26.07.08 - Hopping: Hamburger SV - Manchester City 1:0

Der Sommer war wieder da, die Bremer allerdings im Trainingslager in Schruns. Deshalb entschieden wir uns das Testspiel der Hamburger gegen den Premier League Club Manchester City anzuschauen. In der heißen Mittagssonne ging es mit dem Zug zum Hauptbahnhof und weiter mit der Metronom in richtung verbotene Stadt. Nach einiger Zeit des Suchens fanden wir den KFC am Bahnhof und schlugen uns den Bauch mit qualvoll verendeten Hühnern voll. Bei der Hitze waren die Hot Wings aber dann doch nicht genau das Richtige. Wir suchten die richtige U-Bahn und fuhren in fürchterlicher Luft nach Stellingen. Die 1,3 km Fußmarsch durch den Volkspark erschienen uns endlos, doch irgendwie kamen wir dann doch am Stadion an. An den Sicherheitskontrollen wurde Svens T-Shirt genauer inspiziert, ob denn verbotene Botschaften drauf zu lesen waren. Dies war natürlich nicht der Fall und es ging hoch zu unseren Plätzen.Glücklicherweise saßen wir im Schatten, was wirklich sehr angenehm war. Die Mannschaften liefen sich warm, wobei der HSV scheinbar mit dem gesamten Kader anwesend war, denn der Spielerstrom aus dem Tunnel wollte gar nicht aufhören. Auch Stephen Ireland gab sich an diesem Tag die Ehre und ich war sehr gespannt auf seine Spielweise. Der nicht in der Startaufstellung der Engländer stehende Didi Hamann wurde von den HSV Fans gefeiert und "Hamburg meine Perle" schallte duchrs Stadion, welches füt ein Testspiel ziemlich gut besucht war.
Das Spiel begann und die mitgereisten Engländer stimmten ihre Lieder an. Dabei muss man den wohl dicksten Menschen aus Manchester erwähnen, der mit seinem freien Oberkörper das ganze Stadion unterhielt und der geheime Star des Spiels war. Der Neuzugang der Hamburger Pitroipa beeindruckte durch gute Ballbehandlung und Spielübersicht. Aus dem könnte nochmal richtig was werden. Das Spiel war aber ziemlich langweilig und die es passte ins Bild, dass die Hamburger durch einen zwei Mal abgefälschten Ball durch eben diesen Pitroipa in Führung gingen. Das Abwehrverhalten der Engländer war teilweise aber auch wirklich bedenklich.In der Halbzeit zeigten Deutschlands beste Freestyle-Fussballer ihre Tricks, was echt beeindruckend war. Auch die Profis staunten nicht schlecht über die Ballbehandlung der beiden. Nach der Pause testete Hamburg schon das Spiel ohne Van der Vaart, was für sie ja immer wahrscheinlicher wird. Die zweite Spielhälfte entpuppte sich als noch langweiliger, weil sie fast nur aus Wechsel bestand. Die Engländer vertrieben sich die Zeit mit einer Polonaise und der Laola. Nach Abpfiff ging es nach einer Pinkelpause im Volkspark zurück zu U-Bahn, welche sich als Sauna erwies. Das Wasser lief mir nur so runter und jede Haltestelle wurde fanatisch herbeigesehnt. Den Zug erwischten wir zum Glück, mussten aber die Stunde im Gang sitzen. Das nahmen wir jedoch in Kauf und kamen endlich wieder in unserer Heimat an.
Eine gelungene Fahrt bei heißen Temperaturen.

Strecke: 178,36 km
Zuschauer:
32.737
Anreise: Zug
Tore: 1:0 Pitroipa (15.)

