29.08.10 - Werder Bremen - 1. FC Köln 4:2

Nach unserem ersten erfolgreichen Heimspiel in der Champions League sollte also der Heimauftakt auch in der Bundesliga folgen. Das Auswärtsspiel in Hoffenheim ging traditionell gründlich in die Hose und so hofften wir gegen die Kölner die ersten Punkte einfahren zu können. Per Park & Ride ging es zum Stadion, wo wir uns mit einem Kartendealer treffen wollten. Leider waren noch an der normalen Kasse Ost-Karten verfügbar, doch da wir nette Menschen sind, warteten wir brav auf unsere Verabredung. So konnten wir immerhin eine verwirrte Gruppe Polizeiautos beobachten, die den Osterdeich runterfuhren, um dann wieder alle umzudrehen und dabei alle Grünflächen im Umkreis vernichteten. Mit der Karte verlief alles ohne Probleme und so ging es hinein in dem Tempel, der ja zurzeit einige Schönheitsfehler hat. Zu essen gab es nur überteuerte Bockwurst und so verzichteten wir aufs dinieren.Die Startaufstellung kam leider ohne den Neuzugang Wesley daher, doch immerhin durfte Arnautovic von Anfang an ran. Werder begann relativ gut und kombinierte sich Chancen heraus und nach einer halben Stunde wurde Marin im Strafraum zu Fall gebracht: Elfmeter. Eine Sache für Frings - 1:0. Nur ein paar Minuten später krönte Arnautovic seine gute Leistung mit einem schönen Kopfballtor. Leider kassierten wir noch vor der Pause den Anschlusstreffer, was die (wirklich so schon katastrophale) Stimmung ein wenig trübte. Pizarro musste leider verletzt raus, doch Almeida bewies wieder allen, dass er mehr ist als ein Ersatzstürmer und netzte zum 3:1 ein. Marin wurde über die gesamte Spielzeit lautstark aus dem Kölner Fanblock wegen seiner Gladbacher Vergangenheit beleidigt. Werder antwortete auf seine Weise: 4:1 durch Arnautovic. Das zweite Tor der Kölner bekam kaum noch jemand mit, da es mit dem Abpfiff zusammen fiel. Kurz danach sprinteten schon alle in die Busse, da es unfassbar stark zu regnen begann und auch den Abend nicht wieder aufhörte. Ein schöner Sieg vor der Länderspielpause!

Strecke: /
Zuschauer: 35500
Anreise: /
Tore: 1:0 (33./ FE) Frings, 2:0 (36.) Arnautovic, 2:1 (37.) Podolski, 3:1 (74.) Almeida, 4:1 (90.+1) Arnautovic, 4:2 (90. + 3) McKenna

18.08.10 - Werder Bremen - Samporia Genua 3:1

Kurz nach dem Pflichtspielauftaktsieg in Ahlen, sollte es für grün und weiß um die ganz großen Millionen gehen: Die Qualifikation für die Champions League wartete. Die Auslosung hatte uns den schwerstmöglichen Gegner beschert: Sampdoria Genua. Vor dem Spiel trafen wir uns mit einigen Leuten in der Kneipe, um den Öziltransfer nach Madrid und die anstehende Saison zu diskutieren. Auf dem Weg zum Stadion trafen wir dann einige Italiener, die mit uns ihre Schals tauschten und ihre zwischen den Eiern versteckten Bengalos präsentierten. Das schlechte Wetter machte für uns eine Pause, als wir das Stadion betraten und unsere neue Kurve bewunderten. Direkt am Spielfeld zu stehen und dem Torhüter fast an den Stutzen spucken können ist eine feine Sache. Das Spiel begann ausgeglichen auf dem Rasen, doch auf den Rängen dominierten uns die 6000 mitgereisten Italiener nach Strich und Faden. Kurz nach der Halbzeit brachte uns Fritz jedoch mit einem Traumtor in Führung. Eine Viertelstunde später erhöhte Frings per Elfmeter auf 2:0 und das mäßig gefüllte Weserstadion stand kopf. Spätestens als Pizarro das 3:0 machte, war allen klar, dass wir dieses Jahr wieder die Champions League Hymne im Weserstadion hören werden. Der sehr späte Anschlusstreffer der Italiener schwächte diese Traumvorstellung nur wenig. Werder in der Champions League! Hoffentlich...

Strecke: /
Zuschauer: 25275
Anreise: /
Tore: 1:0 Fritz (51.), 2:0 Frings (66./Foulelfmeter), 3:0 Pizarro (69.), 3:1 Pazzini (90.)

