Nachdem wir an den gewaltigen Strömungen der Wümme vorbeikamen, erreichten wir auch das Stadion, welches dem Fluss seinen Namen verdankt. Dem Stadion wurde, so sah es zumindest aus, für dieses Ereignis spezielle Holztribünen hinzugefügt, um dem Andrang der Ottersberger zu trotzen. Die Veranstaltung war auf dem ersten Blick ziemlich gut organisiert, denn es gab gut was zum Essen zu angenehmen Preisen (Cola 1,50 / mega Laugenstange mit Käse 2,50). Der ganze Verein war auf den Beinen, so machten die kleinen Fussballer die Balljungen und die A Junioren die sogenannte Security. Ein bißchen lustig sahen sie in ihren Jacken mit der Aufschrift "Ordner" ja schon aus. Sogar ein kleines Heft mit Informationen zu den Spielern und Mannschaften wurde kostenlos verteilt, so bekam man die 30 Minuten bis zum Anpfiff noch ziemlich gut rum.

Zum Einlauf gab es eine kleine Rauchbombe auf der Gegengeraden, da es jedoch keinen festen Heim- und Auswärtsbereich gab, kann ich nicht sagen von welcher Seite der Rauch kam - vermutlich waren es aber die Bremer. Die Aufstellungen wurden bekannt gegeben und es waren dann doch noch einige Werder Spieler anwesend, die man auch später in den Wettbewerben noch sehen wird, was bei Testspielen ja nicht immer selbstverstänlich ist. Unter anderem waren Wiese, Naldo, Boenisch, Prödl, Baumann, Özil, Jensen, Tosic, Harnik und Hunt am Start.
Nach geschätzten 30 Sekunden gingen wir bereits durch unseren A Jugendlichen Pascal Testroet in Führung und als Hunt in Minute sieben zum zweiten Mal einnetzte, rechnete ich schon fest mit einem zweistelligen Ergebnis. Aber Ottersberg fing an mitzuspielen und ihr Torwart vereitelte eine Torchance nach der anderen. Dennoch machte Werder erwartungsgemäß das Spiel und nachdem ein Ottersberger mit Verdacht auf Handbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde (gute Besserung) schoss Jensen das 3:0, mit dem es auch in die Halbzeit ging. Als Pausenunterhaltung gab es ein Elfmeterschießen, bei dem unter anderem der Ottersberger Bürgermeister bewies, warum er heute im Büro sitzt und nicht Profifussballer geworden ist. Wie die Verantwortlichen die geschätzten 200 Kinder pünktlich zum Wiederanpfiff vom Spielfeld bekommen haben, ist mir bis jetzt ein Rätsel. Auf ging es also in die zweite Hälfte, in der vor allem Werders Neuzugang mit dem unausprechlichen Namen Husejinovic überzeugte. Ich freue mich schon wenn der Kerl das erste mal in der Startaufstellung steht und jeder in der Ostkurve bei seinem Namen etwas anderes brüllt. Vielleicht verrät er ja in nächster Zeit wie man ihn denn tatsächlich ausspricht. Nach dem 4:0 durch Andersen baute Werder etwas ab und fing sich sogar noch einen Ehrentreffer der kämpfenden Ottersberger ein, die diesen Treffer natürlich wie eine Meisterschaft feierten. Das 5:1 für die Bremer besorgte noch Heider und setzte den Schlusspunkt der Partie.
Strecke: 32,88 km (hin und zurück)
Zuschauer: 6000
Anreise: Zug
Tore: 0:1 Testroet (1.), 0:2 Hunt (7.), 0:3 Jensen (22.), 0:4 Andersen (59.), 1:4 Peter (62.), 1:5 Heider (85.)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen