16.12.12. - Werder Bremen - 1.FC Nürnberg 1:1

Da reibt man sich schon irgendwo verwundert die Augen, dass schon wieder die letzte Partie des Jahres 2012 vor der Tür stand. Angeschlagen von der Farmers Weihnachsfeier (KiNG) und Magen-Darm-Grippe (J!m) ging es in oldschool-Besetzung zu zweit richtung Stadion, da der Rest ohne Karte war. Auf dem Stadionvorplatz konnte die Karten-Mafia jedoch kaum aufrecht gehen, soviele Tickets trugen die Jungs mit sich herum. Nunja da wir ein gutes Stück drüher als üblich im Stadion waren, mussten wir noch etwas Zeit totschlagen. Wir besorgten uns noch die neueste Ausgabe des Magazins von Calliera (Nein, weder sympatisieren wir mit dieser Gruppe, noch lehnen wir sie ab, wir brauchten nur was zu lesen) und versuchten die Buchstaben im noch dunklen Weserstadion zu entschlüsseln. Irgendwann kam dann die Mannschaft aufs Feld und wir hatten wieder wichtigere Dinge zu tun. Bereits vor dem Spiel hatten verschiedene Ultragruppen angekündigt, den 12:12 Stimmungsboykott der letzten Wochen fortzusetzen und wir waren gespannt, wie das restliche Stadion dies aufnehmen würde. Zum Intro wurde in der Ostkurve ein großer Sarg gezeigt, dazu das Spruchband "Fankultur - gestorben am 12.12.12.".

Nürnberg hüllte den Block ebenfalls in schwarz. Doch als dann das Spiel begann ereignete sich Merkwürdiges: Die Nordribüne (sonst eher selten bis gar nicht zu hören) machte durch Werder-Schlachrufe auf sich aufmerksam. Dies stellte natürlich eine reine Provokation an die schweigende Kurve dar, weshalb ein Pfeifkonzert aus dem Osten folgte. Dies wiederholte sich bis zur besagten 12:12 Minute fast minütlich. Als die Zeit des Schweigens gebrochen war, und die Kurve ihre Stimme erhob, Pfiffen wiederum die Sitzplätze die eigenen aktiven Fans aus. Eine sehr merkwürdige Situation, die uns etwas in Sorge versetzte. Nürnberg begann ebenfalls mit dem Support und zeigte noch eine nette Pyroaktion, deren roter Rauch noch eine Weile zwischen den Flutlichtmasten seine Runden zog. Sehr schön!

Achso, es wurde ja auch noch Fußball gespielt: Werder hatte vor der Partie einen versöhnlichen Jahresabschluss versprochen und arbeitete viel auf dem Platz. Doch die Chancen konnten wieder einmal nicht genutzt werden. Teilweise zeigte unsere Offensivabteilung sehr guten Fußball, doch der Abschluss war grauenhaft. Die Nürnberger Abwehr und ein sehr guter Schäfer zwischen den Pfosten taten ihr Übriges. Nach der Halbzeit exakt das selbe Bild und so kam es, wie es schon so oft kam diese Saison: Nürnberg mit einem schnellen Konter un dem 0-1. Es herrschte einfach Fassungslosigkeit. Wie konnte man dieses Spiel aus der Hand geben? Dann fasste sich De Bruyne jedoch nochmal ein Herz und zog ab - wobei der im Abseits stehende Petersen das Leder ins Tor abfälschte. Definitiv eine Fehlentscheidung aber das Ding zählte! Nürnberg war inklusive Torwart und Trainerstab komplett am Ausrasten - wir jedoch auch - im positiven Sinne. Ein Freistoß für uns an der Strafraumkante konnte nicht mehr von uns verwertete werden und so ging das Spiel mit 1-1 in die Punkteteilung. Auf dem Platz kam es noch kleinere Rudelbildungen zwischen den Spielern. Außerdem ging die Nachricht rum, dass Thomas Schaaf Klaus Allofes bereits im Winter nach Wolfsburg folgt. Aufregende Zeiten hier zurzeit im beschaulichen Bremen.

Tore: 0:1 Gebhart (82.) 1:1 Petersen (88.)
Strecke: /
Zuschauer: 38553
Anreise: /

08.12.12 - Eintracht Frankfurt - Werder bremen 4:1

Beim letzten Auswärtsspiel im Jahre 2012 musste man natürlich dabei sein! Da man sich leider etwas zu spät um Tickets für das Spiel kümmerte, gönnten wir uns an diesem Tage mal einen Sitzplatz. Wir hams ja! Sehr früh morgens kam mir Claas auf dem Weg zur Bushaltestelle bereits zu Fuß entgegen. Geschlafen? Nö. Party - Duschen - Frankfurt! Die Busfahrt war dementsprechend ruhig - wir chillten überwiegend unten im Doppeldecker und ließen die obere Bushälfte ausrasten. Zu erwähnen bleibt noch, dass wir an diesem Tage einige taub-stumme Leute an Bord hatten, die sehr korrekt drauf waren. Da niemand von uns die Gebärdensprache beherrschte, kommunizierten wir hauptsächlich über Zettel, was bei steigendem Pegel immer kurioser wurde. Als Claas bei der Busansprache dann extra laut ins Mikro brüllte "Jetzt nochmal für unsere speziellen Kollegen dahinten: Nix scheißen ins Klo!" war dann alles vorbei. Dass die Jungs eine Hör-Schädigung hatten und keine geisitge Behinderung hat er wohl bis heute nicht so ganz verstanden. Na ja die Fahrt ging schnell rum. In Frankfurt blieben wir noch eine Weile im Bus sitzen, denn es war wirklich bitterkalt daußen. Aber irgendwann machten auch wir uns auf ins Stadion, nahmen unsere Plätze ein und lauschten erneut dem 12:12 - Protest. Im Werder-Block gab es kurz nach Anfang der Stimmung kleine Tumulte, doch dazu später mehr. Unsere Mannschaft trat bei der Überraschungsmannschaft der Saison in der ersten Halbzeit sehr sicher und kompakt auf. Doch nach dem Seitenwechsel kam dann alles anders: Die 1:0 Führung der Eintracht konnte Petersen noch ausgleichen, doch dann nahmen die Frankfurter uns Stück für Stück auseinander. 2:1,3:1,4:1. Claas hatte mit einem Frankfurtfan drei Reihen hinter uns noch um Handschuhe und Mütze gewettet, sollte die jeweilige Mannschaft mit drei Toren Unterschied gewinnen. Komischerweise drängte Claas beim 4:1 auf einmal sehr stark darauf das Stadion zu verlassen... Nunja da bereits die letzte Minute lief taten wir dann auch genau das. Auf dem Parkplatz kam es dann zu einem Handgemenge zwischen den Bremer Ultragruppen. Anscheinend ging es darum, dass der HB-Crew die "Triebtäter" -Fahne von den anderen Gruppen abgenommen wurde, da sie für die Kurve als unpassend angesehen wurde. Die Polizei ging relativ schnell dazwischen, dennoch war die ganze Aktion mehr als merkwürdig. Auf der Rückfahrt kotzte ein Kollege sich im Oberdeck nocheinmal komplett voll, bestand aber darauf sein entstelltes Trikot mit nach Hause zu nehmen. Das muss Liebe sein! Frankfurt away - love it!

Strecke: 879 km (hin und zurück)
Anreise: Bus
Zuschauer: 50.000
Tore: 1:0 Meier (47.), 1:1 Petersen (54.), 2:1 Schwegler (62.), 3:1 Aigner (63.), 4:1 Inui (90.)

28.11.12 - Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen 1:4

Flutlichtspiele sind eine feine Sache. So ein bißchen erinneren sie ja an unsere glorreichen Europapokal-Jahre und irgendwie bringen sie auch genau dieses Flair immer wieder mit sich. Wir hatten also an diesem Tage mal wieder das Glück, dass wir in so einer englischen Woche ein Heimspiel spielen durften. Zu Gast war der einzige Bayern-Besieger der laufenden Saison: Bayer Leverkusen. Bereits vor dem Stadion gab es die Ankündigung, dass an diesem Tag kein Support wie gewohnt stattfinden wird:
Grund dafür war das DFB-Sicherheitskonzept zum "sicheren Stadionerlebnis", welches von allen aktiven Fanszenen abgelehnt wird. Da dies am 12.12.12 entgültig beschlossen werden soll, einigten sich nahezu alle Kurven Deutschlands darauf, die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden in den Stadien zu schweigen. Und so kam es auch: Die Partie fing an und das Stadion verhielt sich wie in einer überlangen Schweigeminute. Diese Stille war wirklich beeindruckend - zeitgleich aber auch sehr verstörend. Sieht so die Zukunft in den Stadien aus? Man konnte zeitweise sogar die Spieler untereinander sprechen hören. Auch die Schiedsrichterpfeife erschien auf einmal als unnormal laut. Doch dann waren die ersten Minuten zum Glück vorüber und das Spiel konnte so "richtig" losgehen. Leider nicht für uns denn Leverkusen ging zügig mit 0:2 in Führung. Die guten Ergebnisse der letzten Wochen waren wieder dahin. Petersen konnte uns mit dem 1:2 zwar noch kurz Hoffnung schenken, doch die Werkself war an diesem Abend eindeutig die bessere Mannschaft: 1:3...1:4.... Abpfiff.

