17.11.02 - Werder Bremen - Kaiserslautern 5:3

An diesem Sonntagnachmittag ging es also abermals ins Weserstadion. Zu Gast waren die Lauterer, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem letzten Tabellenplatz befanden. Dementsprechend positiv denkend, fand ich mich in der Kurve ein, wobei das Stadion nur sehr spärlich besetzt war. Lediglich 24.000 fanden den Weg in unseren Tempel - ein paar Lauterer waren naütlich auch dabei. Bereits nach 10 Minuten schoss Lincoln uns in den Rückstand. Noch vor der Pause bekam Sforza die rote Karte und unser Abwehrchef Frank Verlaat brachte uns zwar kurzzeitig wieder hoffnungsvoll zurück ins Spiel, doch es folgten noch zwei weitere Treffer der Lauterer. Das Spiel war eigentlich verloren. Dann eine kuriose Szene, denn Miroslav Klose schoss das 2:3 für uns. Da Dieser jedoch erst einige Jahre später zu uns wechseln sollte, handelte es sich um ein lupenreines Eigentor. Toni Ailton glich wenig später aus und machte sogar das 4:3 mit einem schönen Rechtsschuss. Klasnic machte mit Tor Nummer fünf den Sack zu und der Abpfiff erlöste uns. Einfach eine geile Aufholjagd und ein Wahnsinnsspiel!

Strecke: /
Zuschauer: 24000
Anreise: /
Tore: 0:1 Lincoln (10.), 1:1 Verlaat (14.), 1:2 Koch (18.), 1:3 Timm (54.), 2:3 Klose Eigentor (61.), 3:3 Ailton (77.), 4:3 Ailton (87.), 5:3 Klasnic (90.)

03.10.02 - Werder Bremen - Metalurg Donetzk 8:0

Im Hinspiel gab es noch ein dürftiges 2:2 Unentschieden, dennoch soll man ja immer positiv denken und hoffen, doch nur 16.300 Zuschauer dachten so wie ich. Sie sollten einiges verpassen denn bereits zur Halbzeit führten wir 3:0. Schon in diesem Moment konnte man den Spielern unseres Gegners ansehen, dass sie keine Lust mehr hatten und am liebsten sofort wieder nach Hause geflogen wären. Nach der Pause das gleiche Bild: Micoud 4:0, Charisteas 5:0, Klasnic 6:0. Wir feierten die Mannschaft bei jedem Ballkontakt und hatten sogar schon ein wenig Mitleid mit dem Keeper der Gäste. Doch es half alles nichts: 7:0 Boro, 8:0 Klasnic. der höchste Europapokalsieg aller Zeiten war besiegelt und ganz Europa hatte plötzlich Angst vorm SVW!

Stecke: /
Zuschauer: 16300
Anreise: /
Tore: 1:0 Verlaat (14.), 2:0 Micoud (43.), 3:0 Borowski (45+1.), 4:0 Micoud (46.), 5:0 Charisteas (51.), 6:0 Klasnic (66.), 7:0 Borowski (78.), 8:0 Klasnic (90+3.)

21.09.02 - Werder Bremen - Bayer Leverkusen 3:2

Zwei Heimspiele - zwei Siege. So konnte die Werdersaison natürlich weitergehen. Zu Gast war an diesem Tag Bayer Leverkusen, die neben Berbatov und Lucio auch unseren späteren Weggefährten Jurica Vranjes im Gepäck hatten. Su beginn gab es von uns das gewohnte wunderschöne Intro. Mit einem UEFA Cup Spiel in den Knochen, ging es für Werder allerdings sehr schleppend los und Brdaric bestrafte uns früh, obwohl Borel vorher klasse gehalten hatte. Zum Glück foulte wenig später Lucio Ailton im Strafraum, und der Kugelblitz verwandelte sicher. 1:1!Dann kam der Auftritt von Charisteas, der den Ball unhaltbar aus gut 18 Metern in die Maschen drosch. Kein halten mehr bei uns - einfach ausrasten. Charisteas wurde danach noch einmal schön von Micoud geschickt und machte sogar noch das 3:1. Spannend machten wir es uns mal wieder selber, da Paul Stalteri das Ding in unser eigenes Tor abfälschte. Micoud flog noch vom Platz, doch wir retteten die Punkte an die Weser!

Strecke: /
Zuschauer: 28160
Anreise: /
Tore: 0:1 Brdaric (11.), 1:1 Ailton (25.), 2:1 Charisteas (27.), 3:1 Charisteas (31.), 3:2 Stalteri (42.ET)

18.08.02 - Werder Bremen - Hamburger SV 2:1

Derbytime! Mein erstes Derby aus der Kurve war natürlich eine sehr intensive Erfahrung. Auf der Tribüne bekommt man das alles überhaupt nicht mit, was während des Spiels in der Kurve abgeht und es war einfach nur genial. Übrigens spielten wir ohne Trikotsponsor, weil wir keinen passenden gefunden hatten. So war unser Trikot wunderbar werbefrei und sah einfach nur geil aus.
Vor 33.000 Zuschauern kämpften unsere grün-weißen und erzielten bereits in der 9. Minute das 1:0 durch den Giros Bomber Charisteas. Ujfalusi hat nicht nur einen unaussprechbaren Namen, sondern auch einen harten linken und so stand es nach 20 Minuten 1:1 und alles war wieder offen. Pieckenhagen wurde als Hurensohn bezeichnet und die Einwechslung von Ailton gefordert, doch als Wehlage in der 50. Minute uns erneut in Führung brachte, rasteten alle komplett aus und es war einfach Gänsehaut pur. Von diesem Tag an wusste ich: dein Platz ist in der Kurve und nirgendwo anders.
Strecke: /
Zuschauer: 33.000
Anreise: /
Tore: 1:0 Charisteas (9.), 1:1 Ujfalusi (20.), 2:1 Wehlage (50.)