20.07.08 - Kickers Emden - Werder Bremen 1:2

Nach dem (auch für uns) anstregenden Trainingslager auf Norderney ging es mit den Testspielen in Leer, genauer gesagt in Loga, weiter. Keine Frage: Da mussten wir natürlich wieder mit dabei sein und so machten wir uns erneut auf zu unserem geliebten Bremer Hauptbahnhof. Mit dem Zug richtung Norddeich ging es dann weiter bis nach Leer. Die Fahrt wurde mit der Bild am Sonntag totgeschlagen - ich weiß keine tolle Zeitung, aber Unterhaltung pur! Angekommen in Leer war dann erstmal ein Fußmarsch angesagt, der uns eine nicht enden wollende Straße entlang führte, auf der nur Rechtsanwälte, Steuerberater (Dr. Herbert Narr) und Insolvenzgutachter ihre Dienste anboten - schon irgendwie merkwürdig, diese Leerer(!?). Irgendwann kamen wir dann endlich am Sportplatz an und es herrschte, wie bisher bei jedem Testspiel, Volksfeststimmung. Die Sportanlage war alles andere als (Vorsicht Wortwitz) leer und wäre neben dem Spielfeld nicht eine Art Deich gewesen, hätte man ab der zweiten Reihe nichts mehr sehen können.
Auf eben diesem Hügel machten wir es uns bequem und überblickten erst einmal die Anlage. Viele Kickers-Fans hatten den Weg nach Loga gefunden und es waren sogar ca. 20 aktive darunter, die einige Male versuchten das Team mit ihren Gesängen zu beglücken. Ihren Banner hingen sie kurzerhand im Baum auf, was auch ziemlich lustig aussah. Es fing dann auch ziemlich stark an zu regnen und der ohnehin schon matschige Sportplatz wurde erneut durchnässt. Der Werderbus stand im Stau und wir im Regen - da half auch der unheimlich nervige Stadionsprecher, der es fertigbrachte wwwwerdertv in einer einzigen Silbe zu sagen, nicht wirklich um unsere Stimmung aufzubessern. Die Mannschaften wärmten sich dann doch mit 5-minütiger Verspätung auf und als der Himmel kurz aufklarte, brachten erneut Fallschirmspringer den Spielball ins Stadion. Oldenburg lässt grüßen.
Dann ging es endlich los und die erste Enttäuschung für mich war, dass Rosenberg nicht dabei war. Stattdessen Harnik und Hunt im Sturm - super! Na ja war ja nur ein Testspiel. Nach 7 Minuten gingen nicht wir, sondern die Kickers in Führung. Ein Lupfer aus sehr großer Distanz über Vander ins Tor - wirklich sehenswert. Leider verbrachten die Leute um uns herum nach dieser Szene jede freie Minute mit Lästerattacken gegen unseren zweiten Torwart - super nervig. Werder merkte man die anstrengende Woche auf Norderney an und es ging wenig Gefahr von den grün-weißen aus. Mit einem 0:1 ging es so auch in die Halbzeit und wir konnten uns für einen Moment hinsetzen, denn das Stehen auf so einem Hügel ist auf Dauer echt anstregend.Die zweite Halbzeit brachte viele neue Spieler aber wenig neue Ideen und doch brachte Harnik es irgendwie fertig das 1:1 zu erzielen. Zehn Minuten später gingen wir dann durch den selben Spieler sogar in Führung und gaben diese bis zum Abpfiff nicht mehr her. Zu bemerken ist noch, dass es eine längere Pause gab, als Tosic einen Arm oder Fuß oder sonstwas ins Gesicht bekam und die Kickers-Anhänger dies mit "Hub-Hub-Hubschraubereinsatz" kommentierten. Natürlich vollkommen daneben aber irgendwie musste ich lachen. Nach dem Abpfiff dann DIE Szene des Spiels. Als der Pfiff ertönte liefen von allen Seiten geschätzte 40 Millionen Kinder auf das Spielfeld auf die Spieler zu. Von unserem Hügel sah das echt beeindruckend aus.Nachdem wir selbst noch ein paar Schritte auf dem Rasen getätigt hatten, begaben wir uns auf den Rückweg. Da 45 Minuten Fußmarsch nunmal hungrig machten, begaben wir uns in ein Fast Food Restaurant unseres Vertrauens - denn wo kann man mit viel Hunger aber wenig Geld am besten essen?

eben.
Nach einiger Wartezeit am Bahnhof Leer, welche mit der Sportbild totgeschlagen wurde, ging es dann wieder richtung Heimat. Von der Organisation und der Qualität des Spieles, sicherlich das schwächste Testspiel unserer Elf - doch es lohnt sich ja irgendwie immer wieder doch.