Strecke: /
Zuschauer: 37000
Anreise: /
Tore: 0:1 Castro (31.), 0:2 Castro (52.), 1:2 Petersen (54.), 1:3 Rolfes (74.), 1:4 Hegeler (79.)

15.09.12 - Hannover 96 - Werder Bremen 3:2

Wer immer den Spielplan vom TV Arbergen erstellt hat, muss unter großem Alkoholeinfluss gestanden haben. Spielt man am dritten Spieltag doch gleich wieder gegen das Team, welches erst einen Spieltag zuvor auf der anderen Seite des Spielfeldes stand. Und um das noch zu toppen kommt am vierten Spieltag dann der Gegner des ersten Saisonspiels. Nunja, irgendwie gibt es solche Menschen anscheinend auch beim DFB, denn nur eine Woche nach dem Nordderby sollte die "kleine" Version folgen: Auswärtsspiel bei Hannover 96, der selbsternannten "derzeitigen Nummer 1 im Norden". Also wurde mit einer für unsere Verhältnisse sehr großen Gruppe der Weg in die Landeshaupstadt Niedersachsens angetreten, um die leicht abgehobenen 96er auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Angereist wurde per Zug inklusive Kiste Bier, denn niemand geringeres als KiNG hatte an diesem Tag Geburtstag. Alles Gute nocheinmal an dieser Stelle!
 
Die Zugfahrt gestaltete sich lässig, denn ein Großteil der Bremer hatte bereits einen Zug vorher genommen. Nach Essensaufnahme am Hauptbahnhof ging es dann mit der S Bahn zum Stadion, wo einige bekannte Gesichter begrüßt wurden und es dann in den Block ging (von der Sicht her immernoch der beste Auswärtsblock der Bundesliga). Wir fanden noch eine relativ freie Reihe, in der wir alle zusammen stehen konnten und so konnte das Spiel dann auch langsam losgehen. Hätte es allerdings auch sein lassen können, denn man traute seinen Augen kaum, was in der Anfangsphase da auf uns zu kam.
Nach 6 Minuten erzielte Hannover nämlich das 1:0. Doch damit nicht genug: Der Ex-Bremer Andreasen erhöhte nach 10 Minuten auf 2:0 und das Spiel war quasi schon entschieden. Doch Werder begann nun endlich mitzuspielen und fing an die Partie zu dominieren. Noch vor der Pause konnten wir durch einen (Achtung, Doppeldeutigkeit ist beabsichtigt) Hunt-Elfmeter den Anschlusstreffer erzielen. Danach spielte nur Werder und als De Bruyne seinen ersten Treffer im grünen Trikot machte, war allen klar: Das Ding gewinnen wir noch! Wenig später dann Sokratis mit dem 3:2 per Kopf und alle drehten durch. Doch nur kurz, denn der Linienrichter hatte die Fahne oben. Egal, weitermachen!! Nur einige Minuten später: Sokratis verlängert per Kopf auf Akpala, der schließt kaltschnäuzig ab - 3:2! Aber nein, wieder ein Pfiff - keiner wusste wieso dieses Tor nicht zählte. Auch die TV-Analysen später konnten dies nicht aufklären. Ja und so kam es dann wie es kommen musste: Hannover mit einem schnellen Konter und einem Seitfallziehertor, was der Huszti in seinem Leben nicht noch einmal erzielen wird. 3:2 dann also, allerdings für die falsche Mannschaft. Huszti bekam für seinen übermütigen Trikot-Auszieh-Zaun-Erspringen Jubel noch den Platzverweis und der Schiedsrichter pfiff das Spiel gar nicht mehr richtig an. Wie bitter!!! Also wurde sich auf der Stadionbrücke Hemelinger-Bier gekauft (Was für ein Service) und das beste aus der Rückfahrt gemacht. Inklusive der guten alten Aaron Hunt - Gesänge. In Bremen wurde noch kurz vorm Überseemuseum gechillt und mit Klaus Bärbel geschnackt. Dann war Hannover auswärts auch mal wieder für ein Jahr Geschichte.

Strecke: 186,86 km
Zuschauer: 49000
Anreise: Zug
Tore: 1:0 Huszti (6.), 2:0 Andreasen (10.), 2:1 Hunt (27.) 2:2 De Bruyne 74.) 3:2 Huszti (93.)


01.09.12 - Werder Bremen - H*mburger SV 2:0

So richtig hatte sich das Derbyfeeling bei mir noch nicht eingestellt als KiNG mit dem Auto vorfuhr um den Weg zum Stadion anzutreten. Irgendwie war ich soa gar nicht drin in diesem Spiel, Vorfreude natürlich aber Derbyfeeling? Egal ab ging es zum Osterdeich, wo wir zunächst mit nem Bier von der Tanke rumchillten und den 13 Jährigen Hamburgern beim Pöbeln zuschauten - waren wir auch mal so!? Es verlief im Vorfeld aber alles ziemlich friedlich, was meinem Derbyfeeling ebenfalls nicht gut tat. Egal hinein ging es ins Stadion und als die Choreo für diesen Tag angekündigt wurde, fing es dann doch langsam an zu kribbeln. Zwar wurden die ausgelegten Fahnen mal wieder viel zu früh geschwenkt, doch da das Ganze bis zum Anpfiff durchgezogen wurde, kann man von einer sehr schön durchgezogenen "Europapokal.Choreographie" der Wanderers sprechen. Sah wirklich schick aus!



Auf Hamburger Seite suchte man eine Choreo oder gar Pyroeinsatz vergebens. Los ging danach recht schnell das Spiel und Werder zeigte, warum wir dieses Jahr in die Europapokalplätze wollen und die Stellinger hoffentlich absteigen. Der HSV hatte weder eine funktionierende Abwehr, noch einen Spielmacher (Van der Vaart durfte noch nicht) noch einen Stürmer. Und so musste Hunt zunächst einen Elfmeter verschießen, welchen Elia herausgeholt hatte, um Hamburg das 0:0 zur Pause zu sichern. Doch kurz nach dem Seitenwechsel gab es dann bereits den nächsten berechtigten Straßstoß und Hunt zeigte wirklich Eier und trat erneut an: 1:0 grün-weiß! Und Werder spielte weiter überlegen und scheiterte lediglich immer wieder am starken Keeper Rene Adler. Doch als Petersen mit dem 2:0 dann alles klar machte hieß es einmal mehr: Derbysieger! Mielitz rockte nach dem Spiel den Zaun und schenkte sein Trikot dem Vorsänger - sehr cool. Deutscher Meister wird der SVW!

Strecke: /
Tore: 1:0 Hunt (52.), 2:0 Petersen (67.)
Anreise:/
Zuschauer: 42100

24.08.12 - Borussia Dortmund - Werder Bremen 2:1

Eine Woche nach der Pokalpleite sollte also auch die Bundesliga wieder losgehen. Der Spielplan schickte uns am ersten Spieltag zum amtierenden Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund - das konnte nach DEM Spiel letzte Woche ja heiter werden. Egal es sollte an diesem Tag mit dem Auto in den Pott gehen und kurz nachdem wir auf die A1 gefahren waren, gab es auf der Gegenseite bereits das erste Highlight zu bestaunen: LKM durchbricht Leitplanke und stürzt in den Graben - Stau des Jahrhunderts. Zum Glück aber nicht auf unserer Fahrbahn, sodass wir relativ gut durchkamen und nach dem üblichen Verkehrschaos in Dortmund auch gut eine Stunde vor Spielbeginn den Parkplatz erreichten. Am Stadion wurden noch einige Leute begrüßt und ein Bier getrunken ehe es dann mal wieder in das beeindruckende Westfalenstadion ging, was bereits sehr gut gefüllt war. Wenig später startete auch schon die Eröffnungsfeier inklusive Nationalhymne (warum auch immer das immernoch nötig ist). War aber an sich ganz nett anzusehen und weckte die Lust auf das Spiel noch ein wenig mehr.
In unserer Aufstellung fand sich eigentlich nur eine Überraschung im Sturm, nämlich dass wir keinen hatten. Mit Arnautovic und Elia auf den Außen und de Bruyne in der Mitte sollten wir zum Torerfolg kommen, allerdings ohne Mittelstürmer wie Petersen oder Füllkrug. Na ja das Spiel ging jedenfalls los und Werder startete recht ordentlich. Doch dann leistete sich Iggy einen schweren Bock gegen den blendent aufgelegten Marco Reus, der die Kugel trocken einschob und unsere Träume von ein paar Punkten zunichte machte. In der Folgezeit war Dortmund klar überlegen, doch nach dem Seitenwechsel zeigte Werder dann, dass dieses Jahr wieder mit uns zu rechnen ist. Tolle Kombinationen über die Außen und gute kämpferische Leistung brachten uns dann doch tatsächlich den Ausgleich. Wunderbare Flanke von Arnautovic auf Selassie und der Block exlpodierte - es gab kein Halten mehr. Als sich gerade alle wieder augerichtet hatten und das Adrenalin so langsam wieder verschwand erzielte der eingewechselte Götze den 2:1 Endstand dür Dortmund. Keine Punkte für uns - die Enttäuschung war Fans und Spielern anzusehen. Doch wir hatten uns sehr gut verkauft und waren trotzdem stolz auf das Team, welches mit starken Anfeuerungsrufen in die Kabine verabschiedet wurde.
Die Rückfahrt gestaltete sich schwierig, da die A1 aufgrund eines Brückenabrisses vollgesperrt war und es dazu auch noch in Ströhmen regnete. Dazu fiel bei uns eine Vorderlampe aus, die erstmal fachmännisch repariert werden musste. Zu allem Übel kam noch hinzu, dass jeder Burger King auf der Strecke schon geschlossen hatte und das Radio rauschte wie in alten Zeiten. Um 3:30 waren wir dann endlich zuhause. Nächste Woche Derby!

