

Endlich wieder Bundesliga. Am ersten Spieltag wartete bereits ein kleines Derby auf uns, denn die Reise ging nach Bielefeld, mit denen wir uns ja bekanntlich neben Hamburg und Hannover am wenigsten vertragen. Der Bus war voll, also ging es für uns mit dem Zug auf die lange Fahrt, um das letzte Mal das Schüler Ferienticket auszunutzen. Auf dem Weg nach Osnabrück konnten wir sogar einen Sitzplatz ergattern, wurden allerdings von unseren Nachbarn, welche die ganze Zeit "Ollum" in den Zup posaunten (warum auch immer) sehr genervt. Im Zug sahen wir dann auch die Vier Ultras aus Udinese, die uns an diesen Spieltag begleiteten. In Osnabrück ging es dann zu einem Gleis, welches gar nicht so einfach zu finden war und nach Entleerung der Blase auf selbigen ging es dann weiter nach Bielefeld. Der Mob machte nach Wartezeit am Bahnhof auf dem Weg zum Stadion gut Stimmung. Gerade unter der großen Brücke bereitete uns die Akustik Gänsehaut.Angekommen am Stadion war die Organisation, wie in Bielefeld üblich, ein Witz und alle Bremer mussten sich durch ganze zwei(!) geöffnete Tore zwängen. Die Kontrolle am Eingang war dann auch ein einziger Scherz, denn der Ordner fasste genau eine halbe Sekunde an meine Hose und ließ mich dann durch. Nach dem Verzehr eines Frikadellenbrötchens ging es dann die geschätzten 40.000 Stufen hoch in den neuen Auswärtsblock. Oben angekommen genossen wir erst einmal die Aussicht auf das Dorf Bielefeld.
Der neue Auswärtsblock schlägt seinen Vorgänger um Längen, da man nun endlich einmal das Spielfeld sehen kann. Das war im alten Stadion ja noch ganz anders. Außerdem fand der Block realtiv schnell heraus, dass durch die Seitenwände eine sehr gute Akustik möglich ist und die Stimmung war bereits eien halbe Stunde vor Anpfiff sehr gut. Über dem Stadion herrschte vor und während des Spiels regelrechter Flugverkehr, denn ein Werbeflugzeug und ein Motordrachenflieger(?) drehten über der Arena ihre Runden.

Als der Anpfiff ertönte und die Saison für uns eröffnet war, fiel mir zunächst auf, dass das Stadion alles andere als ausverkauft war. Immerhin waren wir (der amtierende Vizemeister) zu Gast und die leeren Plätze wunderten mich schon sehr. Das Spiel war die erste Halbzeit nur langweilig, der Block ging jedoch sehr ab. Vielleicht die beste Stimmung bei einem Auswärtsspiel seit sehr langer Zeit. Ob sich das auch auf die Ostkurve übertragen wird, wenn es Samstag gegen Schalke geht, wage ich zu bezweifeln - aber man wird ja gerne positiv überrascht. Die zweite Halbzeit wurde auf dem Rasen interessanter und als Rosenberg das 1:0 erzielte, sang der Block gute 10 Minuten "Deutscher Meister SVW - grün wie Gras und weiß wie Schnee . . ." und wir feierten uns selbst ab. Leider machten uns die Bielefelder mit ihrem Ausgleich einen Strich durch die Rechnung, was der Stimmung aber keinen Schaden zufügte.Rosi schoss das 2:1 und wir waren ziemlich sicher, dass wir die drei Punkte in der Tasche hatten, doch unsere Abwehr schlief erneut und es stand 2:2. Schluss - Ende - Aus, das war es mit dem Traumstart. Die Mannschaft traute sich wie immer nicht zum Block und bedankte sicht mit zwei Mal in die Hände klatschen. Zurück ging es zum Bahnhof - mit kleinem Zwischenstopp im Lidl, da das Wetter nicht gerade schlecht war und wie unseren Durst nicht im Stadion stillen wollten, da man dafür die ganze Treppe runter und wieder hoch hätte laufen müssen. Der Zug nach Osnabrück war kein Problem und auch die "NordWestBahn" nach Bremen erreichten wir. Leider fiel das Spiel in die Zeit des Stoppelmarktes in Vechta, weswegen unser Zug die durch diese Veranstaltung erlange Verspätung von 20 Minuten danach nicht mehr aufholen konnte.
Immerhin bekamen wir durch unsere Zugwahl die Unruhen in Bielefeld nicht mehr mit - Festnahmen, Knüppeleinsatz etc. sollten uns also erspart bleiben. Am Bremer Hbf mussten wir erneut eine Stunde warten, die wir im Mc Donalds verbrachten. Um halb 12 wurde dann die letzte Phase der Mondfinsternis bestaunt und dann wartete das Bett auf uns.
Von den Punkten her sicher unzufrieden, doch auf Grund von der super Stimmung und dem guten Wetter wieder eine sehr gute Fahrt.

