28.07.09 - VfL Osnabrück - Werder Bremen II 1:0

An diesem Tag testete unsere Mannschaft das letzte mal vor Anfang der Pflichtspiele. Allerdings fand das Spiel in Meppen statt und da unsere Amateure zeitgleich in Osnabrück um Punkte spielten, entschied ich mich dorthin zu fahren. Mit dieser Entscheidung war ich offenbar nicht alleine, denn der Bahnsteig platzte aus allen Nähten und der Großteil der Fanszene war gekommen um unsere Zweite zu unterstützen. Die Fahrt gestaltete sich süffig mit Bier und Sauren, verlief aber weitesgehend ereignislos. Am Bahnhof erwartete uns ein recht großes Polizeiaufgebot und geleitete uns gewohnt zickig und schlecht drauf zum Stadion. Dort angekommen dann Chaos: Offenbar hatte niemand mehr damit gerechnet, dass noch soviele Bremer kommen, denn das Spiel lief bereits. Die Osnabrücker waren dann so schlau und hatten genau ein Tor aufgemacht, während der Kartenverkauf nicht etwa wie üblich an Kassenhäusern stattfand, sondern direkt beim Tor bei der Einlasskontrolle. Dementsprechend lange dauerte die Geschichte dann auch und nach zwanzig Minuten Spielzeit waren wir dann drin. Es stand aber zum Glück noch 0-0.Der Block war das ganze Spiel über gut drauf und war teilweise wirklich lautstark. Highlights waren sicherlich der VfL-Hooligans Wechselgesang und der Ball, der es über den Fangzaun in unseren Block schaffte und dort umher wanderte. Dann schoss jemand den Ball allerdings zurück aufs Spielfeld, was mit "Amateeeuur Amateeeur" kommentiert wurde. Der Ordner reagierte leider nicht auf das "Wir wolln unsern Ball zurück" und musste sich deshalb zurecht das "Du hast den Ball, du kriegst aufs Maul" anhören. Das alles war ziemlich geil, doch leider lagen wir zu dem Zeitpunkt schon 1-0 hinten. Den ersten Elfmeter hatte Mielitz noch gehalten, beim zweiten musste er sich allerdings geschlagen geben. Das Spiel ging am Ende dann auch verloren, doch die Spieler kamen trotzdem zum abklatschen an den Zaun. Davon können sich die Profis wirklich mal eine Scheibe abschneiden! Zu Fuß ging es dann zurück zum Bahnhof und zurück nach Bremen. Eine wirklich lustige Fahrt - auch die zweite Mannschaft verdient einfach unsere Unterstützung.

Strecke: 240,36 km (hin und zurück)
Zuschauer: 10000
Anreise: Zug
Tore: 1:0 Heidrich (67. FE)

25.07.09 - Werder Bremen II - RW Erfurt 0:0

Endlich wieder Pflichtspiele! Mal ehrlich: Tests sind schön und gut um die Wartetzeit zu überbrücken aber Spiele um Punkte sind dann doch noch mal eine andere Sache. So ging es dann endlich mal wieder zum Platz 11, um mit unseren Amas in die Saison zu starten. Trotz Tag der Sponsoren (dieses Jahr im AWD Dome) und sehr bescheidenen Wetter, kamen überraschend viele Zuschauer. Auch Erfurt hatte einige Fans mitgebracht, die offenbar schon in der Stadt negativ aufgefallen waren, denn sie wurden von übermäßig viel Polizei zum Stadion geleitet. Das Spiel gestaltete sich als weitesgehend taktisch und ohne Höhepunkte. Beide Mannschaften wollten die Saisonpremiere nicht vergeigen und man merkte es ihnen auch wirklich an. Zu allem Überfluss kam dann auch noch kurz vor der Pause ein Regenschauer, wie ich ihn selten bei einem Fussballspiel erlebt habe. So beschränkte sich meine Sicht zu dieser Zeit auch nur auf das Nötigste:Die Erfurter Fans nahmen es mit Humor und verbrachten den Rest des Spiels mit freiem Oberkörper. Allgemein war es ein guter Auftritt der Erfurter Supporters. Viele kreative Lieder wurden lautstark präsentiert, wie eine coole Version von "Super Trooper" und ein Gesang zur Melodie vom Fliegerlied. Die Bremer waren so nass geworden, dass sie nach der Halbzeit in einem komplett neuen Trikotsatz aufliefen. Spielten sie in der ersten Hälfte noch mit grünen Trikots, waren es nach der Pause die weißen. Das Spiel veränderte sich nicht und nach höchstens 1-2 gefährlichen Szenen ging das erste Saisonspiel mit 0-0 zuende.Nach dem Spiel mussten WIR dann warten, bis die Erfurter weg sind, weil die Polizei Konflikte befürchtete. Müsste es nicht eigentlich andersrum sein? Auf dem Parkplatz vermischten sich die Gruppen dann sowieso wieder und es waren einige zwilichtige Gestalten in Thor Steinar Jacken bei den Fangruppen dabei. Nach langer Wartezeit auf dem schlecht organisierten Parkplatz ging es dann nach Hause. Ein Punkt für den Klassenerhalt!