Strecke: 623 km (hin und zurück)
Zuschauer: 80000
Anreise: Auto
Tore: 1:0 Reus (11.) 1:1 Selassie (75.) 2:1 Götze (81.)

19.08.12 - Preußen Münster - Werder Bremen 4:2 n.V.

Noch nie war eine Sommerpause so lang und noch nie war die Vorfreude auf eine hoffentlich gute Saison unseres Sport Vereins größer. Und nun stand doch tatsächlich endlich endlich das erste Pflichtspiel an und das traditionell im Pokal. Mit dem Bus ging es morgens richtung Münster, um nach dem Debakel vom letzten Jahr in Heidenheim nun endlich wieder in die zweite Runde einzuziehen. Doch der Wettergott bescherte uns das heißeste Wochenende des Jahres und sagte stolze 38 Grad im Preußenstadion voraus. Moin Moin. Egal es wurde dementsprechend viel getrunken, gesungen und den Busfahrer genervt um dann überpünktlich am Stadion anzukommen. Auf dem Gästeparkplatz sah man so manche abgekämpfte Person, die offensichtlich mit dem Zug angereist war, was wohl auch alles andere als ein Vergnügen war an diesem Tag. Was tut man nicht alles um die Mannschaft siegen zu sehen... Beim Eingang gab es eiskaltes Grundwasser für umme, was dem einen oder anderen wohl das Leben gerettet hat. Mineralwasser und Cola waren jedoch ziemlich schnell ausverkauft, was für die Temperaturen eine kleine Katastrophe in der Planung von Preußen Münster darstellte. Nungut, es ging dann so spät wie möglich in die Kurve ohne Dach und wir sahen unsere Mannschaft beim warmlaufen zu, wobei sich die Münsteraner vor unserer Kurve warmliefen und die Bremer auf der anderen Seite. Sinn!? Zum Einlauf gab es auf beiden Seiten Nette Choreographien, die den Rahmen für das Spiel perfekt machten.
 Münster zeigte noch ein Spruchband: "Gegen Homophobie und Sexismus - Ihr schwulen Fotzen!". Daraufhin sang die Jugend "Schwuler SVW", was aber von den umliegenden Gruppen übertönt wurde. Was ist nur aus der Kurve geworden... Die Partie ging aufgrund der Hitze gemächlich los, Werder erspielte sich jedoch gute Chancen. Durch den starken Preußen-Torwart und dem Leichtsinn von Petersen konnten die Bremer jedoch nicht in Führung gehen. Münster rannte immer wieder mit guten Kontern an, sodass wir uns ernsthaft Sorgen machten. Doch als Elia dann kurz vor der Pause mit einem wunderschönen Tor das 0:1 markieren konnte, hatte niemand mehr Zweifel. Als in der Halbzeit dann die Nachricht umherging, dass der HSV in Karlsruhe ausgeschieden war, konnte die Stimmung kaum besser sein. Doch dann kam die zweite Hälfte: Preußen rannte sich die Seele aus dem Leib - Werder schob einen Fehlpass nach dem anderen zum Gegner. Und so war das 1:1 dann keine Überraschung mehr. Schaaf reagierte: Arnautovic für Elia, Füllkrug für Fritz. Und keine drei Minuten später flankte eben dieser Arnie auf eben diesen Lücke und schon führten wir wieder 2:1. Na also! Das war es jetzt aber dann endlich!

Nein: Kurz vor Schluss fingen wir uns den erneuten Ausgleich durch einen bösen Abwehr-Schnitzer. Verlängerung. Nochmal 30 Minuten in der Gluthitze. Kurz nach Anpfiff dann das 3:2 für Preußen und die Kurve schwenkte vom Supporten in Meckern um. Keiner hatte mehr Bock das Grauen anzusehen. Kein Pass kam mehr an, Sokratis flog vom Platz und die Gastgeber erzielten mühelos das 4:2. Abpfiff - wieder raus in Runde 1. Schnell ging es auf den schattigen Parkplatz um seinen Frust abzulassen. Einiges bekamen die Polizeibeamten ab, einiges die aufgestellten Toilettenhäuschen, aber es half alles nichts. Wir waren wieder draußen. Die Rückfahrt verlief ruhig und ohne Vorkommnisse, außer einem Raststättenbesuch von einem ziemlich fertigen Typen, der ununterbrochen "Münsteraner Frauen - F*cken und Verhauen" brüllte. Na dann. Wir sehen uns Freitag in Dortmund.

Strecke: 310 km
Tore: 0:1 Elia (44.) 1:1 Taylor (54.) 1:2 Füllkrug (67.) 2:2 Taylor (82.). 3:2 Nazarov (96.) 4:2 Taylor (118.)
Anreise: Bus
Zuschauer: 18.000

18.08.12 - FC Oberneuland - Borussia Dortmund

Die lange Durststrecke ohne jegliche Pflichtspiele sollte also endlich ein Ende haben. Einen Tag bevor wir in die richtige Saison starten konnten, empfing der FC Oberneuland den aktuellen Deutschen Meister und Pokalsieger in der ersten Runde im Cup. Da das Spiel im Weserstadion stattfand und man ohnehin an einem Samstag nichts besseres zu tun hat, mussten man dort natürlich dabei sein. Bei ziemlich heißen Temperaturen ging es also chillig auf die Nordtribüne des schönsten Stadions der Erde, um zunächst der Westtribüne zuzuschauen, welche an diesem Tage fest in schwarz-gelber Hand war. Bereits vor dem Spiel gab es dort Gänsehautstimmung - muss man den Dortmundern ja lassen. Was Stimmung bei Auswärtsspielen angeht, macht denen so leicht keiner was vor.

Die Borussen auf dem Rasen wärmten sich größtenteils mit wenig Bewegung im Schatten der Südtribüne auf, während die Oberneuländer bereits den Rasen rauf und runter liefen. Nachdem ich mich mit Wasser (2,70 € - dafür kriegt man eine Kiste!) eindeckte, konnte das Spiel dann auch losgehen. Oberneuland ließ zunächst den Klassenunterschied nicht erkennen und hatte auch die erste Chance des Spiels. Doch man sah schnell: Wenn Dortmund für kleine Augenblicke auf Turbo umschaltete, war für den FCO nichts zu holen: 0:1 nach zehn Minuten durch Marco Reus. Trotz Temperaturen wurde viel gelaufen und kurz vor der Halbzeit erhöhte der BVB auf 0:2. Damit war dann auch schon alles entschieden. Stadionsprecher Stolli übernahm auch hier die Pausenshow, der Großteil der knapp 20.000 Zuschauer suchte jedoch den Schatten im inneren des Stadions. Die zweite Halbzeit musste dann vermehrt unter den knapp 30 Grad leiden: Dortmund machte nur noch das Nötigste - Oberneuland gab alles was es hatte, was aber deutlich zu wenig war.

Perisic konnte noch das 0:3 erzielen, doch mehr passierte nicht mehr im Weserstadion. Alles in allem war es eine nette Vorbereitung für das kommende Werderspiel am Folgetag.

Strecke:/
Tore: 0:1 Reus (10.) 0:2 Blaszczykowksi (38.) 0:3 Perisic (67.)
Anreise:/
Zuschauer: 19325