Strecke: 197 km (hin und zurück)
Zuschauer: 9300
Anreise: Zug
Tore: 0:1 Neitzel (07.), 1:1 Harnik (51.), 2:1 Harnik (61.)

17.07.08 - SC Fortuna Köln - Werder Bremen 1:3

Die dunklen Wolken am Himmel ließen uns schon am Tag unserer Abreise nichts Gutes erahnen und als dann auch noch unser Zug zum Hauptbahnhof nicht wie geplant fahren wollte, standen alle Zeichen auf "Das kann ja heiter werden". Das Wetter wurde jedoch alles andere als heiter - wenigstens kamen wir noch durch Hilfe von Svens Mutter rechtzeitig zum Zug. Da dieser schon ziemlich voll wahr, machten wir es uns im Fahrradabteil bequem und vebrachten die Zeit mit Beobachtungen der anderen Reisenden - wie immer war dort der eine oder andere Freak zu belächeln. Angekommen an der Endhaltestelle ging es rauf auf die Fähre, Karte bezahlt und ab aufs Deck, wo es ausnahmsweise einmal trocken war. Die Überfahrt verbrachten wir mit Diskussionen über Inseln (Sven war fest davon überzeugt, dass die rechte Insel Baltrum war und ich wollte nicht davon ablassen, dass wir auf die linke Insel zusteuerten - beide lagen falsch: wir steuerten auf die rechte Insel zu, welche selbstverständlich Norderney war). Desweiteren gab es noch ein paar Suizid-Möwen und einen Fischkutter zu bestaunen, der scheinbar von Vögeln übernommen worden war.Nachdem die Alarmanlage eines Audis uns zum x-ten mal zum verzweifeln gebracht hatte, kamen wir auf der Insel an und orientierten uns an unserer Karte. Wir schleppten unser Gepäck die nicht enden wollende Deichstraße entlang, mussten in der Strasse "Lüttje Legde" kurz vor lachen pausieren und kamen nach dem Waldweg beim Campingplatz an. Angemeldet beim Platzwart (wir tauften ihn Udo) und ab ging es ans Aufbauen des Zeltes. Nach langer Diskussion, ob es sinvoll ist das Vorzelt auch aufzubauen oder als zusätzlichen Regenschutz zu benutzen, stand es endlich und wir waren schon ein bißchen stolz.
Wir checkten kurz, wo das Waschhaus zu finden ist und machten uns auf den Weg zum Spiel. Vorher hatte es erneut stark zu regnen anzufangen und die Frage,warum wir keinen Regenschirm mitgenommen hatten ratterte immer wieder durch unsere Köpfe. Wir fanden den Sportplatz, machten mich beim Ticketkauf 2 Jahre jünger und investierten den gerade illegal erworbenen Rabatt gleich in Pommes. Links neben einem der Tore fanden wir unseren Platz und warteten auf den Anpfiff.
Vor den Mannschaftsaufstellungen erklärte der Stadionsprecher noch das neue Vereinskonzept der Fortuna, bei dem die Community im Internet bei der Aufstellung, Transfers oder Trikotgestaltung mitbestimmen kann. Der Verein will sich finanziell so wieder festigen und den Wiederaufstieg in den Profifussball schaffen. Viel Glück dafür! In Werders Startaufstellung war nun endlich auch Diego, der jedoch im Spiel nicht sehr motiviert wirkte, ansonsten starteten die Bremer mit einer ähnlichen Elf wie in den Spielen zuvor. Zum Einlauf machten auch die ca. 20 mitgereisten Kölner auf sich aufmerksam - aktive Fans auf Werderseite suchte man dieses mal vergeblich.