Strecke: /
Zuschauer: 1100
Strecke: /
Tore: /

21.07.09 - Werder Bremen II - Sportfreunde Lotte 0:2

Da die Saison der dritten Liga bereits am kommenden Wochenende starten sollte, entschloss ich mich zur Generalprobe unserer zweiten Mannschaft zu fahren. Zu Gast war der Regionalligist Sportfreunde Lotte, doch leider begleiteten keine "Sportfreunde" ihre Mannschaft als Unterstützung. Überhaupt war es erschreckend leer auf Platz 11, da noch nichteinmal Eintritt für das Spiel genommen wurde.Das Spiel war dann nicht nur wegen der tiefstehenden Sonne anstrengend zu verfolgen. Werder spielte weitesgehend schwach und Lotte konterte und kombinierte teilweise gekonnt, weshalb auch der Klassenunterschied nichtz zu verzeichnen war. Bereits in der 7. Minute konnten die Gäste durch Fischer (gerufen: "Fischi") in Führung gehen. Werder setzte wenig dagegen und das Spiel wurde immer langweiliger. Als Zeitvertreib konnte man sich nur den etwas seltsam aussehenden Kapitän der Sportfreunde anschauen und über seine merkwürdige Stimme lachen - mehr war nicht. Kurz vor Schluss dann der zweite, verdiente Treffer durch den eingwechselten Schneider und das Spiel war aus. Hoffen wir mal, dass es gegen die Erfurter besser laufen wird...

Strecke: /
Zuschauer: 100
Anreise: /
Tore: 0:1 Fischer (7.), 0:2 Schneider (90.)