11.08.12 - Werder Bremen - Aston Villa 3:3

Nach dem furiosen Sieg beim Liga Total! Cup eine Woche zuvor, sollte am Tag der Fans nochmal ein besonders schönes Testspiel stattfinden, gerade für Freunde des englischen Fußballs ein Schmankerl: Aston Villa aus der Premier League gab sich die Ehre! Zum Stadion ging es an diesem Tag in sehr ungewöhnlicher Besetzung, denn die Crew rund um KiNG & J!m befand sich überwiegend im verdienten Sommerurlaub. Dennoch wurde am Stadion die eine oder andere bekannte Hand geschüttelt - irgendwen trifft man ja immer. Vor dem Gang in das Stadion wurden noch einige Karten für das Pokalspiel nächste Woche in Münster an den Mann und die Frau gebracht, was die Vorfeude aufs kommende Wochenende schon wieder ins unermessliche steigen ließ. Wie zu erwarten gab es in der Ostkurve an diesem Tage keinen Support - die aktiven Gruppen blieben dem Spiel weitesgehend fern. Dennoch war das Stadion ganz ordentlich besetzt und klatschte zum Einlauf der Teams artig Beifall. Ohne Arnautovic und Petersen (beide verletzt) ging es in die Partie, die zunächst abwartend startete, aber dann an Tempo gewann. Nach schöner Flanke von Elia konnte "Lücke" wunderbar zum 1:0 einnetzen. Wenig später konnte der englische Nationalspieler Darren Bent jedoch den Ausgleich markieren. Die gut 100 mitgereisten Fans aus Birmingham nahmen es lautstark zur Kenntnis. Noch vor der Pause konnten die Engländer dann das Spiel drehen und mit 1:2 ging es in die Halbzeit. Proteste gegen den neuen Sponsor Wiesenhof hielten sich in Grenzen - schön sieht das Logo auf der Brust dennoch nicht aus. Nach dem Seitenwechsel ging das muntere Spiel weiter: Nach sehr viel Pech (Lattenschuss von Hunt) folgte doch noch der Ausgleich durch einen kuriosen Treffer von Elia - doch nur wenig später schlug der starke Bent erneut zu. 2:3. Nach einem abgefälschten Schuss vom ebenfalls sehr starken de Bruyne konnte jedoch Hunt den versöhnlichen Ausgleich erzielen, was auch den Endstand bedeutete. Drei Tore auf beiden Seiten bedeuteten am Ende also ein munteres Spiel, was für den Anlass wohl das Beste war, was passieren konnte - Viele Tore für die Kiddies und Einmal-Im-Jahr-Stadionbesucher. Für den Auftritt nächste Woche wünscht man sich dann aber doch wieder eine besser stehende Abwehr.. Auf dem Weg nach Hause bekam ich dann noch ein sehr interessantes Gespräch zwischen zwei BSAG Ordnern mit: "Im Sommer sieht man immer erst wieviele Frauen so tättowiert sind". "Man sieht halt erst wenn der Schnee schmilzt, wo die Kacke liegt". In diesem Sinne: Bis Sonntag!

Strecke: /
Zuschauer: 27677
Anreise: /
Tore: 1:0 Füllkrug (11.) 1:1 Bent (16.) 1:2 Clark (23.) 2:2 Elia (52.) 2:3 Bent (69.) 3:3 Hunt (71.)

04.08.12 - Werder Bremen - FC Bayern München 6:4 n.E.

Nachdem die Livespielsaison mit der Partie der Amateure am Vortag eingeläutet wurde, reisten wir nun das erste Mal in dieser Spielzeit zu unseren Profis. Auf dem Programm stand heute der Liga Total Cup in Hamburg - ein mit dem BVB, den Bayern den Gastgebern und uns sehr gut besetzten Vorbereitungsturnier. Unsere Vierergruppe verstrieb sich die Zugfahrt mit merkwürdigen Bildzeitungsartikeln und der üblichen Fachsimpelei über die kommende Saison. Außerdem wurde recherchiert in welcher Mannschaft unser Freund Pascal Adjeapon gerade spielt. Rotenburg? St. Pauli? FC Barcelona? Man weiß es nicht. In Hamburg angekommen flog uns fast der Putz von der Decke entegegen, denn der Christopher Street Day sorgte mit übertriebenen Bässen an der Oberfläche für Aufmerksamkeit. Etwas unwohl fühlten wir uns in der "anders orientierten" Masse und als wir an einem Kiosk beim Bierkauf dann auch noch gefragt wurden: "Seid ihr eigentlich auch schwul?" wussten wir, dass es Zeit wird sich zum Stadion aufzumachen. Nach der S-Bahn fahrt wartete noch der endlose Marsch durch den Volkspark auf uns, den wir aber mit Holsten-Plürre (2€!?) gut überstanden. Nur M. rutschte nach einem missglückten Blasenentleerungsmanöver über einen nicht vorhersehbaren Baumstamm und sorgte dafür, dass sein Trikot bereits vor Anpfiff aussah, als hätte er grade 90 Minuten an der Außenlinie gegrätscht. Nunja, an der Imtech Arena angekommen (Name ändert sich quasi jedes Jahr) wurde dann langsam klar: die Bremer waren heute klar in der Unterzahl. Die HSVer Fraktion war erwartungsgemäß die größte, doch dass auch viel mehr Dortmunder und Bayern als Bremer vor Ort waren, überraschte schon etwas. Kurz nach unserer Ankunft ging auch schon das erste Halbfinale los: Hamburg - Dortmund. Das Spiel entwickelte sich zu einem grausamen Testkick, bei dem nur wenige Torchancen entstanden. Erst als Dortmund mit Lewandowski und Großkreutz ein wenig mehr Qualität aufs Feld brachte, nahmen die gelb-schwarzen endlich mal eine Einladung vom noch viel schwächeren HSV an und netzten zum 1:0 Endstand ein. Dann war es endlich Zeit für unser Team. Unter vielen Pfiffen für Elia vom Hamburger Publikum wurde unsere Startelf vorgestellt, welche sich sehr gut las und Freude auf die Saison brachte. Aber erstmal zum Spiel: Werder zeigte sich wenig beeindruckt vom Champions League Finalteilnehmer, welche auch nahezu in Bestbesetzung antrat. Das Spiel war von der ersten Minute an offen und nach 12 Minuten konnte Petersen bereits gegen seine Ex-Kollegen einnetzen. Leider gelang den Bayern noch vor der Pause der Ausgleich, sodass es nach einer halben Stunde (Spielzeit betrug nur 2x 30 Minuten) unentschieden in die Halbzeit ging. Die Bayern brachten Ribery, wir brachten Füllkrug. Und eben dieser Füllkrug erzielte nach einer Ecke und einem schönen Fehler von Nationaltorwart Neuer doch tatsächlich die erneute Führung. Nun drehte Bayern auf und erspielte sich sehr viel Ballbesitz. Dann kam was kommen musste: Letzte Minute - Tor für den FC Bayern München. Das war doch wieder klar. Nun ging es nahtlos in das Elfmeterschießen über, welches auf das Tor auf unserer Seite ausgetragen wurde. Die ersten vier Schützen versenkten souverän auf beiden Seiten. Dann drosch Schmitz das Leder einfach geradeaus in die Maschen, wonach Ribery an unserem Mielitz scheiterte.

Hat eben bei Tim einiges gelernt in den letzten Jahren. Neuzugang de Bruyne netzte ebenfalls auffällig unaufgeregt ein und dann kam der Auftritt des Bastian Schweinsteiger. Bereits im Finale um die Krone Europas war der gute Herr ja bekanntlich selten tragisch gescheitert und als eben dieser Schweisteiger hier wieder zum Elfmeter antrat, wussten alle im Stadion: Das wird nix. Schweinsteiger läuft an - Mielitz in der richtigen Ecke - Werder im Finale! Den FC Bayern geschlagen. Sehr sehr geil. Zurück ging es also zum Hauptbahnhof in einer S-Bahn-Sauna Deluxe. Nach ausgiebiger Mahlzeit ging es zurück in die Metro zurück nach Bremen. Auf der Fahrt klügelten wir zunächst ein Warnsystem aus um den Schaffner anzukündigen (Alkohol-Verbot) und leerten dann unsere 5.0 Dosen. Als dann besagter Ordnungshüter tatsächlich auf der Matte stand, verkündete KiNG nicht das geplante "Guruguru" sondern ganz unkreativ "Der Schaffner kommt". Die Dose verschwand dennoch in der Büchs - Glück gehabt. Nach einer unendlich erscheinenden Bummelfahrt über alle Dörfer Niedersachsens kamen wir dann in Bremen an - gönnten uns am Hundekampfplatz vor dem Überseemuseum noch n paar Bier und ließen uns von einem kaputten Taximotor nerven. Irgendwann ging es dann mit dem Zug weiter nach Hause. Sehr guter Start in die Saison 12/13!

Strecke: 204,1 km (hin und zurück)
Tore: 1:0 Petersen (14.), 1:1 Shaqiri (27.), 2:1 Füllkrug (43.), 2:2 Kroos (60.). Torschützen Elfmeterschießen: Ekici, Fritz, Schmitz, De Bruyne
Anreise: Zug
Zusschauer 42100

03.08.12 - Werder Bremen II - SV Wilhelmshaven 3:1

Nach einer öden Europameisterschaft, unendlichen Olympiaberichterstattungen und langweiligen Testspielen sollte es endlich endlich endlich rund um das Weserstadion wieder um Punkte gehen. Keine Frage, dass wir beim ersten Pflichtspiel unserer Amas dabei sein mussten und deswegen ging es am frühen Freitagabend bei gutem Wetter zum Platz 11. In der Kneipe konnten wir leider keinen Spieler-Zettel mehr ergattern, sodass wir mit den ganzen Neuzugängen und deren Namen auf uns allein gestellt waren. Namen wie "Obst", "Wurtz" oder "Hahn" blieben aber so schnell im Gedächtnis, dass einem gelungenen Viertligakick nichts mehr im Wege stand. Werder begann gut und konnte sich schnell Chancen heraus spielen. Doch die Bälle flogen regelmäßig eher aus dem Stadion als auf das Tor der Gäste. Doch vor der Pause konnte der super aufgelegte Max Wegner zwei Treffer erzielen, sodass es mit der verdienten Führung in die Halbzeit ging. Nach dem Seitenwechsel bekam Werder es zunächst nicht hin die Entscheidung zu erzielen und lief durch haarsträubende Querpässe in einige Konter, welche die Wilhelmshavener nicht verwerten konnten. Die geschätzten 20 Gästefans machten jedoch gut Stimmung: "Eure Eltern geh'n zum HSV" hieß es dort. Netterweise feuerten sie mit "Hier regiert der SVW" die meiste Zeit gleich beide Mannschaften an - sehr solidarisch. Das Spiel wurde rum Ende hin ruppiger und nicht mehr allzu schön anzusehen. Die Bremer, die mit einigen Spielern mit Erstliga-Erfahrung antraten (Trinks, Hartherz, Kroos) konnten dann doch noch das 3:0 markieren und die Partie entscheiden. Die Gäste kamen zwar noch zum 3:1 und trafen kurz vor Abpfiff noch den Pfosten, aber dennoch ging das Spiel mehr als verdient an uns. Ein guter Auftakt in einer Liga, dessen Regeln den Aufstieg fast unmöglich macht. Mal schauen was diese Saison so geht...

