19.12.10 - Amateur Hallenturnier

Ich habe keine Lust meine eigenen Eindrücke zu schildern, deswegen poste ich hier einfach die offizielle Stellungnahme der Ultragruppen:

Wie bereits in den Jahren zuvor waren auch in diesem Jahr wieder mehrere hundert Ultras zur Unterstützung des SV Werder Bremen in die Bremer Stadthalle gekommen. Ein großer Teil der Fanszene des SV Werder bzw. der an diesem Tag anwesenden Personen ist seit mehreren Jahren für sein soziales und antirassistisches Engagement bekannt. Zu nennen sei an dieser Stelle beispielhaft die Tätigkeit der “Antidiskriminierungs-AG”, die neben weiteren Auszeichnungen mit dem Julius-Hirsch-Preis für ihre Aktivitäten geehrt wurde.

Das Turnier wurde in diesem Jahr ebenfalls von einer Gruppe rund um die „Farge Ultras“ besucht. Diese Gruppe unterstützt die Mannschaft des TSV Farge-Rekum, welche allerdings nicht bei diesem Turnier vertreten war. Bereits in der Vergangenheit gab es Bedrohungen seitens dieser Gruppe auf junge, antifaschistische Ultras des SV Werder. Die “Farge Ultras” stehen ebenfalls in Kontakt mit der Hooligan-Gruppierung „Nordsturm Brema” (NSHB), deren Mitglieder unter anderem an einem politisch motivierten Überfall auf Gäste einer Feier von antirassistischen Ultras im Ostkurvensaal (20.01.2007) beteiligt waren.

An diesem Tag fiel die Gruppe um die “Farge Ultras” vorerst nur durch das Tragen der Marke „Thor Steinar“ auf, welche aus neonazistischen Kreisen stammt und diese wiederum durch die erzielten Gewinne fördert. Im weiteren Verlauf brüllten sie rechte Parolen, z.B. „Hasta la vista, Antifascista“.

Im Rahmen des zweiten Spiels der Mannschaft des SV Werder begab sich die Gruppe um die “Farge Ultras” in die Nähe des Blocks, in dem sich die Fanszene des SV Werder gesammelt hatte. Es kam zu ersten verbalen Entgleisungen und Becher-Würfen in Richtung des Fanblocks. Unmittelbar darauf folgte der erste körperliche Übergriff von Seiten der Neonazis, woraufhin die Fanszene sich wehrte und versuchte, die Angreifenden zurückzudrängen. Zu diesem Zeitpunkt trafen auch einige Ordner_innen der Firma „Elko & Werder-Security“ in dem Bereich ein, nach eigener Aussage um “zu schlichten”. Diese Intention war zumindest nicht bei allen Ordner_innen erkennbar. Vielmehr wurde durch die Aussage eines Ordners, dass “es heute auf’s Maul gibt, ihr Antifa-Fotzen” deutlich, auf welcher Seite ein Teil des Ordnungsdienstes an diesem Tage stand. Auffällig auch, dass Teile des Ordnungsdienstes ebenfalls Kleidung von “Thor Steinar” trug (was übrigens bei ihrer Arbeit im Weser-Stadion nicht möglich wäre, da das Tragen der Marke dort verboten ist). Es kam im Verlauf des Tumults zu einem massiven Einsatz von Pfefferspray seitens des Sicherheitspersonals, woraufhin eine Person der Werder-Fans zusammenbrach und behandelt werden musste.

Als sich die Situation beruhigt hatte und offensichtlich wurde, dass die Gruppe der Neonazis um die “Farge Ultras” weiterhin unbehelligt das Turnier gucken darf, entschied sich die Bremer Fanszene dafür, geschlossen das Turnier zu verlassen, um diesen Vorfall nicht reaktionslos und unkommentiert stehen zu lassen.

Aus der sich weiterhin in der Halle befindlichen Gruppe Neonazis kam es im weiteren Verlauf des Turniers zum Wurf eines Bechers auf das Spielfeld, woraufhin ein Spieler die Gruppe aufforderte, dies zu unterlassen. Als Reaktion darauf stürmten vier Personen dieser Gruppe in Richtung des Spielfelds und beschimpften den Spieler. Der Trainer der Mannschaft des SV Werder wies daraufhin die sich in der Nähe befindenden Ordner an, die Personen aus dem Umfeld der Trainerbank zu beten. Statt dem Folge zu leisten, unterhielten und scherzten die Ordner mit den Neonazis und schüttelten ihnen zum Abschied die Hände. Ein weiteres Zeichen, dass sich ein Teil des Ordnungsdienstes an diesem Tag solidarisch mit der angreifenden Gruppe von Neonazis zeigte.

Wir positionieren uns eindeutig und vehement gegen das Auftreten der Neonazis. Wir rufen alle Vereine und Veranstalter_innen dazu auf, ein deutliches Zeichen zu setzen und Neonazis nicht zu ihren Veranstaltungen zuzulassen. Wir fordern Sicherheits- und Securitydienste dazu auf, rechtsoffene Tendenzen nicht zu dulden, sowie ihre Mitarbeiter_innen entsprechend auszuwählen und fortzubilden. Zudem fordern wir direkte Konsequenzen in Bezug auf die Personen, welche offensichtlich mit den Neonazis befreundet sind und/oder sich solidarisch mit ihnen zeigen. Des Weiteren fordern wir Polizei, Ordnungsdienst und Medien dazu auf, den Vorfall nicht als “Auseinandersetzung zwischen Fans” herunterzuspielen, sondern die Geschehnisse als das zu behandeln, was sie sind: Ein politisch motivierter Angriff von Neonazis.

Kein Fußball den Faschist_innen!

Wanderers Bremen, UltrA-Team Bremen, Infamous Youth, Racaille Verte

18.12.10 - Werder Bremen - Kaiserslautern 1:2

Da war es: Das letzte Saisonspiel unserer Profis in diesem Jahr. Die verkorkste Saison, die uns mitten in den Abstiegskampf geführt hatte, schickte uns zum Jahrsabschluss den 1. FC Kaiserslautern an die Weser - ein Pflichtsieg - keine Frage. Doch die Mannschaft sah das erneut anders. Ohne Kampf, ohne Willen und ohne Einsatz spielte Werder. Das 0:1 nach 25 Sekunden konnten wir durch einen Elfmeter zwar noch ausgleichen, doch Lakic traf zum erneuten Rückstand, sogar als Kaiserslautern nur noch zu zehnt spielte, zeigte sich bei den Bremern keine Besserung, doch der eingewechselte Wagner schoss den Vogel ab: Für Pasanen eingewechselt, holte er sich zwei gelbe Karten wegen Meckern vom Schiedsrichter ab, flog damit vom Platz und hatte zuvor beste Gelegenheiten ausgelassen. Willkommen im Abstiegskampf, SV Werder.

Strecke: /
Zuschauer: 36000
Anreise: /
Tore: 0:1 Lakic (1.), 1:1 Hunt (34.), 1:2 Lakic (56.)

11.12.10 - Borussia Dortmund - Werder Bremen 2:0

Als letzte Auswärtstour im Jahr 2010 solltes es für uns zum Tabellenführer aus Dortmund gehen. Die Borussen spielten zu diesem Zeitpunkt Fussball von einem anderen Stern und deshalb ging es für uns ohne viele Erwartungen mit dem eigenen Bus in Richtung Pott. Im Bus wurde bereits gescherzt, man solle das Stadion so schnell wie möglich fotografieren, damit man noch die 0 auf der Anzeigentafel bei den Borusen mit drauf bekommt. Nun ja, es war was Wahres dran, denn nach nicht einmal 10 Minuten lagen wir abermals zurück. Zuvor hatten wir noch versucht die Spieler mit einer sehr schönen Choreo anzuheizen - scheinbar ohne Erfolg.Das Spiel war erneut sehr schwach von unserem Team und wir kassierten in der zweiten Halbzeit noch das 2:0, was alle Hoffnungen begrub. Gülden wird unsere Zukunft sein? Diese Saison leider nicht mehr.

Strecke: 398, 34 km
Zuschauer: 80720
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Sahin (9.), 2:0 Kagawa (70.)

07.12.10 - Werder Bremen - Inter Mailand 3:0

Das war es also: Das letzte Spiel unserer Mannschaft in der Champions League auf unbestimme Zeit. Augrund von schwachen Auftritten in der Königsklasse, war ein Weiterkommen für uns leider nicht mehr möglich und sogar die Europa League war aufgrund des direkten Vergleichs mit Twente nicht mehr zu erreichen. Dennoch stand eben dieses eine Spiel gegen den Titelverteidiger an und es sollte für jeden Fan eine Ehrensache zu sein, in so einem Spiel ebenfalls den Weg zum Osterdeich anzutreten. Mit ordentlich Pyro und viel Glühwein stimmten wir uns auf diesen letzten europäischen Abend ein und tranken noch einige Biere in unserer Stammkneipe, ehe es zum Stadion ging. Inter hatte erwartungsgemäß nur die ganz harten Fans dabei, ansonsten war das Stadion jedoch relativ gut gefüllt. In der Startaufstellung der Mailänder suchte man einige Namen vergeblich, es war offensichtlich, dass Inter dieses Spiel nicht wirlich ernst nahm, obwohl es für sie noch um den Gruppensieg und den vermeindlich leichteren Gegner im Achtelfinale ging. Doch Werder bestimmte das Spiel und ging noch vor der Pause durch unseren Ösi Nummer eins in Führung. In der Halbzeit verließen einige Leute von uns bereits das Stadion um "einen saufen" zu gehen. Die Aktion fand ich nicht wirklich lustig, man sollte man sich mal hinterfragen wozu der Stadionbesuch eigentlich dient. Nach der Pause brach Werder ausnahmsweise nicht ein und Ösi Nummer zwei Arnautovic beendete seine Torflaute, ehe Pizarro mit seinem Tor alles klar machte und uns die Siegprämie von 800.000 € sicherte. Ich bin gespannt wielange wir die Champions League Hymne nun nichtmehr im Stadion hören werden . . .

Strecke: /
Zuschauer: 30600
Anreise: /
Tore: 1:0 Prödl (39.), 2:0 Arnautovic (49.), 3:0 Pizarro (88.)