Strecke: 231,1 km
Zuschauer: 24000
Anreise: Zug
Tore: 0:1 Rosenberg (60.), 1:1 Wichniarek (74.), 1:2 Rosenberg (80.), 2:2 Wichniarek (81.)

10.08.08 - Hopping: FC Oberneuland - TuS Koblenz 5:4 n.E.

Ein langweiliger Sonntagnachmittag. Ein DFB Pokalspiel quasi genau vor der Haustür. Keine Frage: da musste ich natürlich hin. KiNG hatte leider selbst ein Spiel und deswegen ging es für mich alleine zum Vinnenweg. Ich entschied mich das Spiel im Auswärtsblock anzuschauen, weil Fussball ohne Stimmung nun einmal langweilig ist. Ich stand relativ nah bei den Ultras, die mit ca. 40 Leuten angereist waren und sich die Zeit damit vertrieben ihre Banner aufzuhängen, wobei teilweise sogar die Oberneuländer Spieler helfen mussten. Irgendwie war es ein seltsames Gefühl - schließlich habe ich auf diesem Platz selber schon gespielt und nun stand ich im Auswärtsblock und zahlte Eintritt.
Zum Einlauf präsentierten die Oberneuländer Fans drei Spruchbänder mit der Aufschrift: "Wir präsentieren das Wunder von Oberneuland". Gelächter von den Koblenzern und einige Fahnen waren die Antwort.
Oberneuland spielte überraschend stark und die TuS wehrte sich so gut wie gar nicht. Die Bremer trafen zwei mal die Latte und der Support der Koblenzer wurde immer leiser. Zur Halbzeit fingen schon einige an sich zu beschweren, während der zweiten Halbzeit wurde die Unterstützung dann komplett eingestellt und die Mannschaft wurde mit genialen Sätzen wie "Komm her ich kack dir aufs Trikot" oder auch "Rapolder du Schwuchtel, steh ma auf und mach was" bombadiert. Kurz vor Schluss waren sich dann alle einig,dass sie Oberneulandfans werden wollen. Die Verlängerung brachte die Koblenzer Führung und die Erleichterung besiegte die Freude deutlich. Wenig später dann der Ausgleich und der Block rastete aus. Der Schiedsrichter Assistent freute sich über eine kleine Bierdusche und der Zaun verbog sich um gut 20 Grad. Das Elfmeterschießen folgte - Koblenz war nach einem gehaltenen Elfmeter eigentlich schon durch und musste nur noch den eigenen versenken. Doch der Oberneuländer Keeper wehrte ab, FCO versenkte den nächten Elfmeter und dem Koblenzer Stürmer versagten die Nerven.
Jubelstürme und weitere Ausraster waren die Folge. Irgendwie freute ich mich mit den Bremern, ließ mir aber natürlich besser nichts anmerken. Ich freue mich schon auf die Auslosung.