16.08.10 - RW Ahlen - Werder Bremen 0:4

Jedes Jahr spielen wir in der ersten Runde im Pokal des Deutschen Fussball Bundes auswärts gegen einen unterklassigen Gegner. Dieses Mal hatte uns die Glücksfee eine Tour nach Ahlen beschert, also ging es mal wieder die wunderschöne A1 hinunter in Richtung Pott. Da die Fahrt nicht wirklich lange dauern sollte, wurden die Biere etwas schneller gezischt um die unglaublich schlechte Musik aus den Buslautsprechern zu verdrängen. Die Vorfreude aufs erste Pflichtspiel der Saison stieg und sie hielt sich bis wir im noch kleiner als gedachten Ahlen ankamen. Das wirklich sehr gemütliche Stadion wurde betreten und der Hunger gestillt. Es fiel auf, dass Ordner oder Polizei im Block keinerlei Präsenz zeigten und sich auf ihre Arbeit vor der Stadion beschränkten - sehr angenehm. Niemand kontrollierte außerdem für welchen Block man eigentlich eine Karte hatte, sodass jeder die Möglichkeit hatte in den "Stimmungsblock" zu gelangen. Die Zeit bis zum Anpfiff überbrückten wir mit Özils Kunststückchen mit seinem Kaugummi (es sollte die spektakulärste Szene von ihm bleiben) und einigen Fangesängen. Zum Einlauf präsentierten die Ahlener eine kleine Choreo, die ganz nett anzusehen war. Auf unserer Seite gab es ein Spruchband, sowie eine schöne, grüne Rauchbombe, welche unter dem Dach ihren vollen betörenden Geruch entfaltete. Das Spiel begann dann recht unspektakulär - der Klassenunterschied war kaum zu erkennen. Özil agierte sehr unglücklich und die Stürmer wurden mit wenigen Bällen bedient - Höhepunkt: Ein Ahlener Freistoß ging an die Latte.Doch noch vor der Pause erlöste Pizarro uns mit einem schönen Rechtschuss. Die Ahlener kämpften jedoch weiter - teilweise mit unfairen Mitteln. Dass man dies jedoch nicht genau vor dem Gästeblock tun sollte, erkannte ein Rot-Weißer dann auch, als er danach von allen Seiten bespuckt wurde - Haare waschen war angesagt. Wenig später machten Boro und Hugo dann mit ihren Treffern alles klar und es kam zum ersten Pflichtspielteinsatz von Arnautovic, der mit einem Spruchband bezüglich der Bild-Schlagzeile am Vortag begrüßt wurde.Eine unschöne Szene gab es dann in Form eines Zusammenpralls von Mertesacker mit einem Gegenspieler, was Wiese auf die Palme brachte: "Wiese hau ihn um" war die Reaktion. Mit einem schönen Lupfer machte Marin dann das 0:4, was den Endstand darstellen sollte. Arnautovic schwenkte nach Abpfiff eine Fahne der Ultras, was ihm sicher ordentlich Sympathie brachte - Wiese wollte allerdings nicht auf den Zaun, sodass das Feiern mit der Mannschaft ausblieb - schade. Die Rückfahrt verlief erneut ereignislos und die erste Pokalrunde war überstanden.


Stecke: 420 km (hin und zurück)
Anreise: Bus
Zuschauer: 9120
Tore: 0:1 Pizarro (28.), 0:2 Almeida (63.), 0:3 Borowski (68.), 0:4 Marin (82.)

03.08.10 - Werder Bremen II - VfR Aalen 1:1

Die Bundesliga hatte noch nicht einmal angefangen, da stand für unsere zweite Mannschaft im Liga drei bereits das zweite Heimspiel an. Auswärts in Ahlen eine Woche vorher hatte man zumindest einen Punkt mitnehmen können, nun sollte also der erste Dreier eingefahren werden. Zu Gast war der weitgereiste Verein für Rasensport aus Aalen (nicht Ahlen, sehr verwirrend alles). Also ging es wieder einmal an den wundervollen Platz 11, jenem Ort, an dem die Kinder noch ungestraft auf des Gegners Ersatzbank sitzen dürfen und durch wirres trommeln die Gäste zum Wahnsinn treiben, an jenem Ort wo der Co Trainer der Aalener fünf Minuten vor Halbzeit über die Absperrung springt um zwischen den Heimfans seine Blase am einzigen Baum des Sportplatzes entleert, an jenem Ort, an dem man auch im wildesten Sturm kurz vor Beginn den Rasen sprengt - auch wenn ALLE Zuschauer von den vom Wind erfassten Tropfen nass werden, an jedem Ort .... Ach lassen wir das - es könnte ewig so weiter gehen, auf Platz 11 ist die Welt noch in Ordnung. Doch zum Spiel: Handgezählte 15 Aalener Fans waren mitgereist und untersützten ihre Mannschaft mit einigen Gesängen und die Mannschaft aus Süddeutschland begann gut mit einigen Chancen. Doch es waren die Bremer, die nach einer Ecke in Führung gingen und diese auch über die Halbzeit hinaus verteidigten. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und als sich alle schon über die drei Punkte freuten, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Aalen - 89. Minute Ausgleich. Ein herber Dämpfer für unsere Truppe aber spätestens nächste Woche sollen wieder Punkte folgen! Eine Kuriosität am Rande will ich dennoch nicht verschweigen denn kaum hatte ich meine Wut gegen das Schiedsrichterteam einigermaßen bändigen können - so begenete ich den Jungs in hellblau erneut: In der WG meiner Freundin. Ihre Mitbewohnerin war eine Bekannte der Jungs, die unserer Elf die Punkte geklaut hatten. Selbstverständlich wechselte ich mit diesen bösen Menschen kein einziges Wort : Ehrensache.

Strecke: /
Zuschauer: 773
Anreise: /
Tore: 1:0 Maek (12.), 1:1 Bauer (89. FE)