04.12.10 - VfL Wolfsburg - Werder Bremen 0:0

Nach dem Befreiungsschlag gegen die braunen Hamburger wollten wir nun auch endlich den Bann der Auswärtsniederlagen brechen. Die Wolfsburger, welche sich genau wie wir sehr viel mehr von der Saison versprochen hatten, sollten an diesem Tage unsere Gegner sein. Am verschneiten Weserstadion warteten wir also einmal mehr auf den Bus, als ein spärlich bekleideter "Stubu-Gänger" uns mit seinem Outfit und "Ich will nach Hause - Gesichtsausdruck" kurz sehr erheiterte. Die Fahrt war angenehm kurz, süffig und problemlos. Am Stadion waren wir jedoch etwas zu früh, doch der legendäre Hamburgerstand konnte die Zeit gut überbrücken. Auf der Tribüne nahm ich dann seit langer Zeit mal wieder bei den RV- Leuten meinen Platz ein. Zwar war die Sicht extrem eingeschränkt, aber das Feeling ist dann doch einfach noch mal was anderes. Das Spiel war lange Zeit ein ziemlich ödes Gekicke, beide Seiten hatten Chancen, scheiterten jedoch ziemlich kläglich an den jeweiligen Torhütern. Diego wurde ausgepfiffen, konnte mich aber nicht wirklich entscheiden ob zu recht oder nicht. In der Pause gab dann ein Trommelsolo zum ausrasten - da wurden die eingefrorenen Beine doch glatt wieder munter. In der zweiten Halbzeit passierte dann mehr: Frings scheiterte per Elfmeter an Benaglio - Dzeko setzte noch einen drauf und schoss den Wolfsburger Strafstoß in den Autostadt-Nachthimmel. Kurz vor Schluss vergaben wir noch eine Großchance, ehe abgepfiffen wurde. Immerhin wieder kein Tor kassiert und einigermaßen gut gespielt, in der Tabelle hilft uns das Ganze jedoch nicht so wirklich weiter. Auf der Rückfahrt wurde, so blöd es sich auch anhören mag, das Wort "Asche" in alle möglichen Lieder eingebaut und dies zwei Stunden lang duchgezogen. Fragt mich nicht wie krank man sein muss, um auf sowas zu kommen. An der Raststätte wurde noch ein Sicherheitshütchen geklaut, auf dem alle unterschrieben. Ein schönes Andenken an eine sehr geile Fahrt ;)

Strecke: 402,36 (hin und zurück)
Zuschauer: 30000
Anreise: Bus
Tore: ähm, nö.

28.11.10 - Werder Bremen - St. Pauli 3:0

Wir hatten es im gesamten November nicht geschafft ein Tor zu schießen, geschweige denn zu gewinnen. Der letzte Anlauf sollte also gegen die Hamburger aus St. Pauli erfolgen. Per P&R ging es wie immer zum Stadion, an welchem erstmal der Kopf über die Pauli-Bremen Freundschaftsschals geschüttelt wurde. Was soll das? Hamburg bleibt Hamburg! Das Dach unserer Ostkuve war auf der rechten Seite schon fast komplett fertig, was an diesem sonnigen Tag jedoch zum Glück keine Bedeutung fand. In unserer Startaufstellung tauchten erneut die Amateure Schmidt und Kroos auf, welche bereits in London eine gute Figur gemacht hatten. Werder startete wahnsinnig: Nach nicht mal einer Minute erzielte der Rückkehrer Almeida die Führung. Die Angst, wir könnten wie so oft in dieser Saison wieder einbrechen stellte sich als unbegründet heraus, denn eben dieser Hugo sorgte selbst für die Tore zwei und drei. In der Halbzeit gab es einen sehr schlechten Heiratsantrag: "Achso, ich wollte dich noch fragen ob du vielleicht meine Frau sein willst!?", der uns aber wenigstens kurz von der Kälte ablenkte. Hugo flog leider wegen einer Tätlichkeit noch vom Platz und machte seinen perfekten Tag selber zunichte, doch auch ein Pauli-Spieler flog noch nach bösem Foul an Frings. Alles in allem zählt aber nur eins: 3 Punkte !!!

Strecke: /
Zuschauer: 36000
Anreise: /
Tore: 1:0 Almeida (1.), 2:0 Almeida (20.), 3:0 Almeida (64.)

24.11.10 - Tottenham Hotspur - Werder Bremen 3:0

Die Werder Krise hatte, anders als z.B. bei Schalke, in allen Wettbewerben voll zugeschlagen, sodass auch in der Königsklasse nur wenig Hoffnung auf ein Weiterkommen existierte. Und grade jetzt sollte es zum absoluten Highlight dieser Saison kommen: Das Auswärtsspiel in London bei den Spurs. Am Dienstagabend traf man sich mit einer Kanne voll Glühwein am Stadion, um mit dem Bus den Weg nach England anzutreten. Der Bus war voll besetzt mit einer gesunden Mischung aus bekannten Leuten, älteren Allesfahrern und ein paar kaputten Alkis. Wir kamen ausgesprochen fix durch und chillten bei English Breakfast bereits morgens auf der Fähre. Auf der anderen Seite angekommen wurden wir jedoch erneut angehalten, da unser Bus angeblich radioaktiv strahlte. WTF? Es stellte sich heraus, dass eine Mitfahrerin vor kurzem mit diesen Strahlen behandelt wurde und es immernoch nachgewiesen werden konnten, wir durften jedoch weiterfahren. Auf dem Weg nach London blieb natürlich kein schlechter Witz über Castor Transporte unausgesprochen, sodass es trotz Stau ein lustiger letzter Reiseabschnitt wurde. In London angekommen brauchten wir eine Weile um einen geeigneten Platz für unseren Bus zu finden, doch auch das klappte irgendwann. Per Zug und U-Bahn ging es dann zur Victoria Station, um den Rest unserer Leute einzusammeln, die den Weg mit dem Flugzeug angetreten hatten. Im Pub wurde dann erstmal ein Bier gezischt, ehe wir den Fernseher entdeckten, der Studentenkrawalle beim Parlamentsgebäude zeigte. Also nichts wie hin. Die Demo war sehr interessant, entwickelte sich jedoch immer mehr in die gewalttäige Richtung und als wir so langsam aus dem Kern raus wollten, da sich die Polizeikette auf uns zu bewegte, war eine längere Diskussion mit einem Beamten notwendig, um den Platz zu verlassen. Ich wurde noch kurz von der BBC interviewt, wobei ich mich mit den Studenten solidarisierte und weiter ging es zur Tower Bridge. Mit Fish & Chips und dem guten alten Becks wurde der Sonnenuntergang an Englands schönster Brücke genossen, ehe wir letztlich zum Spiel aufbrachen. Dank meiner London-Kenntnisse war dies auch alles kein Problem, sodass wir pünktlich eine Stunde vor Anpfiff unsere Plätze an der White Hart Lane einnahmen. Wir stellten schnell fest, dass wir an diesem Abend mit einer absoluten Rumpfelf auflaufen mussten, da sich Almeida kurz vor dem Spiel zur Verletztenliste hinzufügte. Bis zum Anpfiff war von den Spurs nichts zu hören, doch pünktlich zum Anpfiff hatten wir dann akustisch keine Chance mehr - ein weiterer Beweis, dass englische Stadien das beste der Welt sind. Doch auch wir hatten mit dem lautesten "Wo die Weser.." ever und "You only sing when you winning" sehr laute Phasen. Doch es half alles nichts: Bereits nach 5 Minuten lagen wir wieder hinten. Doch Werder gab sich dieses Mal nicht auf und kämpfte - spielte mit. Jedoch war der Klassenunterschied bei manchen Spielern nicht wegzukämpfen, sodass wir vor der Pause das fällige 2:0 kassierten. Nach der Pause hatten wir dann sehr viel Glück, als die Londoner zweimal die Latte trafen und Wiese einen Elfmeter hielt. Doch das 3:0 konnte auch er dann nicht mehr verhindern. Nach dem Spiel gab es keine Pfiffe aus unerem Block, sondern ein geschlossenes "Thomas Schaaf, du bist der beste Mann" - Gänsehaut. Bei klirrender Kälte wurde anschließend auf den Bus gewartet, was mit den Spurs-Spielern überbrückt wurde, die an uns vorbei liefen, da sie auf dem gleichen Parkplatz parkten. Die Rückfahrt war erwartungsgemäß sehr ruhig und auf der Fähre wurden die letzten Pounds in die Spielautomaten geworfen. Danke an alle, die da waren und diesen Tag zu einer traufhaften Auswärtstour gemacht haben.

Strecke: 1623 km (hin und zurück)
Zuschauer: 36310
Anreise: Bus, Fähre
Tore: 1:0 Kaboul (6.), 2:0 Modric (45.+1), 3:0 Crouch (79.)

13.11.10 Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 0:0

Nach einer langen Durststrecke ohne Punkte und viel Pöbelei gegen den Trainer, Mr. Saftladen Arnautovic und unseren neuen französischen Linksverteidiger sollte gegen Frankfurt eeendlich mal wieder ein Sieg her. Doch mit ihrem grandiosen Angreifer Gekas kamen die Gäste als Tabellen Vierter an die Weser und stellte alles andere als einen Punktelieferanten dar. Ganz entspannt per Park & Ride ging es relativ zeitig zum Stadion. Am OKS Stand gab es nichts, was ich noch nicht besitzen würde, sodass es schnell ins Stadion ging und vergeblich ein Backfisch für KiNG gesucht wurde. Die gute alte Bratwurst musste es richten. In der Kurve begutachteten wir dann unser neues Dach, was immer mehr Formen annahm, jedoch noch nicht vor Regen schützte - doch außer ein paar wenigen Tropfen blieb es zum Glück trocken. Frankfurt präsentierte sich gewohnt lautstark, auf unserer Seite gab es das Spruchband, welches auch schon beim Training das Team die Augen öffnen sollte:Und die Mannschaft legte motiviert los: Marin und Wesley waren viel unterwegs, doch Schüsse aus der zweiten Reihe gingen entweder genau auf den Mann, oder wurden von Nikolov beseitigt. Auch Unsicherheitsfaktor Nummer 1 Silvestre machte ein gutes Spiel und schlug die eine oder andere Flanke. Doch Pizarrovertretung Wagner handelte glücklos, Arnautovic später ebenfalls. Eine sehr schöne Szene hatte Nikolov, als der Schiedsrichter auf Abstoß entschied, Nikolov jedoch zugab, dass er an dem Ball noch dran war. Großer Sport! Das Spiel ging mit 0:0 zu Ende und es blieb nur ein Satz zum Spiel zu sagen: Wenigstens nicht verloren.

Strecke: /
Zuschauer: 34000
Anreise: /
Tore: Nö.

02.11.10 - Werder Bremen - Twente Enschede 0:2

Ein sehr langer Tag an der Uni ging zuende, doch an Arterien, Herzschlagfrequenzen und Lungenkrebs war nicht wirklich zu denken, denn nur ein Wort lag im Raum: Europapokal. Nachdem die lästige Nebenbeschäftigung Universität abgehakt war, ging es direkt in unsere Kneipe an der Nienburger Straße, wo der Rest vom Haufen bereits wartete. Es wurden ein paar Biere gezischt und sich mit zwei Holländern ausgetauscht, die ebenfalls den Weg zu uns gefunden hatten. Die beiden berichteten, wie sehr sie doch unseren guten alten Arnautovic hassen, dass sie den Verein West Ham United sehr schätzen und dass wir auf jeden Fall an diesem Abend verlieren werden. Nachdem wir die beiden genug belächelt hatten, entschlossen wir uns zum Stadion zu gehen. Ein "all chics are bitches" in Richtung Polizeiwagen stieß leider nicht auf helle Begeisterung, weshalb wir unseren schönen Persos für einige Minuten verloren - kein Humor diese Turtles. Im Stadion gab es dann wieder den Stimmungsboykott der akitven Fans, weshalb an diesem Tag also Fussballgucken angesagt war. Das Spiel war dann sehr ausgeglichen und Werder kam erneut nicht wirklich ins Spiel. Leider musste unser Kapitän kurz vor Schluss die Notbremse ziehen, sodass die fällige rote Karte uns sehr schwächte. Der beeindruckende Twente-Block durfte wenig später dann auch ausratsen, denn die Holländer machten das 0:1. Werder konnte nichts mehr gegen die Niederlage machen und fing sich sogar noch das 0:2 - wieder einmal beeindruckend wie schnell sich ein Stadion leeren kann. Pfiffe gab es wenige, alle waren einfach zu enttäuscht. Nun sind sogar die Chancen auf die Europaleague sehr gering - es sei denn, wir gewinnen in London . . .

Strecke: /
Zuschauer: 30200
Anreise: /
Tore: 0:1 Chadli (81.), 0:2 de Jong (84.)

30.10.10 - Werder Bremen - 1. FC Nürnberg 2:3

Nachdem wir im Pokal sehr unglücklich am legendären Bayerndusel scheiterten, sollte unsere Mannschaft nun wieder in der Liga zeigen, dass sie ihr großes Potential auch endlich mal abrufen kann. Zu Gast waren die Nürnberger, jedes Jahr Abstiegskandidat und die letzten Saisons nur durch die Relegation dringeblieben sollten die Cluberer die gewünschten Punkte in Bremen lassen. Vor dem Spiel musste ich mir noch kurz eine Karte besorgen, was durch den Organisationskünstler KiNG wieder sehr gut klappt - danke dafür! Wir chillten noch eine Weile am Stadion und statteten Platz 11 einen kurzen Besuch ab, denn dort verloren die Amateure gerade ihr Heimspiel gegen Heidenheim. Eine gute Stunde vor Spielbeginn betraten wir dann das Stadion, welches sich zum letzten Heimspiel ein wenig verändert hatte, denn es wurde mit dem Bau des Daches über der Ostkurve begonnen. Dies war auch bitter nötig, denn es fing leicht an zu nieseln. Nürnberg präsentierte einen gut gefüllten Block und war das ganze Spiel über sehr lautstark, was man von uns (Standard-Heimspielstimmung) nicht behaupten konnte. Lediglich der Wechselgesang war wieder sehr laut. Passend zum Bremer Wetter erledigte Almeida die sehr frühe Führung. Werder hatte die Partie im Griff und niemand hätte im Traum daran gedacht, dass dieses Spiel in die Hose gehen könnte. Auch nach dem Ausgleich kurz vor der Pause herrschte allgemein noch die Annahme: "Ach, das wird schon". Aber es wurde nicht. Ein erneut katastrophaler Silvestre und eine allgemein verunsicherte Abwehr führten zum 1:2 für die Nürnberger und als der Club auch noch das 1:3 erzielte, ging ein Großteil der Zuschauer bereits wieder. In der Nachspielzeit gelang uns zwar noch der Anschlusstreffer, doch es war zu spät: Die Niederlage war perfekt. Ein erneuter Rückschlag in einer bisher verrückten Saison.

Strecke: /
Zuschauer: 35500
Anreise: /
Tore: 1:0 Almeida (5.), 1:1 Gündogan (45.), 1:2 Ekici (47.), 1:3 Gündogan (73.), 2:3 Pizarro (90.+2)

23.10.10 - M'Gladbach - Werder Bremen 1:4

Knapp drei Tage nach unserer Tour nach Enschede sollte es also erneut auf die Autobahn gehen. Gegner sollte an diesem Tage Gladbach heißen, ein mehr als schlagbarer Gegner und eine Pflichtaufgabe also. Schon kurz vor der Abfahrt bemerkten wir, dass wir uns auf der letzten Tour ein Eigentor geschossen hatten, da wir ein Fischbrötchen im Lüftungssystem versteckten, wir dieses mal allerdings wieder genau den selben Bus bekamen. Es stank jedoch zum Glück (noch?) nicht. Die Fahrt verbrachten wir sehr entspannt in unteren Bereich des Doppeldeckers an einem Platz mit Tisch und sehr viel Beinfreiheit. Wir lieferten uns einige Duelle mit Gladbacher Bussen (Gibt es eigentlich auch Fans, die IN Gladbach wohnen!?) und vernichteten fleißig Bier. Der Busfahrer wollte uns nicht so ganz glauben wo sich der Gästeparkplatz befindet und fuhr stur nach seinem Plan, der natürlich falsch war. Na ja als auch er überzeugt war, chillten wir noch ein bißchen am Bus und versuchten anschließend Doppelhalter reinzubekommen. Doch an diesem Tage, durft nur jeweils eine Stange mit ins Stadion. Den Sinn konnte mir jedoch niemand erklären.Das Spiel begann traumhaft: Marin mit dem 1:0 bereits nach 5 Minuten. Gladbach präsentierte in der Abwehr einen wunderbaren Hühnerhaufen und fing sich wenig später auch das 2:0. Danach war Gladbach stärker doch unser Wiese-Ersatz Mielitz hatte einen wahnsinnigen Tag erwischt. Und so ging es nach der Pause weiter mit dem lustigen Toreschießen: 3:0. Bezeichnend, dass ein Eigentor von Mertesacker zum Torerfolg der Gladbacher beitragen musste. Doch unser Block war weiterhin siegessicher und stimmte die Gladbacher Torhymne an. Düp Düp Düp. Das Rekordtor von Pizarro, welches ihn zum besten ausländischen Torjäger aller Zeiten machte, rundete das Spiel ab. Die Rückfahrt war erneut sehr entspannt und wurde mit Anekdoten aus der Welt der Auswärtsfahrer wunderbar gefüllt. Ein schöner Tag.

Strecke: 624,58 km (hin und zurück)
Zuschauer: 53511
Anreise: Bus
Tore: 0:1 Marin (5.), 0:2 Wesley (12.), 0:3 Hunt (51.), 1:3 Mertesacker (67./Eigentor), 1:4 Pizarro (75.)

20.10.10 - Twente Enschede - Werder Bremen 1:1

Knapp ein halbes Jahr, nachden wir das letzte mal gegen Enschede in der Europa League gespielt hatten, sollten wir nun in der Königsklasse erneut den Weg nach Holland antreten. Direkt von der Uni ging es zum Bus, - ein nagelneuer Doppeldecker, in welchem wir die hinteren Reihen für uns besetzten. Die Fahrt über wurde wie üblich gesoffen, gelabert und an den Raststätten gepöbelt. Der Bus sah plötzlich doch nicht mehr ganz so neu aus, da uns die Nothammer und Kabelverkleidungen nur so um die Ohren flogen. An der holländischen Grenze gab es die übliche Passkontrolle - die Polizistin wurde mit "Ficken oder was!?" höflich im Bus begrüßt, woraufhin sie ihren männlichen Kollegen zu uns nach oben schickte - schade. Drüben angekommen mussten wir auf einem externen Parkplatz parken. Danach wurden wir in einem Zelt neben dem Bus auf Pyro etc. untersucht und bekamen erst dort im Tausch gegen einen Coupon unsere Eintrittskarten. Sehr umständlich alles! Mit Busen wurden wir dann zum Stadion gefahren, nun jedenfalls war es so geplant, denn mitten in einem Industriegebiet sollten wir dann plötzlich aussteigen und den restlichen weg zu Fuß zurücklegen.Vor dem Stadion war eine sehr lachhafte "Fanmeile" aufgebaut - peinliches Partyzelt mit "Lebenslang grün-weiß" inklusive. Wir verbrachten die restliche Zeit mit einem 2,18 m großen Werderfan, Fachsimpelei ob das Bier Alkohol beinhaltet und den gewöhungsbedürftigen holländischen Hamburgern. Danach ging es dann endlich hinein ins Stadion, welches sich so langsam füllte. Twente zeigte zum Einlauf eine nette, wenn auch irgendwie kreativarme Choreo. Auf unserer Seite gab es eigentlich nur unsere DHs, weil einige Ultragruppen noch an der Grenze festsaßen. Das Spiel war lange Zeit ausgeglichen und es gab Chancen auf beiden Seiten. Leider verletzte sich Wiese kurz vor der Pause so schwer, dass er ausgewechselt werden musste und Mielitz zu seinem CL-Debüt kam. Nach dem Seitenwechsel blieb es weiterhin kein Klassiker auf dem Rasen. Als die Schlussphase gerade beginnen wollte, gab es dann den Schlag ins Gesicht für unser Team: 1:0 für die Hausherren. Doch der eingewechselte Arnautovic, der augrund seiner Twente-Vergangenheit bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde, erledigte den Ausgleich. Pizarro schaffte sogar noch den Siegtreffer, doch leider wurde er wegen angeblichen Abseits zurückgepfiffen. Aber der Punkt ging in Ordnung. Nach dem Spiel gab es dann leider wieder unschöne Szenen: Wieder konnten die Ordner einmal nicht die Ruhe bewahren und es kam zu Auseinandersetzungen mit unseren Gruppen, was schließlich im Chaos endete: Pferdestaffel, die bis in den Block geritten kam, Tränengaseinsatz und Knüppel ins Gesicht. Ich versuchte möglichst schnell aus dem Gewusel herauszukommen und setzte mich in den nächsten Shuttlebus. Am Parkplatz traf sich die Truppe dann wieder und durchlebte noch eine angenehme Rückfahrt, die besonders wegen den LED Lampen über den Sitzen wohl noch lange in Erinnerung bleiben dürfte (Insider :P).

Strecke: 406,45 km (hin und zurück)
Zuschauer: 24000
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Janssen (75.), 1:1 Arnautovic (80.)

16.10.10 - Werder Bremen - SC Freiburg 2:1

Nach einem unschönen Amateurspiel und einer feucht-fröhlichen Freimarktsnacht wartete bereits das nächste Spiel auf den schönsten Verein der Welt. Unsere erste Mannschaft war gegen die Freiburger zum siegen verdammt, um nicht in eine Krise zu schlittern. Vor dem Spiel deckte ich mich noch mit einigen neuen Shirts, sowie dem Weltenbummler ein. Im Stadion angekommen begab ich mich nach langer Zeit mal wieder in den aktiven Bereich, was im nachhinein eine sehr gut Entscheidung war. Die Freiburger hatten weniger Anhang mitgebracht, als ich erwartet hatte, konnten aber akustisch einige Male vernommen werden.Bereits kurz vor dem Spiel wurde im Stadion verkündet, dass Andre Wiedener an diesem Tage im Stadion sein würde und ganz plötzlich saß er dann auch schon auf dem Zaun und stimmte "sein" Lied an - sehr geil. Nach einer guten halben Stunde erlöste uns Hunt mit einem satten Schuss vorrübergehend zum 1:0 Pausenstand. Doch Werder wäre nicht Werder, wenn es nach dem Seitenwechsel nicht wieder spannend geworden wäre: Schuster mit dem Ausgleich. Arnautovic schoss aus allen Lagen doch der Ball wollte nicht rein. Doch in der Schlussphase schaffte Hugo dann doch noch den Siegtreffer.Nun geht es Schlag auf Schlag: Bundesliga, Champions League, Pokal, Bundesliga ! Forza SVW

Strecke: /
Zuschauer: 34500
Anreise: /
Tore: 1:0 Hunt (33.), 1:1 Schuster (62.), 2:1 Almeida (73.)