09.08.08 - Eintracht Nordhorn - Werder Bremen 3:9

Es war wieder Zeit für den Pokal. Und da man in der ersten Runde traditionell aufs Dorf fährt, ging die Reise an diesem Samstag nach Nordhorn. Mit dem Bus ging die wilde Fahrt los und wir fragten uns zunächst wo genau wir denn eigentlich hin fuhren, kamen aber nicht wirklich auf die Lösung. Wir wunderten uns einfach, dass wir mal aus Niedersachsen rausfuhren, dann wieder rein und irgendwann waren wir dann plötzlich da. Unsere freundlichen Mitfahrer halfen dem Busfahrer mit "SPORTPLATZ - RECHTS ABBIEGEN" bei der Wegfindung. Erwähnt werden muss allderdings noch die wohl geilste Raststätte, die ich je gesehen habe: mit McDonalds, Subway, Go Kart-Bahn und A1 Döner.Am Einlass gab es dann Lose zu kaufen, welche ich dankend ablehnte. Hätte ich doch nur welche gekauft, denn es gab auch Eintrittskarten unseres SVWs zu gewinnen. Currywurst und Pommes wurden verdrückt und es ging hinein in den Nordhorner Fussballtempel. Der Gästeblock war schon gut gefüllt und auch die extra für dieses Spiel gebauten Tribünen füllten sich langsam. Leider war der Block am Ende so überfüllt, dass man sich kaum richtig bewegen konnte und die Sicht teilweise sehr eingeschränkt war, erinnerte ein wenig an den alten Bielefelder Auswärtsblock. Die Mannschaften betraten das Spielfeld und wir zeigten ein recht ansehnliches Intro. Zuvor gab es noch ein Spruchband auf der Gegentribüne, das den SVler Winko zurück in der Kurve begrüßte.Bereits nach sechs Minuten gingen wir durch Rosi in Führung und Werder bestimmte das Spiel durch ihre Schnelligkeit und technische Überlegenheit. Nach einer halben Stunde hatten Almeida und Rosenberg bereits für eine 4:0 Führung gesorgt, ehe sich die Gastgeber erstmals wehrten und sogar ein Tor erzielten. Werder entpuppte sich jedoch als Spielverderber und erhöhte durch Sanogo, Vranjes und erneut das Sturmduo Almeida/Rosi auf 9:1, ehe Werder ein paar Gänge zurück schaltete und die Nordhorner noch zwei Treffer erzielen konnten. Wer sich fragt, so wie ich, warum Werder eigentlich immer gewinnt und so viele Tore schießt, für den habe ich endlich die Antwort gefunden: Wir haben göttlichen Beistand. Denn niemand anderes als Jesus persönlich gab uns auf dem Zaun ein Ständchen und sang "In Bremen lässt sichs gut leben". Sogar barfuß war der Mann angereist - göttlich.
Sehr nervig: Eine Art Generationskonflikt zwischen den alten Allesfahrern, die schon seit 25 Jahren überall hin fahren und den mordernen Ultras. Beide Seiten halten sich für was besseres und machen sich gegenseitig blöd an. Bei diesem Spiel gingen die Provokationen von einem besoffenen Exemplar der ersteren Gruppe aus, wurden aber zum Glück nicht weiter beachtet. Leute, ihr seid genauso viel/wenig wert wie jeder andere, der in der Kurve steht. Seht es ein. Nach Abpfiff wurde noch ein wenig unseren Spielern beim Auslaufen zugeschaut und es ging zum Bus und auf die Autobahn nach Bremen. Nach Ankunft fuhren wir noch zu McDonalds (ohne geht einfach nicht) und schauten ein wenig bei den Swinging Fireballs und ihrer Bühnenshow zu. KiNG nahm den nächsten Zug nach Hause - ich gönnte mir noch ein Bier mit den Jungs. Dann war aber auch für mich feierabend und die erste Runde im Pokal war mal wieder überstanden.

Strecke: 284,52 km
Zuschauer: 9000
Anreise: Bus
Tore: 0:1 Rosenberg (6.), 0:2 Almeida (15.), 0:3 Almeida (22.), 0:4 Rosenberg (31.), 1:4 Brode (37.), 1:5 Almeida (50.), 1:6 Rosenberg (55.), 1:7 Sanogo (72.), 1:8 Rosenberg (74.), 1:9 Vranjes (75.), 2:9 Novaku (81.), 3:9 Nacar (90.).