Wie in jedem Testspiel gingen wir schnell durch einen strammen Schuss von Pasanen in Führung. Werder kombinierte gut, kam jedoch selten zu wirklich guten Chancen und so dauerte es bis zur 25. Minute, ehe Vranjes auf 2:0 erhöhte. Nur vier Minuten später schossen die Kölner jedoch den Anschlusstreffer und ich war mir für einen Moment nicht sicher, ob wir dieses Spiel vielleicht sogar verlieren könnten. In der Halbzeit tauschte Werder die gesamte Mannschaft aus und so kam auch Markus Rosenberg (Fussballgott~!) zu seinem ersten Einsatz im Werder-Jahr. Er vergab jedoch eine dicke Chance nach der anderen und hatte bei seinem Lattentreffer auch noch großes Pech. Durch ein Eigentor der Kölner machte Werder jedoch alles klar und gewann mit schweren Beinen "nur" 3:1.Nach dem Spiel durften alle Zuschauer auf den Platz stürmen um Autogramme und Fotos zu ergattern. Die meisten Profis sprinteten jedoch schnell zu Kabine und nahmen sich keine Zeit die Kinder. Lediglich Kruse, Prödl und Schaaf blieben wirklich lange auf dem Platz. Wir nutzten die Gelegenheit, da wir ja überhaupt keinen Zeitdruck hatten und machten Bilder mit Allofs, dem Kölner Stürmer "Stasi" Stasiulewski und dem DSF Moderator Jörg Dahlmann.
Eigentlich wollten wir danach noch zum Strand, aber da es wirklich aus Kübeln goss, zogen wir uns ins Zelt zurück und spekulierten, wieviel Wasser unser Vorzelt eigentlich tragen konnte, denn es bildete sich langsam ein See auf der Plane, der von unten wie eine Blase aussah. Mit Salzstangen und Cola (tödliche Mischung) wurde der Abend verbracht, ehe wir dann irgendwann zu müde wurden und versuchten zu schlafen. Das war allerdings nicht sehr einfach, da eine Mischung aus Regentropfen auf dem Dach, das Meeresrauschen und das Rauschen der Bäume eine unfassbare Geräuschekulisse boten. Als wir dann gerade eingschlafen waren, verkündete mein Handy mit dem schöner Counter-Strike Sound "UNSTOPPABLE" eine SMS und der Schlaf war wieder Geschichte. Am nächsten Morgen hatte das Vorzelt den Wassermassen fast nachgegeben, trotzdem regnete es ununterbrochen weiter. Wir hätten uns auch einfach auf die Wiese stellen können, entschieden uns aber für eine warme Dusche im Sanitärhaus. Zwei trockene Minuten nutzten wir um das Zelt abzubauen, bei dem sich der Reissverschluss der Tragetasche verabschiedete und schleppten uns erneut mit Sack und Pack in Richtung Fähre. Da diese jedoch erst eine halbe Stunde später ablegte, vertrieben wir uns die Zeit mit dem Meer und verfluchten das Wetter (man beachte Svens Jacke).Auf der Fähre wäre ich in den gemütlichen Sesseln am liebsten gleich eingeschlafen, doch das Schaukeln hinderte mich daran. Der anschließende Zug wurde gerade noch erwischt und während der Fahrt wurde die Zeit mit PSP, Handy und Verteidigung unseres 4er Platzes totgeschlagen. Erschöpft, aber glücklich ging die diese sehr nasse aber auch sehr geile Fahrt zuende.