15.10.10 - Werder Bremen II - Eintracht Braunschweig 0:5

Zum 975. Mal sollte an diesem Freitagabend der Bremer Freimarkt seinen Auftankt feiern, doch was viel wichtiger war: Die Amateure brauchten dringend drei Punkte gegen den Abstieg. Zu Gast war die Eintracht aus Braunschweig, die sich genau am anderen Ende der Tabelle wiederfand und damit alles andere als einen leichten Gegner darstellte. Bereits am Kassenhaus konnte man Braunschweigs Anhang supporten hören und es fiel sogar schon nach ein paar Minuten das 0:1. Der weitere Spielverlauf ist schnell erzählt. Werder war zu keiner Minute auf Augenhöhe, verlor jeden Zweikampf und lag bereits zur Halbzeit mit 0:4 hinten. Wer dachte, nach dem Seitenwechsel kam ein Stimmungswandel, wurde schnell enttäuscht: 0:5 nach nur wenigen Minuten nach der Pause. Braunschweig schaltete dann einige Gänge zurück und Felix Wiedwald verhinderte eine noch klarere Klatsche. So wird das nichts mit dem Klassenerhalt, Jungs!

Strecke: /
Zuschauer: 2400
Anreise: /
Tore: 0:1 Kruppke (3.), 0:2 Boland (29.), 0:3 Kumbela (33. FE), 0:4 Bellarabi (41.), 0:5 Henn (51.)

25.09.10 - Werder Bremen - H*mburger SV 3:2

Da war es mal wieder. Eines der, wenn nicht DAS wichtigste Spiel, stand mal wieder auf dem Plan: Das Nordderby gegen das Dorf nordöstlich von uns gelegen. Recht früh ging es deshalb schon zu unserer Stammkneipe in der Nienburgerstraße, wo mit Bier und der Radiokonferenz die Zeit totgeschlagen wurde. Dies gestaltete sich doch als sehr unterhaltsam, da die Bayern zuhause gegen Mainz verloren und Schalke über ein 2:2 gegen die Gladbacher nicht hinaus kam. In den Straßen war es jedoch auffällig ruhig, nur in der Ferne konnte man Sirenen hören. Wir trafen uns danach mit einigen bekannten Gesichtern von der Hannoverfahrt und besorgten vorm Stadion Karten für die ganze Truppe. Hamburg war wie erwartet mit sehr viel Anhang angereist und war, so ehrlich muss man sein, zu jeder Minute lauter als wir. Es fehlt einfach der Oberrang unserer Ostkurve, ohne den wir nicht den Hauch einer akustischen Chance haben - egal wer da kommt. Lediglich der Wechselgesang mit der West war so richtig laut.Beide Fangruppen verzichteten auf eine Choreo und das Spiel konnte losgehen. Es entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Duell ohne viele Fouls. Marin schoß uns durch einen abgefälschten Schuss bereits nach 25 Minuten in Führung, ehe Almeida durch einen schönen Kopfball auf 2:0 erhöhte. Wahnsinn. Zur Pause waren wir uns bereits siegessicher. Doch Werder schaltete einige Gänge zurück, was die Hamburger ausnutzen und zum Anschluss kam. Fassungslos mussten wir dann auch noch mit ansehen, wie Pitroipa einen Sonntagsschuss in den Winkel zum 2:2 drosch - Ausgleich.Kurz vor Schluss jedoch die Erlösung: Fehler Trochowski, Wesley auf den freistehenden Almeida - ausrasten. Hugo formte mit den Fingern ein Herz in den Bremer Abendhimmel und lies alle durchdrehen. Wenige Minuten später hieß es dann wieder: Derbysieger!

Leider spielten sich auf der anderen Seite nach dem Spiel unschöne Szenen ab. Aufgrund der Blocksperre kam es im Hamburger Block zu einer Massenpanik, in der einige Fans die Treppe herunterstürzten und sich teilweise so schwer verletzten, dass sie noch heute (ich schreibe dies drei Tage danach) im Krankenhaus mit kritischen Zustand liegen. Soetwas darf nicht passieren, denn es kann uns alle treffen. Gute Besserung an dieser Stelle.

Strecke: /
Zuschauer: 36300
Anreise: /
Tore: 1:0 Demel (25., Eigentor), 2:0 Almeida (29.), 2:1 van Nistelrooy (59.), 2:2 Pitroipa (63.), 3:2 Almeida (85.)

21.09.10 - Hannover 96 - Werder Bremen 4:1

Aufgrund der englischen Woche stand für unsere Mannschaft schon wieder ein Spiel an, dieses mal an einem Dienstagabend. Es sollte das kleine Nordderby stattfinden gegen Hannoi. Aufgrund der negativen Zugerfahrungen im letzten Jahr beschlossen wir die kleine Tour mit dem Bus zu absolvieren. Und so fuhren wir ein weiteres Mal beim Weserstadion ab und vertrieben die Zeit mit einigen Fangesängen und dummen Gesprächen. An der Raststätte flogen Flaschen auf Hamburger Autos und die 1,5 Stunden vergingen wie im Flug. Am Stadion gönnte ich mir ne Currywurst und voller Vorfreude ging es in den Block, in welchem an diesem Tage alles außer Schals und Trikots verboten war. Die Idee, dann auch wirklich nur in Schal und Trikot zu gehen und auf Unterhose etc. zu verzichten wurde schnell verworfen. Der Block war schon relativ gut gefüllt, doch auf der Treppe war noch ausreichend Platz vorhanden. Die Stimmung war um einiges besser als bei den letzten Heimspielen und die Mannschaften betraten das Feld. Nach ca. zehn Minuten erziehlten die Hannoveraner durch ein Eigentor durch Fritz bereits das 1:0. Doch noch vor der Pause konnte Frings per Elfmeter (wie auch sonst?) ausgleichen - Rauchbomben inklusive. Doch Werder spielte wieder schlecht, bekam nach dem Seitenwechsel das 2:1 eingeschenkt. Ohne Kampf und Siegeswillen hatten wir keine Chance und der Ex-Bremer Schulz erzielte das 3:1. Da war sicher: Wir verlieren wieder. Auf einmal Unruhe im Block: Menschen hasteten die Treppe hinauf. Von irgendwo ertönte ein "Hannover war im Block und hat die Fahne geklaut". Noch mehr Menschen rannten nach oben. Ganz nebenbei schosst 96 gerade das 4:1 doch irgendwie interessierte es keinen. Das Spiel war aus und die Bremer strömten nach oben und aus dem Stadion. Unten am Ausgang machte die Polizei auf einmal dicht: Keiner kam raus. Menschen rannten wieder zurück, es wurde immer enger und das Thema Duisburg 2.0 machte die Runde. Dann wurde die Polizeikette aufgelöst und der Stadionvorplatz füllte sich. Eine Leuchtrakete flog genau in die Pferdestaffel, die daraufhin scheute. Die Polizeihunde drehten völlig am Rad und war bin einfach nur froh als ich aus dem Unruhekern raus war. Die Rückfahrt gestaltete sich als wenig ereignisreich und der Derbytag ging zuende. Man kann wirklich nur hoffen, dass es Samstag gegen den H?V anders aussehen wird.

Strecke: 186,86 km
Zuschauer: 43.127
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Fritz (11./Eigentor), 1:1 Frings (36./Foulelfmeter), 2:1 Ya Konan (53.), 3:1 Schulz (79.), 4:1 Abdellaoue (90+2)

18.09.10 - Werder Bremen - FSV Mainz 05 0:2

Nach dem Spiel am gestrigen Tage konnte es eigentlich nur besser werden aber es kommt dann ja immer anders als man denkt. Auf der Fahrt in den Park and Ride Bussen war die Welt noch in Ordnung und die Vorfreude aufs Spiel groß. Wir waren uns erneut einig, dass der Typ, der den Bussen die Schranken wegräumt und immer nett grüßt den chilligsten Beruf der Erde hat. Am Stadion wurde eine überschüssige Karte an den Mann gebracht und hinein ging es in die schönste Baustelle der Welt. Was hier auf dem Bild aussieht wie eine stimmungsvolle Kurve, entpuppte sich in Wahrheit als ein lustloser Haufen, der mehrmals von den Mainzern übertönt wurden. Auf dem Rasen das gleiche Spiel: Borowski in der Startelf konnt niemand der anwesenden Personen verstehen. Das Spiel bestand aus Fehlpässen und missglückten Dribblings und war wirklich die mit Abstand schwächste Partie seit langem.Mainz konterte uns nach allen Regeln der Kunst zwei mal eiskalt aus und gewann das Ding. Unschön: Schürrle kommt zum jubeln in die bremer Kurve und wird zurecht mit Bierbechern beworfen. Die einzige Unterhaltung an diesem Tag bot uns die Anzeigentafel, die ein 7:0 der Stuttgarter gegen Gladbach verkündete. Werder war einfach nur mies. Egal - in der Derbywoche dafür ordentlich zurückkommen!!

Strecke: /
Zuschauer: 34023
Anreise: /
Tore: 0:1 Risse (53.), 0:2 Schürrle (61.)

17.09.10 - Werder Bremen II - Unterhaching 1:3

Was kann es auf einem Freitagabend schöneres geben als ein Spiel unserer Amateure im gemütlichen Flutlichstadion Platz 11? Ja, richtig, nichts. Deshalb ging es mal wieder mit dem Smart zum Stadiongelände und relativ pünktlich zum Anpfiff standen wir auf der gut besuchten Stehtribüne. Die erste Halbzeit plätscherte allerdings so dahin und das Highlight blieb die wahnsinnig trashige Halbzeitmusik. Als unsere Finger anfingen abzusterben (Leute es ist Herbst) schoss Werder doch tatsächlich den Führungstreffer. Doch keine drei Minuten später verpasste uns der Schiedsrichter einen mehr als fragwürdigen Elfmeter: Ausgleich. Werder war danach nicht wiederzuerkennen, kassierte noch zwei Dinger und verlor erneut. Niemals aufgeben Amateure!

Strecke: /
Zuschauer: 510
Anreise: /
Tore: 1:0 Balogun (57.), 1:1 Grech (60.), 1:2 Hoffmann (72.), 1:3 Tunjic (79.)