Stecke: /
Zuschauer: 710
Anreise: /
Tore: 1:0 Wegner (33.), 2:0 Wegner (45.), 3:0 Wurtz (77.), 3:1 Alassani (82.)

05.05.12 - Werder Bremen - Schalke 04 2:3

Der Weser-Report titelte in dieser Woche "Das Grauen hat ein Ende". Treffender kann man die aktuelle Situation eigentlich nicht beschreiben, denn zum Saisonabschluss kam der FC Schalke 04 in unser Weser-Stadion. Das Hinspiel ging bekanntlich 0:5 verloren und in der aktuellen Form der Bremer konnte man ein ähnliches Ergebnis erwarten. Durch eine Niederlage von Hannover und Wolfsburg und einem gleichzeitigen Sieg unsererseits konnten wir theoretisch sogar noch in die Europaleague einziehen, doch daran wollte so richtig niemand denken. KiNG war an diesem Tage verhindert, und so ging es in kleinerer Besetzung ins Stadion. Dort gab es als Intro dann erstmal eine schöne Choreo zur Erhaltung unseres Stadionnamens. Absolut gute Aktion!
Dann kam es zum tränenreichen Abschied derjenigen Spieler, die das schönste Trikot der Welt im nächsten Jahr leider nicht mehr tragen dürfen:
Tim Wiese zieht es sportlich sicherlich unverständlich nach Hoffenheim. Doch durch die vielen Jahre, die er mit uns verbracht und definitiv zum Erfolg des Teams beigetragen hat bleibt nur zu sagen: DANKE TIM!
Tim Borowski bekommt vom Verein keinen neuen Vertrag, bekam jedoch seinen letzten Einsatz in der Startformation, nachdem er acht Monate verletzt gefehlt hatte. Es ist Zeit für dich zu gehen Boro, aber danke für das Double 2004!
Lennart Thy sucht in der Ferne eine neue Herausforderung, dafür alles Gute!
Marko Marin spielt ab der nächsten Spielzeit beim Chelsea FC - dafür natürlich viel Erfolg, auch wenn ich bezweifle, dass er sich dort durchsetzen wird. Die Premier League ist ein heißes Pflaster mein Junge.
Ja und zu guter letzt wäre da noch Markus Rosenberg, zu dem ich immer eine besondere Beziehung hatte, denn Rosi war in meinen Augen immer ein Top-Stürmer. Aber wie oft musste man sich in den vergangenen Jahren an den Kopf packen.. "Wie kann er DEN denn nicht machen??". Ja, leider viel zu oft. Deswegen ist es wohl letztlich die richtige Entscheidung ihn ziehen zu lassen, definitiv muss aber ein guter bis sehr guter Ersatz her.
Deshalb:
Das Spiel verlief eigentlich wie jedes Spiel in dieser Saison. Werder kombiniert nicht schlecht, macht die Tore aber nicht rein, stellt an Ecken zwei Spieler zum Ball und läuft direkt danach in einen Konter, der zum Gegentor führt. Erschreckend wie berechnend dies wieder und wieder so passierte. So war es kein Wunder, dass Schalke auch auf diese Weise wieder das 1:0 erzielte. Doch noch vor der Pause kamen wir zum Ausgleich durch Pizarro und zusätzlich führt Lautern auf einmal in Hannover. Europapokal?
Aber nein, Schalke hatte ja noch ihren Huntelaar mitgebracht, welcher in der zweiten Halbzeit uns unmissverständlich demonstrierte, wer dieses Jahr die Torjägerkanone mit nach Hause nimmt. 1:2, 1:3. Wie immer eben. Zwar kam Werder durch Pizarro noch zum (durchaus verdienten) Anschlusstreffer, doch dann war es auch schon vorbei und die letzte Heimniederlage war besiegelt. Man kann den Titel der Zeitung eigentlich nur wiederholen: "Das Grauen hat ein Ende." Auf eine bessere Saison.

Strecke: /
Zuschauer: 42100
Anreise: /
Tore: 0:1 Draxler (30.), 1:1 Pizarro (41.), 1:2 Huntelaar (65.), 1:3 Huntelaar (74.), 2:3 Pizarro (84.)

28.04.12 - VfL Wolfsburg - Werder Bremen 3:1

Da war es also: Das Endspiel um Europa. Die Bremer spielten die schlechteste Rückrunde der Vereinsgeschichte mit sieben Spielen in Folge ohne Sieg - eigentlich beachtlich, dass die Europa League theoretisch immernoch in Reichweite war. Die Reise zum letzten Auswärtsspiel der Saison wurde mit dem Bus angetreten - Doppeldecker versteht sich: Elite sitzt unten, der Pöbel rastet oben aus. So muss das! Bereits an der ersten Raststätte bahnte sich an: Der Sommer kommt! Denn wenn es im Bus um ein vielfaches kühler ist als draußen, kann das nichts anderes bedeuten. Egal, die Kiste wurde geleert und in Wolfsburg angekommen wurde erstmal auf dem Deich gechillt, Burger gegessen und die Sonne genossen. Nach der Einlasskontrolle dann nahmen wir unsere Plätze ein (zum Glück im Schatten) und machten die Mannschaft zum Einlauf ordentlich mit Pyroeinsatz im wahrsten Sinne des Wortes "heiß" auf das Spiel.
Die Stimmung war also gut und die Kurve gab trotz RV Auflösung in der vorherigen Woche ordentlich Gas. Wolfsburg hatte zwar bereits nach acht Sekunden (!!) die erste Top-Chance doch auch Werder erspielte sich Möglichkeiten, welche jedoch wieder kläglich vergeben wurden. Und so kam es dann, dass der gute alte Salihamidzic, bei dem man sich immer wieder aufs neue wundert, dass dieser Mensch noch lebt, das 1:0 kurz vor der Pause erzielen konnte. Doch die Kurve glaubte weiter an den Sieg und das "Europapokaaaal" wurde lauter.
Und wir wurden erhört: Noch vor der Pause kam Rosenberg endlich zum Kopfball und markierte den Ausgleich. Genial! Leider war nach dem Seitenwechsel die Euphorie schnell verflogen, denn Wolfsburg machte uns vor, wie man mit Chancen umgehen sollte: 2:1 Helmes, 3:1 Helmes und vorbei war es. Der Traum von Europa. Zugegeben es ist unter (zu vielen) Umständen immernoch möglich, aber jeder mit einem Funken Verstand weiß: Kein Europa nächste Saison. Mal wieder. Die Rückfahrt wurde Frustsaufen getrieben aber so wirklich Spaß hatte niemand mehr. Schade - Saison abhaken, Schalke wegputzen nächste Woche und in der folgenden Saison endlich wieder durchstarten!!

Strecke: 402,36 km (hin und zurück)
Zuschauer: 30000
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Salihamidzic (40.), 1:1 Rosenberg (45.) 2:1 Helmes (66.) 3:1 Helmes (89.)