Strecke: 277.18 km (hin und zurück)
Zuschauer: 3500
Anreise: Zug / Schiff
Tore: 1:0 Pasanen (08.), 2:0 Vranjes (25.), 1:2 Stasiulewski (29.), 3:1 Eigentor Mimbala (56.)

12.07.08 - VFL Oldenburg - Werder Bremen 0:5

Einen Tag nach unserer ersten Tour wartete bereits die zweite auf uns. VFL Oldenburg sollte heute unser Gegner heißen und so machten wir uns bereits in der Mittagszeit auf zum Hauptbahnhof, an dem es zunächst hieß unser Zug würde ausfallen. Doch nach kurzer Verzweiflung unsererseits wurde ein Ersatzzug zur Verfügung gestellt, welcher uns durch die unbedeutensten Dörfer der Republik bis hin nach Oldenburg brachte. Nach einem Gespräch mit einem unverständlich sprechenden Busfahrer fanden wir unsere passende Buslinie und trafen beim Marschwegstadion ein.Nach einer kalten Portion Pommes ging es ab in den Stehplatzberreich, welcher noch nicht wirklich gut gefüllt war. Dann fing es auch schon an zu regnen und wir vertrieben uns die Zeit mit Spekulationen über das Bewegungsverhalten der Wolken und mit der unheimlich nervigen Blaskapelle, die uns mit "Songs aus der Schlager- und Popwelt" beglückte.
Die Mannschaften kamen zum warmlaufen und Werder präsentierte sich mit Ausnahme von Vander mit dem gleichen Kader, wie am Vorabend. Eine Viertelstunde vor Anpfiff wurde der Himmel klar und der Weg war frei für einige Fallschirmspringer, die den Spielball ins Stadion flogen. Wirklich eine sehr coole Aktion, wie ich finde. Einer der Springer brachte es auch fertig ellegant zwischen der Werderander auf seinem Hintern zu landen - eine Umarmung von Tosic tröstete ihn vielleicht drüber hinweg. Ob er seine Bruchlandung genau so geplant hatte? Es darf spekuliert werden.Dann kam es zum eigentlichen Spiel. Da auch der zweite Testgegner der Werderaner die Vereinsfarben grün-weiß trug, traten die Bremer erneut mit den schwarzen "Eventtrikots" an. Ein kleiner Haufen Nachwuchsultras schwenkte fleißig 2-3 Fahnen, waren aber akustisch nicht zu vernehmen. Aktive Heimfans waren keine vorhanden. Wie schon in Ottersberg gingen wir schnell durch Husejinovic (auch der Oldenburger Stadionsprecher kann den Namen nicht aussprechen) in Führung. Ein sehr schönes Freistoßtor von Daniel Jensen sorgte für die 2:0 Führung, welche auch den Halbzeitstand bedeutete.
Nach der Pause war es etwas ruhiger ehe Bargfrede mit einem Hammerschuss aus dem Stand das 3:0 markierte. Schließlich durfte Vranjes den vierten Treffer unserer Elf schießen, wonach Testroet zum 5:0 Endstand einschob. Alles in allem wieder eine überzeugende Leistung unserer Mannschaft, die jedoch in dieser Aufstellung natürlich niemals wieder spielen wird.

Nach dem Spiel hielt es die Stadt Oldenburg nicht für nötig Einsatzbusse zur Verfügung zu stellen, weshalb wir uns alle in den normalen Linienbus quetschten. Ich hing vorne an der Windschutzscheibe und musste dem Busfahrer alle 300 Meter den Blick zum Spiegel ermöglichen. War aber irgendwie trotzdem cool. Unser Zug fuhr überraschend schnell von Oldenburg nach Bremen, sodass wir uns beim großen gelben "M" noch den Bauch vollschlugen, ehe auch diese Fahrt zuende ging. Die Vorfreude auf den Ligaalltag stieg jedoch ins unermessliche.

Strecke: 97.58 km (hin und zurück)
Zuschauer: 5500
Anreise: Zug
Tore: 0:1 Husejinovic (4.), 0:2 Jensen (23.), 0:3 Bargfrede (53.), 0:4 Vranjes (69.), 0:5 Testroet (73.)

11.07.08 - TSV Ottersberg - Werder Bremen 1:5

Pünktlich zum Anfang der Ferien hatte das Warten endlich ein Ende und KiNG & J!m konnten ihre Reisen quer durch die Republik, immer dem glorreichen SV Werder hinterher, fortsetzen. Unsere erste Fahrt sollte uns nach Ottersberg führen, wo die Werderaner ihr erstes Testspiel der Saison bestreiten wollten. Ottersberg hatte dieses Spiel über den Presse Cup gewonnen und war auch dementsprechend sehr motiviert einmal gegen die wirklich Großen dieses Sports antreten zu dürfen. Nach einer verhältnismäßig kurzen Zugfahrt kamen wir am wirklich sehr verlassenen Bahnhof in Ottersberg an und durften erstmal 1,5 km einen nicht enden wollenden Weg entlang schlendern, der passenderweise "In den Wiesen" hieß.