14.09.10 - Werder Bremen - Tottenham Hotspur 2:2

Nach einem Jahr Pause hieß es also endlich mal wieder: Werder in der Champions League! Da wir uns in jeder Auslosung englische Gegner wünschen, war die Freude auf das Spiel ganz besonders groß, denn es sollten die Spurs aus Tottenham zu uns reisen. Relativ früh um 16 Uhr ging es hierzu bereits zum Stadion, um noch das eine oder andere Bier zu trinken und um ein paar herrlich sinnlose Unterhaltungen zu führen. Vor dem Stadion dann hing beim Ostkurvenparkplatz ein Transparent mit der Aufschrift: "Sorry, wir können uns den Support heute nicht leisten". Die Ultragruppen boykotierten also das Spiel aufgrund der hohen Kartenpreise. Dies kann ich zwar irgendwo verstehen, da 50€ für einen Stehplatz in der Ostkurve echt mal nicht billig sind, doch irgendwo sind solche Aktionen auch herrlich konsequenzenlos und schaden zuerst der Mannschaft, da diese auf ihre Fans verzichten muss. Im Stadion brachte uns die Champions League Hymne wie immer eine Gänsehaut, was kurz danach nur noch vom Gesang der 2000 Fans aus London getoppt wurde. In jenen Momenten, wo eine englische Tribüne anfängt zu singen, weiß man wieso man eigentlich bei strömenden Regen im Fussballstadion steht, genau wegen solchen Augenblicken. Das Spiel verlief denkbar schlecht für uns. Pasanen, der erneut den verletzten Mertesacker ersetzen musste, spielte eine sehr schlechte Partie. Zwar war sein Eigentor zum 0:1 von Crouch erzwungen worden, doch auch beim 0:2 sprang Petri nur halbherzig hoch und wurde vom englischen Nationalstürmer (ja ich weiß, er ist vierzehn Köpfe größer als er) einfach übersprungen. Doch zum Glück erledigte Almeida noch kurz vor der Halbzeit den sehr wichtigen Anschlusstreffer. Bemerkenswert war es, dass die Ostkurve auch ohne Ultras viele Fangesänge zustande brachte und sogar einen Wechselgesang mit der Nordtribüne auf die Beine stellte. Ganz ohne Vorsänger - Ein Zeichen, dass es auch ohne geht? Durch eine Einzelaktion nach dem Seitenwechsel glich Marin zum 2:2 aus. Danach gab es noch Chancen auf beiden Seiten, doch das Unentschieden ging letzlich in Ordnung. Da Inter zeitgleich in Enschede das selbe Ergebnis erspielte, ist in der Gruppe weiterhin alles für uns drin und die Hoffnungen aufs Achtelfinale bleiben. Für das nächste Spiel gegen Mailand müssen wir uns allerdings noch um einiges steigern..

Strecke: /
Zuschauer: 30344
Anreise: /
Tore: 0:1 Pasanen (Eigentor, 12.), 0:2 Crouch (18.), 1:2 Almeida (43.), 2:2 Marin (47.)

01.09.10 - Werder Bremen Frauen - FSV Gütersloh 2:3

Da ein bundesligafreies Wochenende vor der Tür stand und man auch ansonsten auf einem Mittwochabend wenig zu tun hat, beschloss ich mir mal wieder unsere Frauenmannschaft anzusehen und da kam das Pokalspiel in der zweiten Runde gerade recht. Es ist ja schon ein langer Traum: Unser SVW kommt ins Pokalendspiel der Herren, sowie der Damen und holt beide Pötte nach Hause. Die erste Runde hatten die grün-weißen souverän auswärts gewonnen und so kam es wie auch schon im letzten Jahr in der zweiten Runde zum Spiel gegen Gütersloh. Da das Spiel Flutlich benötigte wurde nicht wie üblich auf Platz 12, sondern auf Platz 11 gespielt und es kamen mehr Zuschauer als ich erwartete. Natürlich waren es hauptsächlich andere Werder-Damenmannschaften und Angehörige, doch trotzdem war es recht gut gefüllt. Unsere Damen begannen mit gutem Kombinationsspiel und sicheren Pässen und führten schon zur Halbzeit mit 2:0. Ich war mir zu diesem Zeitpunkt bereits ziemlich sicher, dass es für unser Team eine Runde weiter ging, doch nach der Pause war Werder nicht wieder zu erkennen. Leichte Ballverluste und Unaufmerksamkeiten in der Abwehr führten nacheinander zum Anschlusstreffer, Ausgleich und schließlich auch zum Rückstand. Beim Abpfiff konnten es einige Spielerinnen selbst nicht fassen wie sie dieses Spiel noch aus der Hand geben konnten. Für mich ist der Traum vom Doppelpokalsieg mal wieder geplatzt. Vielleicht nächstes Jahr..

Strecke: /
Zuschauer: 131
Anreise: /
Tore: 1:0 Uyar (8.), 2:0 Wallenhorst (36.), 2:1 Hermes (52.), 2:2 Schmücker (74.), 2:3 Schmücker (81.)

29.08.10 - Werder Bremen - 1. FC Köln 4:2

Nach unserem ersten erfolgreichen Heimspiel in der Champions League sollte also der Heimauftakt auch in der Bundesliga folgen. Das Auswärtsspiel in Hoffenheim ging traditionell gründlich in die Hose und so hofften wir gegen die Kölner die ersten Punkte einfahren zu können. Per Park & Ride ging es zum Stadion, wo wir uns mit einem Kartendealer treffen wollten. Leider waren noch an der normalen Kasse Ost-Karten verfügbar, doch da wir nette Menschen sind, warteten wir brav auf unsere Verabredung. So konnten wir immerhin eine verwirrte Gruppe Polizeiautos beobachten, die den Osterdeich runterfuhren, um dann wieder alle umzudrehen und dabei alle Grünflächen im Umkreis vernichteten. Mit der Karte verlief alles ohne Probleme und so ging es hinein in dem Tempel, der ja zurzeit einige Schönheitsfehler hat. Zu essen gab es nur überteuerte Bockwurst und so verzichteten wir aufs dinieren.Die Startaufstellung kam leider ohne den Neuzugang Wesley daher, doch immerhin durfte Arnautovic von Anfang an ran. Werder begann relativ gut und kombinierte sich Chancen heraus und nach einer halben Stunde wurde Marin im Strafraum zu Fall gebracht: Elfmeter. Eine Sache für Frings - 1:0. Nur ein paar Minuten später krönte Arnautovic seine gute Leistung mit einem schönen Kopfballtor. Leider kassierten wir noch vor der Pause den Anschlusstreffer, was die (wirklich so schon katastrophale) Stimmung ein wenig trübte. Pizarro musste leider verletzt raus, doch Almeida bewies wieder allen, dass er mehr ist als ein Ersatzstürmer und netzte zum 3:1 ein. Marin wurde über die gesamte Spielzeit lautstark aus dem Kölner Fanblock wegen seiner Gladbacher Vergangenheit beleidigt. Werder antwortete auf seine Weise: 4:1 durch Arnautovic. Das zweite Tor der Kölner bekam kaum noch jemand mit, da es mit dem Abpfiff zusammen fiel. Kurz danach sprinteten schon alle in die Busse, da es unfassbar stark zu regnen begann und auch den Abend nicht wieder aufhörte. Ein schöner Sieg vor der Länderspielpause!

Strecke: /
Zuschauer: 35500
Anreise: /
Tore: 1:0 (33./ FE) Frings, 2:0 (36.) Arnautovic, 2:1 (37.) Podolski, 3:1 (74.) Almeida, 4:1 (90.+1) Arnautovic, 4:2 (90. + 3) McKenna

18.08.10 - Werder Bremen - Samporia Genua 3:1

Kurz nach dem Pflichtspielauftaktsieg in Ahlen, sollte es für grün und weiß um die ganz großen Millionen gehen: Die Qualifikation für die Champions League wartete. Die Auslosung hatte uns den schwerstmöglichen Gegner beschert: Sampdoria Genua. Vor dem Spiel trafen wir uns mit einigen Leuten in der Kneipe, um den Öziltransfer nach Madrid und die anstehende Saison zu diskutieren. Auf dem Weg zum Stadion trafen wir dann einige Italiener, die mit uns ihre Schals tauschten und ihre zwischen den Eiern versteckten Bengalos präsentierten. Das schlechte Wetter machte für uns eine Pause, als wir das Stadion betraten und unsere neue Kurve bewunderten. Direkt am Spielfeld zu stehen und dem Torhüter fast an den Stutzen spucken können ist eine feine Sache. Das Spiel begann ausgeglichen auf dem Rasen, doch auf den Rängen dominierten uns die 6000 mitgereisten Italiener nach Strich und Faden. Kurz nach der Halbzeit brachte uns Fritz jedoch mit einem Traumtor in Führung. Eine Viertelstunde später erhöhte Frings per Elfmeter auf 2:0 und das mäßig gefüllte Weserstadion stand kopf. Spätestens als Pizarro das 3:0 machte, war allen klar, dass wir dieses Jahr wieder die Champions League Hymne im Weserstadion hören werden. Der sehr späte Anschlusstreffer der Italiener schwächte diese Traumvorstellung nur wenig. Werder in der Champions League! Hoffentlich...

Strecke: /
Zuschauer: 25275
Anreise: /
Tore: 1:0 Fritz (51.), 2:0 Frings (66./Foulelfmeter), 3:0 Pizarro (69.), 3:1 Pazzini (90.)

16.08.10 - RW Ahlen - Werder Bremen 0:4

Jedes Jahr spielen wir in der ersten Runde im Pokal des Deutschen Fussball Bundes auswärts gegen einen unterklassigen Gegner. Dieses Mal hatte uns die Glücksfee eine Tour nach Ahlen beschert, also ging es mal wieder die wunderschöne A1 hinunter in Richtung Pott. Da die Fahrt nicht wirklich lange dauern sollte, wurden die Biere etwas schneller gezischt um die unglaublich schlechte Musik aus den Buslautsprechern zu verdrängen. Die Vorfreude aufs erste Pflichtspiel der Saison stieg und sie hielt sich bis wir im noch kleiner als gedachten Ahlen ankamen. Das wirklich sehr gemütliche Stadion wurde betreten und der Hunger gestillt. Es fiel auf, dass Ordner oder Polizei im Block keinerlei Präsenz zeigten und sich auf ihre Arbeit vor der Stadion beschränkten - sehr angenehm. Niemand kontrollierte außerdem für welchen Block man eigentlich eine Karte hatte, sodass jeder die Möglichkeit hatte in den "Stimmungsblock" zu gelangen. Die Zeit bis zum Anpfiff überbrückten wir mit Özils Kunststückchen mit seinem Kaugummi (es sollte die spektakulärste Szene von ihm bleiben) und einigen Fangesängen. Zum Einlauf präsentierten die Ahlener eine kleine Choreo, die ganz nett anzusehen war. Auf unserer Seite gab es ein Spruchband, sowie eine schöne, grüne Rauchbombe, welche unter dem Dach ihren vollen betörenden Geruch entfaltete. Das Spiel begann dann recht unspektakulär - der Klassenunterschied war kaum zu erkennen. Özil agierte sehr unglücklich und die Stürmer wurden mit wenigen Bällen bedient - Höhepunkt: Ein Ahlener Freistoß ging an die Latte.Doch noch vor der Pause erlöste Pizarro uns mit einem schönen Rechtschuss. Die Ahlener kämpften jedoch weiter - teilweise mit unfairen Mitteln. Dass man dies jedoch nicht genau vor dem Gästeblock tun sollte, erkannte ein Rot-Weißer dann auch, als er danach von allen Seiten bespuckt wurde - Haare waschen war angesagt. Wenig später machten Boro und Hugo dann mit ihren Treffern alles klar und es kam zum ersten Pflichtspielteinsatz von Arnautovic, der mit einem Spruchband bezüglich der Bild-Schlagzeile am Vortag begrüßt wurde.Eine unschöne Szene gab es dann in Form eines Zusammenpralls von Mertesacker mit einem Gegenspieler, was Wiese auf die Palme brachte: "Wiese hau ihn um" war die Reaktion. Mit einem schönen Lupfer machte Marin dann das 0:4, was den Endstand darstellen sollte. Arnautovic schwenkte nach Abpfiff eine Fahne der Ultras, was ihm sicher ordentlich Sympathie brachte - Wiese wollte allerdings nicht auf den Zaun, sodass das Feiern mit der Mannschaft ausblieb - schade. Die Rückfahrt verlief erneut ereignislos und die erste Pokalrunde war überstanden.