21.04.12 - Werder Bremen - Bayern München 1:2

Werder Bremen gegen Bayern München. Was in den vergangenen Jahren als Nord-Süd Gipfel oftmals als entscheidenes Spiel um die Meisterschaft gehandelt wurde, verlor in dieser Saison jegliche Brisanz. Die Vorzeichen waren die folgenden: Bayern lag in der Meisterschaft hoffnungslos hinter dem BVB zurück, erspielte jedoch im Champions League Halbfinal-Hinspiel ein gutes 2:1 gegen Real Madrid. Werder spielte noch immer verzeifelt um die Europaleague-Plätze und brauchte unbedingt den Sieg. Es bahnte sich also bereits Tage zuvor die Tatsache an, dass Bayern hier nur mit einer guten B-Elf antreten würde. Doch durch Verletzungen und Sperren einiger Leistungsträger konnte man die grün-weiße Mannschaft ebenfalls nicht als die stärkte bezeichnen.
Aber fangen wir weiter vorne an: In Bremen herrscht zurzeit Wechsel-Unruhe. Leider wollen da nicht "irgendwelche" Spieler wechseln, sondern Leistungsträger. Allen voran ist da Tim Wiese, der immer wieder beteuert nächstes Jahr international spielen zu wollen und im Gegenzug mit Hoffenheim in Verbindung gebracht wird - na dann. Ebenfalls über einen Abgang denkt Claudio Pizarro nach, welcher (wie passend) wohl zu unserem heutigen Gast wechseln wird.
Trotz dem Fakt, dass es sich bei diesem Spiel nur im ein ödes Pflichprogramm zwischen der glanzvollen Champions League handelte, waren erstaunlich viele Bayernfans dabei - viele wohl auch aus Norddeutschland angereist, vermute ich. Auf der Rechtsverteidigerposition gab es bei uns dann aber trotzdem noch eine Überraschung: Stevanovic sollte anfangen. Welcher von beiden? Keine Ahnung - sehen doch eh alle gleich aus.
Die Bayernbank las sich beeidruckend: Robben, Ribery, Gomez, Kroos... Wer hat, der kann. Auf Bremer Seite gab es noch eine kleine Choreo gegen die Farbe Orange in unserem Trikot. Hierzu wurde ein Trikot in der kritisierten Farbe über die Kurve gezogen und zerissen, woraufhin ein eigener Vorschlag für ein Vereinsshirt gezeigt wurde - nette Aktion.
So nu' aber zum Spiel: Werder zeigte beeindruckenden Willen und Mut zum Tor, konnte aber beste Chancen nicht nutzen. Gerade Pizarro schien mit dem Kopf schon weit weg aus Bremen zu sein. So ging die zerfahrene Partie mit 0:0 in die Pause, womit man durchaus zufrieden sein konnte. Als dann nach dem Seitenwechsel Naldo das Ding nach einer Ecke doch tatsächlich versenkte, gab es kein halten mehr: Europapokal! Nunja, die Bayernbank begann sich bedrohlich engagiert warmzulaufen und so kam was kommen musste: Ribery für Olic, Kroos für Pranjic und Gomez für Petersen. Und schon war es ein anderes Spiel: Naldo wurde kurzerhand durch ein Eigentor zur tragischen Figur und kurz vor Schluss bewies Ribery seine Klasse und machte die Sache klar. 1:2. Selten so sehr geärgert über dieses Bayernglück in letzter Minute. Hoffentlich wird unser geliebter Mesut den Bayern einige Tore einschenken wenn es am Mittwoch zum Rückspiel kommt. Uns bleibt nur noch ein Funken Hoffnung auf die Europaleague. Wir sind abhängig von Hannover und müssen zeitgleich beide Spiele gegen Wob und $04 gewinnen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Strecke: /
Zuschauer: 42300
Anreise: /
Tore: 1:0 Naldo (51.) 1:1 Naldo ET (75.) 1:2 Ribery (90.)

10.04.12 - Werder Bremen - Bor. M'Gladbach 2:2

Nach einem lustlosen Auftritt in Köln, bei dem wieder einmal nur ein Punkt heraussprang, sollten für die Bremer die Wochen der Wahrheit beginnen, denn das Restprogramm sah alles andere als einfach aus. Um in die heiße Phase der Saison zu starten, sollte das Überraschungsteam aus Gladbach den Weg ins Bremer Weserstadion finden - dieses mal an einem Dienstagabend, was ein Flutlichspiel bedeutete. Direkt vom 80. Geburtstag von Omma ging es bereits gut angeheitert mal wieder mit der guten alten Straßenbahn zum Osterdeich. Dort angekommen wurden noch ein paar Karten verteilt und ordentlich geschnackt, ehe es dann rein ging. Kurz vor Anpfiff dann die bittere Wahrheit, dass Marco Reus trotz anderer Meldungen doch gegen uns spielen konnte - der Beste Mann der Gladbacher stand also auf dem Feld. Egal - die Choreo vom UTB anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens sah dennoch sehr gelungen aus:Hinein ging es also ins Spiel, welches ein denkwürdiges werden sollte. Alles begann mit wahnsinnig schnell kombinierenden Gladbachern, die fahrlässig ihre Chancen liegen ließen und eigentlich schon 2:0 hätten in Führung gehen müssen. Und so war es Rosenberg, der nach einem schnellen Konter das 1:0 für die Bremer markieren konnte. Absolut genial. Doch es folgte eine sehr unglückliche rote Karte für Boenisch, der nach langer Pause wieder in der Startformation stand, doch die Führung konnte in die Halbzeit gerettet werden.Doch nach dem Seitenwechsel machte sich die Unterzahl bemerkbar. Durch gut platzierte Konter konnten die Gladbacher zunächst den Ausgleich und wenig später auch das 1:2 erzielen. Doch Werder tat das, was man lange nicht von ihnen gesehen hatte: Sie zeigten Kampfgeist. Die Bälle wurden nicht leicht aufgegeben und Chancen wurden weiter herausgespielt, die der schwache Pizarro jedoch nicht verwerten konnte. Und so mussten wir auf eine Standartsituation warten und in der 74. war es dann soweit: Naldo per Kopf zum 2:2. Absolutes Ausrasten. KiNG griff in den Bierbecher vom Vordermann und bewässerte den halben Block aber egal - es war wieder alles offen. Kurz vor Ende drohte unser Herz noch einmal dem Stillstand nah zu sein: Der eingewechselte Gladbacher Ring haut das Ding gegen die Querlatte. Doch dann: Abpfiff. Mit sehr viel Aufwand und Kampf erringt Werder also einen weiteren Punkt für Europa. Sehr unterhaltsamer Abend.

Strecke: /
Zuschauer: 42500
Anreise: /
Tore: 1:0 Rosenberg (18.), 1:1 Hanke (52.), 1:2 Hanke (66.), 2:2 Naldo (74.)

31.03.12 - Werder Bremen - FSV Mainz 05 0:3

So, nu' aber! Nach dem enttäuschenden 1:1 in der Vorwoche stand das zweite Heimspiel der Serie an und das Bremer Publikum gab Werder eine weitere Chance alles wieder gut zu machen, nämlich mit einem Sieg gegen die Mainzer. Der FSV spielte eine durchschnittliche Saison: Zu gut für den Abstiegskampf, zu schlecht für Europa. Dennoch musste man Respekt vor der Tuchel - Truppe haben, denn immerhin hatten sie Ex-Werder Stürmer Zidane mit an Bord. Dieser stand jedoch zum Überraschen vieler nicht einmal in der Anfangsformation. In der Ostkurve konnte man dafür seit langer Zeit mal wieder eine Choreo bestaunen, dieses mal zu Ehren unseres Keepers, der doch bitte an der Weser bleiben soll:Um es vorwegzunehmen: Das war es dann auch mit dem staunen. Obwohl, man hätte vieles bestaunen können: Desolates Abwehrverhalten, Leichtsinn und Arroganz zum Beispiel. Werder blamierte sich in diesem Spiel erneut bis auf die Knochen 0:1 in der 19. Minute, 0:2 kurz nach der Pause und ja, das 0:3 ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Das Stadion leerte sich wahnsinnig schnell. Es wurde gepfiffen, gepöbelt und geschmissen, das ungeduldige Publikum hatte die Schnauze voll. Die Niederlage bedeutete Platz 8 am Ende dieses Spieltages. Nach langer Zeit war Werder auf den harten Boden der Tatsachen und der Tabelle abgesunken. Na, wach gerüttelt meine Herren in grün? Besser machen am Samstag in Köln! Es wird Zeit.

Strecke: /
Zuschauer: 40132
Anreise: /
Tore: 0:1 Szalai (19.), 0:2 Choupo-Moting (48.), 0:3 Choupo-Moting (75.)

24.03.12 - Werder Bremen - FC Augsburg 1:1

Es standen zwei Heimspiele nacheinander an und es war eigentlich nur die Frage zu beantworten wieviele Tore wir für die 6 Punkte wohl brauchen würden, denn alle wussten: Nach Augsburg, Mainz und Köln kommen nur noch dicke Brocken. Und so ging es mit sehr viel Zuversicht ins Stadion gegen einen Gast, gegen den man so wirklich gar nichts haben kann. Eigentlich sind die Jungs aus Augsburg doch ganz sympatisch - versuchen sie sich doch mit aller Kraft gerade im Fußball-Oberhaus zu etablieren. Doch Werder tat sich wie so oft in letzter Zeit unglaublich schwer. Der Einsatz stimmte bei den wenigsten (Sokratis!) und irgendwie wollte kein Pass so wirklich dahin, wohin er adressiert war. Und doch, fragt mich nicht wie, gingen wir in Führung - ausgerechnet durch den ach so glücklosen Füllkrug unserer Amas. Genial. Und Werder spielte das ganze eigentlich ruhig und besonnen zuende, bis nunja, die 90. Minute anbrach: Der Augsburger Keeper Simon Jentzsch war, wie durchaus üblich, bei der letzten Standartsituation mit nach vorne geeilt. Unüblich jedoch, dass Jentzsch wenig später durch eine Schwalbe einen erneuten Freistoß herausholte, welcher dann natürlich postwendent im Bremer Tor untergebracht wurde. 1:1. Das Spiel wurde glaube ich gar nicht mehr angepfiffen. Absoluter Schockmoment. So wird das nichts mehr mit Platz 7, meine Freunde.

Strecke: /
Zuschauer: 40208
Anreise: /
Tore: 1:0 Füllkrug (63.), 1:1 Verhaegh (92.)

