Das konnte ja was werden. Aber auch auf der Seite des Gegners gab es Überraschungen: So saßen die beiden Topspieler Kießling und Ballack zunächst nur auf der Bank. Zum Einlauf gab es einen sehr geilen Konfettihagel und im allgemeinen war die Ostkurve (auch durch den Oberrang) unnatürlich laut. Werder trug seinen Teil dazu bei und spielte gut mit - kämpfte. Doch wie es in dieser Saison leider schon so oft vorkam, bekamen wir kurz vor der Pause das 0:1, es herrschte Totenstille. Nach der Pause das selbe Bild: Werder wollte, Leverkusen traf. 0:2. Die Hoffnungen waren spätestens jetzt begraben. Schaaf brachte die drei Edelreservisten, was dem Spiel sichtlich guttat: Nach schöner Flanke haute sich der eingewechselte Kießling das Ding kurzerhand selbst in die Maschen.
Und als es wirklich niemand mehr glauben wollte flankte Hunt in der Nachspielzeit auf den freistehenden Prödl - 2:2. Die Kurve rastete aus. Wie schon gegen Hoffenheim und in Mainz schossen wir in letzter Sekunde das Tor. Es war ein gefühlter Sieg - auch wenn die Stuttgarter durch ihren Sieg erneut näher an uns herangerückt sind, für die Moral war dieser Punkt Gold wert. Auf der Rückfahrt lallte uns der Busfahrer noch die Haltestelle ins Mikrofon, woraufhin er nur ein lautes "Prost" als Antwort bekam. Leider gab er keinen mehr aus, weswegen wir uns gut gelaut nach Hause begaben.Strecke:/
Tore: 0:1 Derdiyok (42.), 0:2 Rolfes (67.), 1:2 Kießling ET (82.), 2:2 Prödl (91.)