Stecke: 420 km (hin und zurück)
Anreise: Bus
Zuschauer: 9120
Tore: 0:1 Pizarro (28.), 0:2 Almeida (63.), 0:3 Borowski (68.), 0:4 Marin (82.)

03.08.10 - Werder Bremen II - VfR Aalen 1:1

Die Bundesliga hatte noch nicht einmal angefangen, da stand für unsere zweite Mannschaft im Liga drei bereits das zweite Heimspiel an. Auswärts in Ahlen eine Woche vorher hatte man zumindest einen Punkt mitnehmen können, nun sollte also der erste Dreier eingefahren werden. Zu Gast war der weitgereiste Verein für Rasensport aus Aalen (nicht Ahlen, sehr verwirrend alles). Also ging es wieder einmal an den wundervollen Platz 11, jenem Ort, an dem die Kinder noch ungestraft auf des Gegners Ersatzbank sitzen dürfen und durch wirres trommeln die Gäste zum Wahnsinn treiben, an jenem Ort wo der Co Trainer der Aalener fünf Minuten vor Halbzeit über die Absperrung springt um zwischen den Heimfans seine Blase am einzigen Baum des Sportplatzes entleert, an jenem Ort, an dem man auch im wildesten Sturm kurz vor Beginn den Rasen sprengt - auch wenn ALLE Zuschauer von den vom Wind erfassten Tropfen nass werden, an jedem Ort .... Ach lassen wir das - es könnte ewig so weiter gehen, auf Platz 11 ist die Welt noch in Ordnung. Doch zum Spiel: Handgezählte 15 Aalener Fans waren mitgereist und untersützten ihre Mannschaft mit einigen Gesängen und die Mannschaft aus Süddeutschland begann gut mit einigen Chancen. Doch es waren die Bremer, die nach einer Ecke in Führung gingen und diese auch über die Halbzeit hinaus verteidigten. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und als sich alle schon über die drei Punkte freuten, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Aalen - 89. Minute Ausgleich. Ein herber Dämpfer für unsere Truppe aber spätestens nächste Woche sollen wieder Punkte folgen! Eine Kuriosität am Rande will ich dennoch nicht verschweigen denn kaum hatte ich meine Wut gegen das Schiedsrichterteam einigermaßen bändigen können - so begenete ich den Jungs in hellblau erneut: In der WG meiner Freundin. Ihre Mitbewohnerin war eine Bekannte der Jungs, die unserer Elf die Punkte geklaut hatten. Selbstverständlich wechselte ich mit diesen bösen Menschen kein einziges Wort : Ehrensache.

Strecke: /
Zuschauer: 773
Anreise: /
Tore: 1:0 Maek (12.), 1:1 Bauer (89. FE)

24.07.10 - Werder Bremen II - SSV Jahn Regensburg 0:1

Nach einer viel zu langen Sommerpause und einer zugegebenermaßen halbwegs interessanten Weltmeisterschaft sollte es also endlich wieder losgehen. Die erste Tour der Saison sollte uns nicht wie gewohnt nach Norderney führen (Test wurde abgesagt), sondern zu unseren Amateuren, die am ersten Spieltag der dritten Liga die Regensburger empfangen sollten. Mit dem Smart ging es für KiNG & J!m auf den schon gut gefüllten Parkplatz und weiter zu Platz 11. Zwar war das Spiel für alle (auch für die Regensburger) kostenlos, dennoch bekamen wir eine Karte für die gut sortierte Kartensammlung - sehr löblich. Im Stadion traf/sah man dann die üblichen Leute und das Spiel unserer stark geschwächten zweiten Mannschaft konnte losgehen.
Leider sollte es sich schon bald als ziemlich langweiliges Gekicke herausstellen. Die Regensburger mit dem Schweinsteiger Bruder erspielten sich Chancen, schafften es jedoch nicht den Ball im Tor unterzubringen. Werder mit einem sehr enttäuschenden Ayik machte viel zu viele Fehlpässe. Kurz vor der Pause schafften die Gäste dann nach einem schönen Hackentrick das 0:1. Die anschließende Pause wurde dann mit Diskussionen überbrückt. Ein besonders merkwürdiges Tatoo sichteten wir dann noch auf dem Oberarm eines Regensburger Fans: Ein Popeye mit einer Jägermeisterflasche in der Hand - nun gut. In der zweiten Halbzeit konnte Werder das Ruder nicht mehr rumreißen und das erste Spiel ging verloren. Kein Beinbruch - aber schade. Nächstes Spiel gehört uns!
Fotos: kingandjim.de / werder.de

Strecke: /
Zuschauer: 2014
Anreise: /
Tore: 0:1 Temür (36.)

15.05.10 - Werder Bremen - Bayern München 0:4

Dort, wo die letzte Saison ihr Ende gefunden hatte und dort wo die DFB Pokal - Saison für uns angefangen hatte, sollte erneut die Spielzeit für uns zuende gehen: In unserer Hauptstadt. Zu diesem Anlass stellten wir uns als Reiseleiter von werderfan-fahrten zur Verfügung und hatten damit unseren eigenen Bus - sehr angenehm. Das hatte allerdings auch zur Folge, dass wir sehr früh am Treffpunkt für die Busleiter sein mussten, sodass bereits um 4:15 der Wecker klingelte. Was macht man nicht alles . . . Na ja der Bus wurde beladen und wir konnten pünktlich die Reise antreten. Es floss wieder einiges an Bier und der Funken der guten Laune sprang auch auf unsere Busfahrerin Dörte über. Wir lieferten uns wilde Überholmanöver auf der Autobahn mit polnischen Kaffefahrten und der Bus forderte vollkommen zurecht: "Dörte auf den Nürburgring". Die üblichen Werder-Auswärts-Lieder schallten durch den Bus und trotz Regen auf der Scheibe war die Vorfreude aufs Spiel riesig. Irgendwann kamen wir dann auch in Berlin an und was soll ich sagen - es regnete immer noch in Strömen und es hörte einfach nicht auf. Bei der Gedächtniskirche, wo im Vorjahr noch eine riesen Party abging, war tote Hose. Die Leute hatten sich alle im Europacenter und in Kneipen eingenistet. Das taten wir dann zunächst auch, doch irgendwann wurde es dann doch etwas langweilig. Also machten wir ein wenig den Kudamm unsicher, schauten uns im Saturn das Frauenfinale in HD an und nervten den Verkäufer im Hertha Fanshop: "Gibts hier denn auch Zweiligarabatt", "Wir wollten hier mal kurz bei Ihnen absteigen" etc. etc. Ganz nebenbei entdeckten wir dann auch einen sehr ansprechenden Dönerspieß.Dann ging es endlich in der völlig überfüllten U-Bahn zum Stadion. Im Stadion dann angekommen gab es für jeden Bremer ein grünes T-Shirt. Hätte sicher gut ausgesehen, wenn es denn 10 Grad wärmer gewesen wäre und die Kurve es geschlossen angezogen hätte. So verschwand es innerhalb von Sekunden in den Taschen. Schade. Dann war wieder einmal das übliche Verhalten der Zuschauer zu beobachten, wenn eine Choreo ansteht: Die verteilten Fahnen werden munter durch die Kurve geschleppt und der Hinweis, dass sie nur dann ein schönes Bild abgeben wenn man sie dort schwenkt, wo sie ausgelegt wurden, wurde fröhlich ignoriert. Manche Leute verstehen es einfach nicht. Die Eröffnungsfeier vom Pokalabend begann und es stellte sich die gewohnte Final-Gänsehaut ein. Gerade der WM-Song kommt im Stadion einfach nur geil. Unsere Choreo sah dann trotz einiger Dinge, die schief liefen sehr nett aus. Respekt an diejenigen, die mitgeholfen hatten. Auf die überdimensionale Roulette -Blockfahne antwortete München jedoch prommt mit "Nichts geht mehr - Rot gewinnt". Da war wohl einiges durchgesickert. Das Spiel konnte also losgehen und es begann ziemlich stark für die Bayern. Wiese war unter Dauerbeschuss, vor allem Robben war nicht zu halten. Und in der 35. Minute war es dann soweit: Merte nimmt unglücklich die Hand zur Hilfe, Elfmeter Bayern, Robben verwandelt sicher. Die Stimmung (ohnehin im Finale trotz so großer Anzahl nicht besser als in der Ostkurve) war dahin. Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr und Schaaf brachte Almeida. Der hatte dann auch gleich zwei Großchancen nacheinander aber brachte die Kugel nicht im Tor unter. Danach war Bayern einfach nur noch eine Nummer zu groß für uns. 0:2, 0:3 und das 0:4 sahen viele schon gar nicht mehr, weil sie das Stadion verlassen hatten. Na ja die Tatsache, dass wir womöglich gegen den Champions League - Sieger verloren hatten, ließ die große Enttäuschung etwas abschwächen. Vom Bus aus sahen wir dann noch das Feuerwerk der Pokalübergabe und machten uns schnell mit Polizeischutz aus der Stadt. Die Rückfahrt wurde trotzdem mit "Kuschel dich in meine Arme" gefeiert und um 6:15 konnte ich mich in mein Bett fallen lassen. Es war eine schöne Saison - möge die neue noch besser werden.

Strecke: 772,45 km (hin und zurück)
Zuschauer: 75420
Anreise: Bus
Tore: 0:1 Robben (35.), 0:2 Olic (51.), 0:3 Ribéry (63.), 0:4 Schweinsteiger (83.)