17.03.12 - Borussia Dortmund - Werder Bremen 1:0

Fahr' ma' auswärts! Was ich diese Saison etwas vernachlässigt hatte, wurde nun endlich wieder nachgeholt, denn es stand ne gute Tour nach Dortmund an. Das Spiel beim Deutschen Meister musste Werder zwar mit einer Rumpf-Truppe bestreiten (unter anderem fehlten Wiese, Pizarro und Marin), doch trotzdem war die Stimmung im Bus ausgezeichnet. In Dortmund schmuggelten wir uns in den Borussen Biergarten und saßen noch einige Zeit ikognito zwischen den gelb-schwarzen. Ganz unauffällig versteht sich. Wenig später ging es dann ins immer wieder aufs neue beeindruckende Westfalenstadion (nicht schön, aber sehr sehr groß). Auf den Döner wurde wegen der verdammten Kartenzahlung verzichtet. WARUM KARTENZAHLUNG FÜR AUSWÄRTSFANS? Naja jedenfalls nahmen wir dann relativ rasch unsere Plätze in der ersten Reihe ein und warteten auf das, was da so kommen mochte.Und als der Rauch von unserem Intro gerade so verzogen war, da hieß es auch schon 1:0 für die gelbe Wand und wir waren uns alle einig: Das gibt heute ne richtige Klatsche. Aber dem war nicht so, denn die jungen Bremer kämpften und das gefiel. Dortmund war phasenweise sogar ziemlich überfordert mit dem Einsatz der Bremer, doch der Deutsche Meister spielte das Ding letztlich verdient und abgeklärt nach hause, sodass für uns wieder einmal kein Punkt in der Ferne heraussprang. Rückfahrt - Bett - Kein Europa?

Strecke: 398,54 km
Zuschauer: 80720
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Kagawa (8.)

11.03.12 - Werder Bremen - Hannover 96 3:0

In dieser Saison ist auswärts der Wurm drin. Der Derbysieg in Hamburg war einer der sehr sehr wenigen guten Aufritte in dieser Spielzeit, denn auch bei der abstiegsbedrohten Hertha gingen die Werderander mit 0:1 baden. Doch eine Woche später sollte es dann wieder bergauf gehen: Mit Hannover kam genau der Gegner ins Bremer Weserstadion, den Werder gebrauchen konnte. Eine Mittelklassemannschaft, müde vom Europapokal. Dennoch verstand es die Kurve natürlich, ein freundliches "In Europa kennt euch keine Sau" in den Westen zu schicken. Zum Einlauf gab es zusätzlich noch ein schönes Zitat von Karl Marx aufs Auge gedrückt:Und los ging es ins kleine Derby, in dem wir noch vor der Pause durch Pizarro in Führung gingen. Der nach seiner schweren Gesichtsverletzung wieder genesene Sebastian Prödl erhöhte nach der Pause sogar auf 2:0 und, man mag es kaum glauben, auch der Fußballgott Markus Rosenberg kam noch zu seinem Tor zum 3:0 Endstand. Europa, wir kommen.

Strecke: /
Zuschauer: 41500
Anreise: /
Tore: 1:0 Pizarro (31.), 2:0 Prödl (49.), 3:0 Rosenberg (56.)

25.02.12 - Werder Bremen - 1. FC Nürnberg 0:1

Da war es wieder - dieses schöne Gefühl nach einem Derbysieg sich wieder in Richtung Stadion aufzumachen. Es fühlt sich an, als sei man unbesiegbar und eigentlich war es auch egal wie das heutige Spiel ausgeht. Nunja, nicht ganz denn unsere grün-weißen machen sich ja weiterhin Hoffnungen auf die Europa-Startplätze. Und wer dort hin will, muss nun eben auch nicht nur den HSV schlagen, sondern auch, wie an diesem Tage, die Nürnberger. Dennoch war der Sieg in der vorherigen Woche noch in den Köpfen:Doch Bremen tat sich irgendwie schwer in den Anfangsminuten, zwar waren wir mit einer recht ordentlichen Elf angetreten, aber die Nürnberger verstanden es Pizarro komplett aus dem Spiel zu nehmen und nahmen uns dadurch jegliche Gefahr im Angriff. Das Spiel war lange Zeit langweilig und dann waren es auch noch die Gäste, die die Führung markierten. Durch den einzigen gut durchgeführten Angriff der Gäste gingen wir in Rückstand. Die folgenden Wechsel brachten leider nichts mehr ein, sodass wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt wurden. Egal. Derbysieger!!

Strecke: /
Zuschauer: 40204
Anreise: /
Tore: 0:1 Esswein (65.)

18.02.12 - Ewige Loser - Derbysieger 1:3

Da war es also wieder: Das Nordderby. Zum ich weiß nicht wievielten Mal ging es also erneut die A1 richtung Norden - Verbotene Stadt hieß das Ziel. Am frühen Morgen hatte sich eine kleine Gruppe bereits in der Kneipe eingefunden um zu fachsimpeln und nicht zuletzt ein paar Bier vorzuarbeiten. Die Gruppe wurde auf dem Weg zum Stadion dann immer größer, sodass am Ende der untere Teil des Doppeldeckers komplett aus Arbergern und Mahndorfern bestand - sehr cool. Die Fahrt verlief erwartungsgemäß ohne nennenswerte Vorfälle, außer kleineren Pöbeleien gegen H?V Busse an Raststätten. Der ganz normale Derbywahnsinn eben. Am Stadion gings dann zunächst zur bewährten Wurstbude, ehe wir mit dem Bremer Mob dann zurück zum Stadion gingen. Eher unfreiwillig, denn die Polizei entschied kurzerhand, dass wir ja zum ach so schlimmen Pöbelanhang dazugehörten, sodass wir unsere Wurst woanders essen sollten - na denn. Im Stadion konzentrierten sich dann alle hauptsächlich die Choreo vorzubereiten und nicht zu erfrieren, da der kalte Wind uns genau in den Nacken wehte.Zum Einlauf der Teams gab es auf Seiten der Hamburger eine große Choreo, jedoch war ich bisher zu faul herauszufinden, was das Spruchband zu bedeuten hatte. Kann aber sicherlich nicht sonderlich intelligent gewesen sein. Auf unserer Seite eine gut durchgeführte "Glitzer"-Choreo:Zum Spiel: Es begann, wie ein Derby nicht besser beginnen kann, nämlich mit einem Tor für grün und weiß. Marin drischt den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen und der Block dreht durch.Von dort an war das Spiel von Kampf betont - Derby eben. Auch brachte es irgendein Hamburger fertig, einen Becher + Feuerzeug ans Bein von Marin zu werfen - Vorfall wurde im Spielbericht notiert, Strafe wird (hoffentlich) folgen. Kurz vor der Pause dann die folgerichtige Reaktion der Bremer: 0:2 - Trybull - was ein Fest. Die Halbzeit wurde hauptsächlich mit Witzen über Hamburger im Nebenblock verbracht, sowie die unkompetente Pausenshow von Lotto King Karl belächelt. Nach dem Seitenwechsel kamen die Hamburger dann stärker aus der Kabine und erspielten sich gute Chancen. Das 1:2 durch Petric machte die ganze Sache dann nochmal zu einer Zitterpartie. Doch ein wahnsinniger Abwehrfehler des H?V schenkte Arnautovic seinen Jokertreffer und uns die drei Punkte. Wahnsinn. Nachdem auf dem Busparkplatz noch ordentlich gepöbelt wurde, ging es durch den verstopften Elbtunnel Richtung Heimat. Geht der Weg auch bald wieder nach Europa?

Strecke: 240,78 km
Zuschauer: 56553 (NICHT AUSVERKAUFT - vielleicht mal Ticketpreise hinterfragen!?)
Anreise: Bus
Tore: 0:1 Marin (9.) 0:2 Trybull (45.), 1:2 Petric (76.) 1:3 Arnautovic (87.)

11.02.12 - Werder Bremen - TSG Hoffenheim 1:1

Die letzten Tage des heutigen Gastes TSG Hoffenheim waren ereignisreich: Zunächst schied man gegen Zweitligist Fürth im DFB Pokal aus und trennte sich wenig später von Holger Stanislawski - um dann den ebenfalls frisch gefeuerten Markus Babbel zu verpflichten. Das Trainerkarussel dreht sich also fleißig weiter. Wer da nicht jeden Tag die News verfolgt steigt da schon bald nicht mehr durch. Ob das alles so sein muss? Nungut wir als Bremer kennen dieses Problem nicht - zum Glück. Mich würde das persönlich wahnsinnig aufregen. Aber zurück zum Thema: Am Stadion angekommen kauften wir uns die Mützen für das anstehende Derby nächste Woche in Hamburg und fanden im Stadion doch tatsächlich einen Stand, an dem es noch Bratkartoffeln hab! KiNGs Augen glänzen heute noch vom Anblick, dass dort auch noch Backfisch zu finden war. Gut gestärkt ging es dann auf die üblichen Plätze. Ohne Pizarro ging es in dieses Spiel, in welchem zudem Junucovic sein (wie ich finde ordentliches) Heimdebüt gab. Alles andere als gut war an diesem Tag jedoch unser schweizer Freund Affolter, welcher mit Fehlpässen ein ständiger Unsicherheitsfaktor war. Wirklich schlimm anzusehen. So war es auch kein Wunder, dass die Bremer (mal wieder) nach vier Minuten hinten lagen. Das Spiel war alles andere als schön und von Kampf geprägt. Hoffenheim schien irgendwie selbst davon überrascht zu sein, dass man hier so schnell in Führung gegangen war. Zur Halbzeit gab es ein saftiges Pfeifkonzert. Zurecht? Nein. Nach dem Wechsel kam Marin für Ekici und brachte Leben in die Bude, die Chancen konnten die Angreifer jedoch alle nicht verwerten. Als die ersten schon gingen erzielte Arnautovic dann letztlich noch den verdienten Ausgleich und wir gingen erneut mit einem Unentschieden nach Hause. Ja wir haben nicht verloren, aber so laaangsam darf es dann doch wieder ein Sieg sein. Und was kommt da mehr gelegen als ein Spiel gegen den HSV am nächsten Wochenende? DERBYSIEG. JETZT.