07.07.09 - Werder Bremen - Rot Weiß Essen 2:2

Es war also wieder soweit. Mit dem Trainingslager auf Norderney wird traditionell das Werder-Jahr eingeläutet und da durften wir natürlich wieder einmal nicht fehlen. Hinzu kam noch, dass es mal wieder gegen unsere alten Freunde aus Essen ging, was ja auch nicht allzu oft vorkommt, da die Rot-Weißen ja nur noch in der Regionalliga kicken und nicht einmal mehr regelmäßig auf unsere Amateure treffen. Also ging es einmal mehr mit dem Zug in Richtung Norddeich Mole, doch die Tour hatte noch nicht einmal angefangen, da hatte der erste Zug schon 25 Minuten Verspätung wegen, wie wir jedenfalls aus dem Lautsprechergemurmel verstanden, "Amerikanischen Streitkräften". Es hätte aber auch genauso gut "Armenische Sprite-Säfte" heißen können, man hätte es sowieso nicht verstanden. Die Zugfahrt verlief außer ein paar nervigen Kiddies ereignislos und so ging es nach kurzer Wartezeit auf die Fähre.Norderney und die Inseln darum schienen von einer Gewitterfront, wie ich sie selten erlebt habe, umgeben zu sein. Die Wolken waren wirklich nicht mehr dunkel, sondern schwarz und wir bekamen einen kleinen Vorgeschmack darauf, was uns an dem Tag noch erwarten sollte.. Drüben angekommen wurde erstmal ein Fischbrötchen verzehrt (muss einfach). Der Weg mit den viel zu schweren Taschen und dem viel zu nassen Wetter erschien endlos, doch am Campingplatz angekommen fing es dann wirklich wie aus Kübeln an zu gießen.Mehrere Aufbauversuche anderer Gruppen scheiterten, doch in einer etwas ruhigeren Phase nahmen wir allen Mut zusammen und bauten unser Zelt auf, was auch ganz gut gelang, zumindest bis der Rohbau stand, denn dann fing es wieder wie aus Eimern an zu schütten. Egal, wir zogen es durch und zwei Minuten später stand unser Zelt - zwar schräg und mit 20 Zentimeter Wasser im Boden, aber es stand. Die Sachen wurden reingeworfen und ab ging es zum Spiel. Auf dem Weg zum Sportplatz schoben wir uns von Hauseingang zu Hauseingang, während wir einmal sogar eine offene Vordertür vorfanden. Weiter als bis zur Kellertür trauten wir uns dann aber doch nicht hinein.Am Sportplatz an der Mühle kam es dann zu einem kleinen Wunder: Der Sturm des Jahrtausends entwickelte sich innerhalb von Minuten zu einem angenehmen Sommerwetter. Als hätte der Wettergott pünktlich zum Spiel eine Pause eingelegt. Wir kamen genau mit dem Essener Spielerbus an und gingen ein Paar Meter mit den Jungs bis zu den Kabinen. Dann kauften wir unsere Tickets und suchten den Fressstand. Nach einiger Zeit kamen dann auch unsere Spieler auf den Rasen und es waren einige große Namen aus unserem Kader dabei. Unter anderem gab Moreno an diesem Tag sein Debüt für Werder. Frings hingegen war aufgrund einer roten Karte aus einem Freundschaftsspiel gesperrt - wusste ich auch nich, dass sowas möglich ist.
Das Spiel fing sehr gut an, denn Hugo schoss bereits nach zwei Minuten das 1:0 für uns. Das Spiel war auf rutschigem Rasen nicht wirklich ansehnlich und es gab nur wenige Torraumszenen. Die Szene des Spiels fand deshlab auch außerhalb statt: Premiere Moderator Hellmann, der das gesamte Spiel über die Lautsprecher kommentierte, wurde nach einem Check von Hugo von einem Essener umgerannt, sodass nur ein lautes "Wuuuaaa aua" aus dem Lautsprechern kam. "Endlich isser ruhig" und "Halt dein Maul halt dein Maul" waren die Reaktionen der Fans. In er Pause wurde unsere Mannschaft nahezu komplett ausgewechselt und es spielte eigentlich unsere U23. Zwar erhöhte unser zweites Team noch durch Husejinovic auf 2:0, doch die Essener spielten weiterhin gut mit trafen zum Anschlusstreffer und später sogar noch zum Ausgleich. Nach dem Spiel nutzten wir die Möglichkeit um mit ein paar Spielern, Trainern und Mitglieder unseres Präsidiums zu plaudern - alles ziemlich nette Menschen. Auch der neue Trainer Thomas Strunz stand uns gerne für ein paar Worte bereit.Nach dem Spiel ging es dann schnell zurück zum Zelt, denn es fing schon wieder leicht zu regnen an. Mit Mucke versuchten wir dann langsam in den Schlaf zu finden, doch mitten in der Nacht wurden wir dann vom Sturm des Jahrtausends erneut aus dem Schlaf gerissen. Es hämmerte wirklich gegen die Zeltwand und an Schlaf war kaum zu denken - gemütlich war es aber irgendwie trotzdem.Am nächsten Morgen wollten wir dann eigentlich schnell duschen, doch wir mussten noch eine halbe Stunde warten, da der Platzwart wohl weniger auf Fussballfans steht und erstmal in aller Ruhe das Sanitärhaus reinigen wollte. Wir schafften es trotzdem noch entspannt bei schönem Nieselregen rechtzeitig zur Fähre, auf der wir die Zeit mit einem Vanilleshake totschlugen. Es folgte eine langweilige Bahnfahrt, auf der eine verwirrte Oma versuchte meine Tasche zu klauen (sie hielt sie für ihre), auf der aber sonst wenig passierte. Die Tour endete dann schließlich, wie sie einen Tag vorher angefangen hatte: Mit einem verspäteten Zug in Achim.. Auf ein erfolgreiches Jahr!


Strecke: 277,18 (hin und zurück)
Zuschauer: 3000
Anreise: Zug / Schiff
Tore: 1:0 Almeida (2.), 2:0 Husejinovic (61.), 2:1 und 2:2 Lemke (61./85.)

04.07.09 - FC Gessel-Leerssen - Werder Bremen II 0:21

Mit dem ersten richtigen Testspiel unserer U23 eröffneten wir die Saison 09/10 und fuhren am Nachmittag mit dem Auto in Richtung Gessel-Leerssen. Da wir nicht die vom Ferienverkehr vollgestopfte Autobahn benutzen, sondern über die Dörfer fuhren, sahen wir die eine oder andere Merkwürdigkeit, wir zB ein Restaurant, das auf dem Rasen daneben ein komplettes Schwein über einem riesen Feuer aufgespießt hatte. Als wir auf dem Gelände etwa 45 Minuten vor Anpfiff ankamen, war es noch recht leer.Als es sich dann langsam füllte war klar: Hurra, das ganze Dorf ist da. Jeder schien jeden irgendwie zu kennen und man sah es auch den Jugendlichen an, die teilweise rumliefen wir die letzten Bauern: Die kommen hier her.. Wir vertrieben uns die Zeit mit Spekulationen darüber, was zur Hölle man den ganzen Tag so treibt wenn man hier wohnt und schauten unserer Mannschaft beim warmlaufen zu.Bei den Spielern von Gessel-Leerssen war wirklich alles dabei: Vom jungen Athleten bis zum übergewichtigen Techniker. Die Mannschaft wollte sich anscheinend nochmal besonders motivieren und war schon 20 Minuten vor Anpfiff in der Kabine verschwunden. Die Teams kamen dann zu einer Mischung aus "Whatever you want", "Hells Bells" und Werders Einlaufhymne auf dem Platz und wurden dabei von Peter Gagelmann angeführt, der wohl an diesem Tag der bekannteste von allen Akteuren auf dem Platz war. Die Zuschauer begrüßten die Mannschaften mit einem Trötkonzert, wie man es sonst nur aus Südafrika kennt. Das Spiel war eigentlich schon nach wenigen Minuten entschieden: Nach sechs Minuten stand es drei zu null für uns. Man sah den Klassenunterschied läuferisch, technisch und auch in der Einstellung ganz klar und so fiel Tor um Tor. Dabei war vom großartig rausgespielten Kontertor, bis hin zum unglücklichen Eigentor alles dabei. 21:0 hieß es am Ende, obwohl der "Stadion"-Sprecher 22 behauptete.Nach dem Spiel blieben wir noch kurz für einen kleinen Schnack mit Wolters und Gagelmann und begaben uns dann langsam wieder zu unserem geliebten smart. Die Rückfahrt gestaltete sich außer dem Schwein, welches nun schon leicht schwarz war, wenig ereignisreich und so ging dann auch die erste Fahrt der neuen Saison am frühen Abend zuende. Auf eine erfolgreiche Spielzeit für den SV Werder!





Strecke: 39,48 km hin und zurück
Zuschauer: 500
Anreise: Auto
Tore: 0:1 Mosquera (2.), 0:2 Kempe (3.), 0:3 Mosquera (6.), 0:4 Kempe (20.), 0:5 Feldhahn (22.), 0:6 Mosquera (40.), 0:7 Menga (43.), 0:8 Kempe (49.), 0:9 Menga (51.), 0:10 Kempe (52.), 0:11 Menga (54.), 0:12 Menga (56.), 0:13 Menga (57.), 0:14 Kempe (60.), 0:15 Tayari (61.), 0:16 Fila (62.), 0:17 Kempe (62.), 0:18 Kempe (69.), 0:19 Menga (75.), 0:20 Maek (79.), 0:21 Fila (89.)