08.05.10 - Werder Bremen - H*mburger SV 1:1

Böse Zungen behaupten, die DFL setzt dieses Derby mit Absicht auf einen der letzten Spieltage, um die Bedeutung noch mehr hervorzuheben. Wie ist es anderes zu erklären, dass wir schon fast traditionell den meist gehassten Verein zum Saisonfinale zu Gast haben? Im Vorfeld hätte es nicht besser laufen können: Der HSV hatte das Euro-League Finale im eigenen Stadion verpasst und war in der Bundesliga ins Mittelmaß abgesackt. Der SVW hingegen hatte zu neuer Stärke gefunden und spielte in diesem Match um die Championsleague Quali - ein riesen Erfolg nach so einer wechselhaften Saison.Das Polizeiaufgebot war wieder ordentlich und beim Einlass wurde das erste Mal ein Strichcode-Scanner eingesetzt, da es im Vorfeld zu Kartenfälschungen für die Ostkurve gekommen war. Die angekündigten Verzögerungen beim Einlass, stellten sich jedoch als nicht bemerkbar heraus. Im Stadion war uns das letzte Stück Dach auch noch genommen worden und einige Plakate kündigten eine kleine Choreo für das Spiel an. Dazu waren auf allen Plätzen im 62er Schals ausgelegt worden, um unserer Mannschaft zum Einlauf ein schönes Bild abzugeben, was auch ohne Zweifel gelang.
Der HSV war zum ersten Mal unterm Dach der neuen Westkurve - daraus resultierte, dass man sie zwar so gut gar nicht sah, dafür aber umso lauter hörte. Nicht so angenehm. Das Spiel gestaltete sich dann als ziemlich öde. Viel Taktik, wenige Chancen. Und die wenigen Chancen vergab entweder auf der einen Seite Almeida oder auf der anderen Seite vernichtete sie Wiese in WM-Form. Als dann aber nach der Halbzeit Pizarro unsere Mannschaft in Führung brachte war die Frage an den HSV durchaus angebracht:Wir feierten uns einfach wieder selbst und machten uns über Hamburg und ihre Unfähigkeit lustig. Als Van Nistelrooy kurz vor Schluss den Ausgleich schoss, nahmen wir das fast gar nicht wahr. Zu den Zeitpunkt war es bereits sicher: Wir in Europa und Hamburg auf dem Sofa. Es hagelte noch wunderschöne Spruchbänder für den HSV und wir nahmen traurig Abschied von unserer geliebten Ostkurve, die ja im Sommer umgebaut wird.Zum letzten Mal in dieser Saison ging es dann in die Busse - doch am Samstag wartet noch das Highlight der Saison: Pokalfinale. Alle nach Berlin!!

Strecke: /
Zuschauer: 41150
Anreise: /
Tore: 1:0 (59.) Pizarro, 1:1 (82.) van Nistelrooy

24.04.10 - Werder Bremen - 1. FC Köln 1:0

Da war sie wieder: Die Chance auf die Champions League. Der König aller Fussballwettbewerbe war wieder in greifbarer Nähe und es galt an diesem Samstagabend dem dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Die Anstoßzeit war sehr merkwürdig. Die anderen Spiele waren alle schon fast vorbei, da fuhren wir erst mit dem P&R-Sytem zum Stadion. Dort kam gerade der Kölner Pöbel an, welchen wir zunächst vorbeiziehen ließen. Im Stadion dann gab es die ersten beiden Überraschungen: Wir hatten ein Cabriodach! Über der Ostkurve war bereits das komplette Dach abgebaut worden und die Kurve machte einen ungewohnt hellen Eindruck. Außerdem ging endlich die Anzeigentafel auf der Gegenseite: Tor oder nicht Tor-Spiel, Zwischenstände, Tor-Wiederholungen... Wir haben euch wieder!Zum Einlauf gab eine kleine Choreo gegen Homophobie, der ich (wie viele andere) gespalten gegenüberstehe. Gehört sowas wirklich in ein Fussballstadion? Zu diesem Zeitpunkt der Saison? Wo es um alles geht? Na ja wenigstens war sie grün-weiß. Von den Kölnern sah man nicht viel, da sich der neue Stehbereich ja genau unterm Dach befindet und es dort ziemlich dunkel ist. Das Spiel war dann selten langweilig. Bei der tiefstehenden Sonne musste man sich Mühe geben nicht jeden Augenblick einzuschlafen. Es war wirklich grausam. Novakovic traf nur die Latte und wir atmeten durch. Die letzten Minuten drückte Werder dann mit aller Macht und als wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten, nahm Geromel die Hand auf der Linie zur Hilfe: Rot und, viel wichtiger, Elfmeter für uns. Frings verwandelte und die Kurve drehte durch. Champions League - wir kommen.

Strecke:/
Zuschauer: 36000
Anreise: /
Tore: 1:0 Frings (92.)

17.04.10 - VfL Wolfsburg - Werder Bremen 2:4

In letzter Sekunde bescherte mir das liebe Glück noch eine Karte für das Spiel bei den Wölfen und so ging es am Samstag gemütlich um 10:30 zum Bus. Unsere reservierten Plätze ganz vorne (ja wir gehören schon in den VIP Bereich im Bus) wurden besetzt und das erste Bier geleert. Die Fahrt war relativ entspannt und wegen der geringen Entfernung war sie schnell überstanden. Am Stadion gab es dann kurz einen Aufreger, als jemand bei der Kontrolle von den Ordnern rumgeschubst wurde und dementsprechend die Lage sich etwas anspannte. Nach der Aktion wurde ganz genau gesucht: Ich musste sogar meine Schuhe ausziehen und meine Geldbörse durchsuchen lassen. Im Stadion wurde dann noch eine Runde auf der Treppe in der Sonne gechillt, ehe es dann zum Spielfeld ging.Das Spiel fing sehr unterhaltsam an, doch die Wölfe gingen in Führung. Wir rannten auf das Tor, doch es war ein Elfmeter nötig, um den Ausgleich zu erzielen. Kaum wa die Partie jedoch wieder angepfiffen, stand es schon wieder 2:1. So ging es dann auch in die Pause. In der Pausenunterhaltung musste ein Mann nur einen Ball in die Mitte des Tores schießen, um jeweils 1000 € zu erhalten - doch er schoss drei mal über das Tor. Bitter. Nach der Halbzeit drehte Werder dann auf: Erneuter Ausgleich Piza, sehenswehrte Führung durch Frings und als WOB aufmachen musste, schoss Hugo das vierte Tor. Dann die frohe Kunde: Leverkusen hatte verloren, Hamburg hatte verloren. Das bedeutete vorerst Platz drei. Die Mannschaft tanzte den André Wiedener und das Werderherz war glücklich.Auf dem Parkplatz verkauften wir dann soviel Bier an die Ultras, dass es uns auf der Rückfahrt ausging und wir auf Kurze umsteigen mussten. Bäh. Um den Tag ausklingen zu lassen, lauschten wir der 7:0(!) Hannover-Klatsche in München im Radio und fuhren am frühen Abend wieder in Bremen ein.


Strecke: 386 km (hin und zurück)
Zuschauer: 30000
Anreise: Bus
Tore: 1:0 (18.) Dzeko, 1:1 (38./FE) Frings, 2:1 (40.) Grafite, 2:2 (49.) Pizarro, 2:3 (62.) Frings, 2:4 (75.) Almeida

10.04.10 - Werder Bremen - SC Freiburg 4:0

Die Sonne kam mal wieder raus, an diesem Aprilwochenende - dennoch wusste man nicht genau wie man sich anziehen sollte. Pullover + Jacke schien zu warm, ohne Jacke zu kalt. Also musste eine modische Jacke, T-Shirt, Schal - Komination herhalten. Mit dem guten alten Honda ging es also zum Park and Ride und mit dem Bus weiter zum Osterdeich. Zwischendurch konnten wir doch tatsächlich einen "Hemelinger"-Bierstand ausfindig machen, sehr feine Sache. Am Stadion angekommen nahmen wir dann zügig die Stammplätze ein und schauten den Mannschaften beim warmmachen zu. Aus Freiburg waren lediglich 200 Anhänger mitgereist. Schien mir im absoluten Abstiegskampf etwas wenig. Der Rest des Stadions war erfreulicherweise ausverkauft.
Die in blau spielenden Freiburger hatten zu Beginn eine riesige Chance, die Makiadi aber zum Glück leichtfertig vergab. Danach spielten nur wir: 1:0 Pizarro vor der Pause. In der Pause versuchten wir vergeblich Ergebnisse über das Iphone abzurufen, doch der Rückstand von Dortmund und Schalke drang auch ohne technische Hilfsmittel zu uns vor. Nach der Pause gab es dann rasch das 2:0 druch Hunt und der Oberrang stimmte den Wechselgesang an - sehr gut! Nachdem wenig später Pizarro noch einen drauf legte und Özil mit einem technischen Leckerbissen alles klar machte, wurde auch die Laola mal wieder auf die Reise geschickt, an der sich sogar die Freiburger im gepflegten Galgenhumor beteiligten. Wer in beiden Spielen zusammengerechnet 10:0 aufs Maul bekommt, hat auch nicht mehr viele andere Möglichkeiten. Ein schöner Nachmittag, der die Hoffnung auf die Champion League erneut aufflammen ließ.

Strecke:/
Zuschauer: 37000
Anreise: /
Tore: 1:0 (34.) Pizarro, 2:0 (54.) Hunt, 3:0 (56.) Pizarro, 4:0 (66.) Özil

27.03.10 - Werder Bremen - 1. FC Nürnberg 4:2

Die Serie von vier Heimspielen innerhalb von zehn Tagen sollte mit der Bundesligapartie gegen die Clubberer ihr Ende finden. Die Anfahrt gestaltete sich an diesem Tage ziemlich unspektakulär und die Zeit bis zum Anpfiff überbrückten wir durch Beobachten einiger Luftballons, die sich im Stadiondach verfangen hatten. Klingt unfassbar langweilig? War es auch. Das Spiel allerdings nicht: Es hatten noch nicht einmal alle Platz genommen, da hieß es schon 1:0 für grün-weiß. Traumstart. Mertesacker hatte getroffen und in der 20. Minute sogar seinen ersten Doppelpack perfekt gemacht. Noch vor der Pause erledigte Borowski das 3:0 und wir gingen siegesgewiss in die Pause. In der Halbzeit rollten riesige Bälle als Werbeaktion über den Rasen und die Welt war einfach in Ordnung. Nach dem Wechsel war Werder dann nachlässig: Nur noch 3:1. Wir tanzten den Andre Wiedener und bekamen prommt den Anschlusstreffer eingeschenkt. Wenig später flog Frings dann durch eine lächerliche rote Karte vom Platz. Nürnberg stand kurz vor dem Ausgleich und als sogar Schäfer mit vorne war, nutzen wir das leere Tor und konterten zum 4:2 Endstand. Ein gutes Spiel, doch drumherum passierte nicht viel.

Strecke: /
Zuschauer: 36123
Anreise: /
Tore: 1:0 (1.) Mertesacker, 2:0 (20.) Mertesacker, 3:0 (36.) Borowski, 3:1 (47.) Frantz, 3:2 (63./HE) Choupo-Moting, 4:2 (90. + 2) Fritz

23.03.10 - Werder Bremen - FC Augsburg 2:0

Pünktlich zum Halbfinale im DFB Pokal, in welchem wir den FC aus Augsburg begrüßten, kam der Frühling in Bremen an. Da ich bis zum Spiel gegen Bochum noch keine Stehplatzkarte ergattern konnte, entschied ich mich für den Kauf von zwei Sitzern. Das hieß nämlich auch, dass meine Freundin das erste mal den Weg in unseren Tempel finden sollte. Zunächst wurde jedoch erstmal an der Schlachte gechillt und ein kühles Bierchen getrunken - wie lange konnte man das schon nicht mehr machen? In der Sonne sitzen und das flüssige Gold genießen... gefühlte Jahre ist es her. Wir statteten dem guten alten OKS noch einen Besuch ab und hinein ging es ins Stadion. War schon ziemlich witzig alles zu erklären und manche Sachen sind nach nun mittlerweile knapp 230 Livespielen einfach so zur Gewohnheit geworden, dass man sie gar nicht mehr beachtet. Die Augsburger waren für die Entfernung mit einer beeindruckenden Masse angereist und hatten sogar eine kleine Choreo am Start, die im Stadionschatten jedoch leider etwas unterging. Auf unserer Seite gab es ein Spruchband + DH in Anlehnung an die Augsburger Puppenkiste.Das Spiel ging dann nur in eine Richtung, nämlich auf das Tor des Zweitligisten. So gut die Augsburger auch in dieser Zweitligasaison spielen - viel war in Bremen davon nicht zu sehen. Einzig und allein ein Tor wollte nicht fallen, doch Marko Marin machte einmal mehr den Unterschied und traf nach schöner Vorarbeit von Özil zum 1:0. Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal kurz gefährlich, als Michael Thurk nur den Innenpfosten traf. Nach der Halbzeit wurde das Spiel ziemlich unansehnlich, ehe Pizarro mit dem 2:0 alles klar machte und das Ticket nach Berlin UND nach Europa einlöste. Freude pur. Die Mannschaft tanzte den Andre Wiedener vor der Kurve und wir fahren nach Berlin!!