PS: Wer Fotos vom Gästeblock vermisst, der möge sich erinnern, dass wir gegen den wohl traditionslosesten und falschesten Club der Liga gespielt haben.

Strecke: /
Zuschauer: 39179
Anreise: /
Tore: 0:1 Vestergaard (4.), 1:1 Arnautovic (90.)

05.11.12 - Werder Bremen II - 1. FC Saarbrücken 2:2

Ob man den weiten Weg nach Freiburg angetreten wäre, wenn die DFL nicht mal wieder Fannähe gezeigt und das weiteste Auswärtsspiel auf einen Sonntag gelegt hätte - man weiß es nicht. So hatte man wenigstens eine gute Ausrede. UND ein gutes Alternativprogramm gab es ja, denn die Amateure hatten ein Heimspiel. Zu Gast war Saarbrücken, die sich noch einige Hoffnungen auf die zweite Liga machen. Also hieß es erneut: auf zur Pommesbude am Platz 11, wo an diesem Tag leider keine Prominenz zu finden war. Der Gästeblock war zur Abwechslung mal wieder ordentlich gefüllt, zumindest 100 - 150 Saarbrücker hatten die weite Reise angetreten und lieferten einen guten Support ab. Doch, man traute seinen Augen kaum: Werder machte das Spiel und hatte wahnsinnige Chancen. Nach 13 Minuten dann das 1:0 durch Felix Kroos. Nur vier Minuten später gibt es ein Handspiel im Strafraum der Gäste: Elfmeter - Felix Kroos - 2:0. Hätte niemand mit gerechnet. Und Werder spielte weiter nach vorne und ließ durch Wegner zu viele Möglichkeiten ungenutzt. Die Halbzeit näherte sich und Ersatzspieler Wurtz aus Saarbrücken fing an sich warmzulaufen. Lustige Situation: Die Zuschauer labern ihn gewohnt mit Sprüchen "Du bist nur Auswechselspieler" zu und Wurtz antwortet nur ganz gelassen: "Ließ mal den Kicker, nächste Saison spiel ich bei euch, Depp." Ein sehr amüsantes Ende des Durchgangs. Da ich das Spiel der ersten Mannschaft zumindest am Bildschirm verfolgen wollte, verließ ich den Platz 11. Und konnte nur im Liveticker verfolgen, wie die Amateure doch tasächlich das Spiel wieder aus der Hand gaben und es am Ende 2:2 hieß. Ich weiß echt nicht wie das noch passieren konnte bei dieser Überlegenheit. Nungut auch die erste Mannschaft kam beim Tabellenletzten nicht über ein Unentschieden hinaus. Kein erfolgreiches Wochenende also. Mal wieder.

Strecke: /
Zuschauer: 347
Anreise: /
Tore: 1:0 Kroos (13.), 2:0 Kroos (17. HE), 2:1 Eggert (62.), 2:2 Sieger (70.)

28.01.12 - Werder Bremen - Bayer Leverkusen 1:1

Ende Januar sollte also auch die Winterpause in Bremen zuende gehen - als Gast kam die Werkself aus Leverkusen, welche zurzeit unsere härtesten Konkurrenten um den von uns gebunkerten Platz fünf darstellen und in zwei Wochen in der Königsklasse gegen den FC Barcelona spielen müssen.. KiNG vertrat den TV Arbergen bei den Hallenmasters, deswegen ging es zunächst mit B. richtung Stadion, natürlich nicht ohne vorher noch R. abzuholen, nachdem er nach gefühlten drei Stunden auch seine Mütze finden konnte und wir via Park and Ride zum Osterdeich aufbrechen konnten. Vor Ort wechselten noch einige Karten den Besitzer - ansonsten wurde vorm OKS rumgechillt. Im Stadion hatte ich dann das unfassbar großartige Glück hinter einer Gruppe Faschos zu stehen, welche die Rede zum Gedenktag zum Holocaust, welche mit den Worten "Rassismus hat in dieser Gesellschaft keinen Platz" mit den Worten "Mollukken und Shisha-Bars haben hier auch keinen Platz" kommentierten. Super Menschen. Platzwechsel.In der Aufstellung gab es einige Veränderungen. Hartherz feierte sein Debüt auf der linken Abwehrseite, Trybull agierte erneut im Mittelfeld und Debütant Affolter spielte zusammen mit Sokratis in der Innenverteidigung. Das Abwehrduo strahlte von Beginn an sehr viel Ruhe aus und machten ihren Job an diesem Tag wirklich sehr überzeugend. Kompliment. Das Spiel war überwiegend hektisch und von Kampf geprägt, doch vor der Pause konnte Pizarro (wer sonst) uns in Führung schießen. Nach der Pause kamen die Gäste durch einen Fehler von Wiese dann zum Ausgleich. Spätestens als mit Füllkrug der vierte Amateur aufs Feld spurtete musste man sich fragen: Welche Mannschaft spielt eigentlich grade in Burghausen? Auch Wesley (mit Haarverlängerung??) kam noch zu seinem Einsatz, doch am Endgergebnis endete sich nichts mehr.Positiv gesehen sind wir 2012 noch ungeschlagen und haben den fünften Platz verteidigt. Negativ gesehen, sind wir 2012 noch sieglos und verlieren nun endgültig den Anschluss an Platz vier und damit die Chance auf die Champions League. Aber die Saison ist noch lang, also: drei Punkte in Freiburg holen!!

Strecke: /
Zuschauer: 40100
Anreise: /
Tore: 1:0 Pizarro (29.), 1:1 Reinhartz (57.)

24.01.12 - Werder Bremen II - SV Wehen Wiesbaden 1:1

Es ist erneut eine schlechte Saison, die unsere Amateure in diesem Jahr spielen. Wieder ist man letzter in der Tabelle der dritten Liga - gefühlt ist man das schon die letzten fünf Jahre. Aber durch Glück, Kampf und Lizenz-Probleme anderer Vereine sind unsere Amas einfach nicht abgestiegen. An diesem Dienstagabend sollte also das Nachholspiel gegen die Jungs aus Wiesbaden steigen, was eine willkommende Gelegenheit darstellte, mal wieder zum Platz 11 zu fahren. KiNG fiel leider krankheitsbedingt aus, musste J!m eben alleine fahren. Die Mitglieder - Freikarte wurde am Kassenhäuschen abgeholt (immernoch feine Sache, dass es das noch gibt) und die erste Prominez in Form von Claus-Dieter Wollitz zeigte sich - sehr interessiert an der Currywurstbude diskutierend mit unserem geliebten Wolfgang Rolff. Relativ früh nach meinem Eintreffen begann das Spiel - interessanter war jedoch zunächst dem Fanclub "Panther Stade" dabei zuzusehen, wie sie ihre Fahne aufhingen. Nicht ganz grade, aber naja. Handgezählte fünfzehn unerschrockene Fans aus Wiesbaden hatten es sich zudem nicht nehmen lassen, ihr Team auch an diesem kalten Nachholtermin zu unterstützen, wenn auch wenig einfallsreich. Ihr seht: Das drumherum war um einiges spannender als das Geschehen auf dem Platz, was teilweise wirklich gruselig war. Bremen beschränkte sich auf das Zerstören von nicht vorhandener Spielkultur auf Seiten der Gäste. Doch kurz vor der Halbzeit bekam Werder dann doch tatsächlich einen Elfmeter geschenkt, welchen Gurski jedoch glänzend an die Latte lenkte. Halbzeit. Der Stadion DJ spielte wie immer die Bravo Hits von 1995 und der Regen meinte es erneut nicht gut mit den knapp 400 Zusschauern. Nach der Pause gingen die Gäste dann durch einen Fehler von Vander in Führung, doch Füllkrug stellte wenig später mit seinem treffer unter Beweis, dass er zurecht Ansprüche auf die erste Mannschaft hat. Unentschieden hieß es also am Ende - Ein Ergebnis, das Werder nicht wirklich weiter hilft im Abstiegskampf. Aber wer weiß, wie die Amas sich dieses Jahr wieder retten... Werder Amateure! Ey Alter, ich schwöre!

Strecke: /
Zuschauer: 397
Anreise: /
Tore: 0:1 Janjic (48.), 1:1 Füllkrug (57.)