Nachdem wir an den gewaltigen Strömungen der Wümme vorbeikamen, erreichten wir auch das Stadion, welches dem Fluss seinen Namen verdankt. Dem Stadion wurde, so sah es zumindest aus, für dieses Ereignis spezielle Holztribünen hinzugefügt, um dem Andrang der Ottersberger zu trotzen. Die Veranstaltung war auf dem ersten Blick ziemlich gut organisiert, denn es gab gut was zum Essen zu angenehmen Preisen (Cola 1,50 / mega Laugenstange mit Käse 2,50). Der ganze Verein war auf den Beinen, so machten die kleinen Fussballer die Balljungen und die A Junioren die sogenannte Security. Ein bißchen lustig sahen sie in ihren Jacken mit der Aufschrift "Ordner" ja schon aus. Sogar ein kleines Heft mit Informationen zu den Spielern und Mannschaften wurde kostenlos verteilt, so bekam man die 30 Minuten bis zum Anpfiff noch ziemlich gut rum.

Zum Einlauf gab es eine kleine Rauchbombe auf der Gegengeraden, da es jedoch keinen festen Heim- und Auswärtsbereich gab, kann ich nicht sagen von welcher Seite der Rauch kam - vermutlich waren es aber die Bremer. Die Aufstellungen wurden bekannt gegeben und es waren dann doch noch einige Werder Spieler anwesend, die man auch später in den Wettbewerben noch sehen wird, was bei Testspielen ja nicht immer selbstverstänlich ist. Unter anderem waren Wiese, Naldo, Boenisch, Prödl, Baumann, Özil, Jensen, Tosic, Harnik und Hunt am Start.
Nach geschätzten 30 Sekunden gingen wir bereits durch unseren A Jugendlichen Pascal Testroet in Führung und als Hunt in Minute sieben zum zweiten Mal einnetzte, rechnete ich schon fest mit einem zweistelligen Ergebnis. Aber Ottersberg fing an mitzuspielen und ihr Torwart vereitelte eine Torchance nach der anderen. Dennoch machte Werder erwartungsgemäß das Spiel und nachdem ein Ottersberger mit Verdacht auf Handbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde (gute Besserung) schoss Jensen das 3:0, mit dem es auch in die Halbzeit ging. Als Pausenunterhaltung gab es ein Elfmeterschießen, bei dem unter anderem der Ottersberger Bürgermeister bewies, warum er heute im Büro sitzt und nicht Profifussballer geworden ist. Wie die Verantwortlichen die geschätzten 200 Kinder pünktlich zum Wiederanpfiff vom Spielfeld bekommen haben, ist mir bis jetzt ein Rätsel. Auf ging es also in die zweite Hälfte, in der vor allem Werders Neuzugang mit dem unausprechlichen Namen Husejinovic überzeugte. Ich freue mich schon wenn der Kerl das erste mal in der Startaufstellung steht und jeder in der Ostkurve bei seinem Namen etwas anderes brüllt. Vielleicht verrät er ja in nächster Zeit wie man ihn denn tatsächlich ausspricht. Nach dem 4:0 durch Andersen baute Werder etwas ab und fing sich sogar noch einen Ehrentreffer der kämpfenden Ottersberger ein, die diesen Treffer natürlich wie eine Meisterschaft feierten. Das 5:1 für die Bremer besorgte noch Heider und setzte den Schlusspunkt der Partie.
Auf dem Rückweg rückte die Ottersberger Feuerwehr noch vom Spielgelände zu einem Großeinsatz aus, ehe wir unseren liebgewonnen Weg "In den Wiesen" zurück zum Bahnhof folgten. Zurück in Bremen dann noch schnell zu Burger King und schon war die erste Tour der Saison 08/09 Geschichte. Doch es werden noch einige folgen . . .

Strecke: 32,88 km (hin und zurück)
Zuschauer: 6000
Anreise: Zug
Tore: 0:1 Testroet (1.), 0:2 Hunt (7.), 0:3 Jensen (22.), 0:4 Andersen (59.), 1:4 Peter (62.), 1:5 Heider (85.)