Strecke: /
Zuschauer: 31654
Anreise: /
Tore: 1:0 Marin (30.), 2:0 Pizarro (84.)

21.03.10 - Werder Bremen - VfL Bochum 3:2

44 Stunden nach dem unglaublichen Spiel gegen Valencia, stand für die grün-weißen und damit auch für uns der nächste Gang ins Weserstadion an. Es war ein merkwüdiges Gefühl, denn das Spiel vom Donnerstag war noch in aller Munde und mit dem VfL aus dem Pott konnte man sich noch gar nicht wieder so richtig beschäftigen. Mit Bremer Schietwetter ging es also los in Richtung Osterdeich. Auf KiNG musste schwerenherzens aufgrund eines eigenen Spiels verzichtetet werden. Vor dem Spiel besorgte ich mir noch zwei Karten für das Halbfinale am folgenen Dienstag im DFB Pokal, kaufte mir die Nike-Red Schnürsenkel und unterstützte damit die Aidsbekämpfung in Afrika und stattete dem OKS mal wieder einen Besuch ab, in welchem schon fleißig für die Choreo in Berlin gespart wird (erstmal Dienstag überstehen, aber nungut). Zum Anpfiff präsentierte unser Trainer eine bund zusammengewürfelte Truppe und die wohl bestbesetzte Werderbank aller Zeiten: Merte, Özil, Frings, Pizarro - alle erstmal draußen. Bochum nahm dies dankend an und traf nach einer Viertelstunde zum 0:1. Bei Werder lief nicht viel zusammen, nur der unglaubliche Marko Marin versprühte etwas Torgefahr. Zur Pause gab es einen seltsamen Mix aus Pfiffen und Anfeuerungsstürmen. Özil und Pizarro kamen dann zur zweiten Halbzeit, was dem Spiel sichtlich gut tat. Claudio besorgte mit einem Traumtor dann auch den Ausgleich, nur um wenig später ausgekontert zu werden und das 1:2 zu kassieren. Böse Erinnerungen an das Spiel zwei Tage zuvor machten ich breit. Doch kurz nach dem Bochumer Tor glich Werder wieder aus und durch einen abgefälschten Schuss von Frings gingen wir wenig später sogar erstmals in diesem Spiel in Führung. Kurz vor Schluss dann noch einmal durchatmen, als Wiese zwei mal überragend hält und Boenisch das Ding von der Linie kratzt - dann der Schlusspfiff. Drei Punkte hierbehalten. Dienstag wieder Weserstadion.


Strecke: /
Zuschauer: 39197
Anreise: /
Tore: 0:1 (14.) Sestak, 1:1 (58.) Pizarro, 1:2 (63.), 2:2 (65.) Marin, 3:2 (81.) Frings

18.03.10 - Werder Bremen - Valencia CF 4:4

Im Hinspiel hatten wir durch eine fragwürdige Elfmeterentscheidung und jede Menge Glück ein 1:1 erringen können. Nun stand also das Rückspiel im Achtelfinale der Europa League gegen Valencia an. Leider hatte ich an diesem Tage ein Seminar, sodass ich um 17:18 Uhr erst den Zug aus der Stadt nach Hause nehmen konnte. Dieser hielt dann freundlicherweise nicht in Mahndorf, sondern erst in Achim, sodass KiNG mich kurzfristig vom besagten Bahnhof abholen musste. Eine Stunde vor Spielbeginn also ging es dann erst zum Park & Ride. Ungewohntes Gefühl so spät erst zum Stadion zu fahren. Dort angekommen mussten wir uns durch den Massenandrang an den Toren zwängen, was den Vorteil hatte, dass man bei der Einlasskontrolle einfach durchgewunken wurde. Praktisch. Pünktlich zum Anpfiff fanden wir uns in der Kurve ein und das Spiel konnte losgehen: Und es ging so los, wie es schlimmer kaum geht: zweite Minute, 0:1. Nach einer Viertelstunde dann bereits das 0:2. Schaaf reagierte sofort: Boro raus, der vom Stadion geforderte Hugo rein. Warum nicht von Anfang an? Mit Almeida kam Schwung ins Spiel Werder kämpfte und Hugo traf zum Anschluss, doch vor der Pause das 1:3 - alles vorbei. Ich befürchtete das (leider) gewohnte Pfeifkonzert, aber nein: Das Stadion glaubte noch an die Mannschaft und schickte sie mit Beifall und Anfeuerungsrufen in die Kabine. Und das Team dankte es uns mit Kampf, wie ich ihn selten gesehen habe: Frings mit dem 2:3, Marin mit dem Ausgleich. Gänsehaut pur - es fehlte nur dieses eine Tor. Werder machte Druck - aber auch hinten auf, sodass ein gut gespielter Konter das 3:4 bedeutete. Doch Werder antwortete abermals mit Kampf und Pizarro sorgte für den erneuten Ausgleich. Das Wunder lag in der Luft, doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor. Der Schiedsrichter beendete letzlich das wohl beste Spiel dieser Saison, mit wunderbarem Einsatz, vielen Toren, guter Stimmung aber eben doch ohne Erfolg. Eine sehr bittere "Niederlage", aber ein wunderbares Spiel.

Strecke: /
Zuschauer: 24200
Anreise: /
Tore: 0:1 (2.) Villa, 0:2 (15.) Mata, 1:2 (26.) Almeida, 1:3 (45.) Villa, 2:3 (57./FE) Frings, 3:3 (62.) Marin, 3:4 (66.) Villa, 4:4 (84.) Pizarro

06.03.10 - Werder Bremen - VfB Stuttgart 2:2

Da war er wieder: Nach ungefähr drei Tagen schneefreien Wetter, hatte der nicht enden wollende Winter wieder zugeschlagen und beglückte uns mit eisigen Temperaturen. Zu Gast sollte an diesem Tage der VfB Stuttgart sein, der mit einem Bärenstarken Cacau anreiste. KiNG & JiM trafen sich dieses Mal erst im Stadion, um dann erstmal über Ereignisse der letzten Wochen zu labern. Unser Team lief wegen der Anti-Aids Aktion "Red" heute komplett in rot zum warmlaufen auf dem Platz - komisches Bild, gerade wenn der Gegner auch in der Farbe der Liebe aufläuft.Je näher der Anpfiff rückte, desto besser wurde das Wetter, sodass dann zum Spielstart tatsächlich strahlender Sonnenschein unser Stadion erhellte. Das Spiel plätscherte allerdings in den Anfangsminuten so dahin, bis Stuttgart aus dem Nichts das 0:1 schoss. Pizarro vergab kläglich die Chance auf den Ausgleich und Stuttgart erhöhte noch vor der Pause auf 0:2. Die Hoffnungen waren schon zu diesem Zeitpunkt dahin. Doch Werder zeigte Moral und traf zum Anschluss. kurz vor Schluss dann wird Marin im Strafraum gefoult: Elfmeter, Frings macht ihn rein, ausrasten. Ein beherzter Griff an die Brusttasche teilte meinem Hirn dann kurz danach mit: Handy weg.
Doch nach und nach wurde es dann nach oben gereicht: Erst der Akku, dann die Verkleidung . . . So hatte ich die restliche Spielzeit gut was zu tun, denn es passierte nichts mehr. Punkt geholt - gegen gut aufgelegte Stuttgarter.

Strecke: /
Zuschauer: 36000
Anreise: /
Tore: 0:1 Pogrebnyak (15.), 0:2 Khedira (43.), 1:2 Almeida (75.), 2:2 Frings (81.)

18.02.10 - Twente Enschede - Werder Bremen 1:0

Einen Tag bevor es auf Skifahrt gehen sollte, wartete noch ein Leckerbissen auf uns: Im Europapokal ging es auswärts zu unseren Nachbarn aus den Niederlanden. Ein Europapokalauswärtsspiel, welches fast schneller zu erreichen war als der Ruhrpott - schon etwas besonderes. Mittags ging es dann also mit dem Bus los - die Fahrt wurde gewohnt mit allerlei dummen Zeug und viel Gesängen überbrückt. An der Grenze musste dann jeder seine Eintrittskarte vorzeigen, andernfalls wurden Fans nicht ins Land gelassen. Aber unser Bus machte keine Probleme. Auf der weiteren Fahrt standen in kurzen Abständen große Schilder auf der Autobahn "Werderfans volgen", schon ziemlich cool, was für so ein Spiel an Aufwand betrieben wird. Am Stadion angekomen wunderten wir uns zunächst kurz über eine Imbissbude: :D Deckten uns dann aber wenig später beim multilingualen Verkäufer mit einer mehr oder weniger genießbaren Bratwurst ein. Im Block herrschte freie Platzwahl, der Sitzplatzberreich wurde gewohnt zum Stehplatzberreich umdisponiert. Nach einiger Zeit wurde dann jedoch der "Stimmungsblock" dicht gemacht, sodass es zu einigen verbalen Auseinandersetzungen kam, weil einige darauf bestanden wieder bei ihren Freunden stehen zu wollen, was, denke ich, jeder verstehen kann. Den Rest der Zeit verbrachten wir dann damit unsere Mannschaft beim warmlaufen zuzuschauen, diskutierten darüber, wer der Mann auf dem Bild ist, welches auf der Gegentribüne in die Sitze gedruckt ist und freuten uns darüber, dass man wirklich fünf Meter vom Spielfeld stehen konnte und kein nerviges Netz die Sicht behinderte.Das Spiel begann eigentlich ganz gut für uns, doch der Ball wollte nicht rein. So sehr wir auch das Spiel beherrschten, so sehr tat es dann auch weh, als ein Roter das Ding trocken und humorlos mit einem strammen Schuss in unserem Tor versenkte. Werder schaffte es danach nicht mehr zurückzukommen und wir verloren das Hinspiel klanglos mit 1:0. Auf dem Parkplatz gab es dann noch einige Auseinandersetzungen zwischen Elko und Werder, welche ich mir aber nur aus dem Bus heraus anschaute - einmal Personalien aufnehmen reicht mir dann doch pro Monat (siehe Hannover). Die Fahrt zurück war weniger witzig und kam mir lang vor. Müde ging es dann nach Hause und wenig später auf Skifahrt in die Schweiz.

Strecke: 406,45 km (hin und zurück)
Zuschauer: 22000
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Janssen (39.)