15.03.09 - Werder Bremen - VfB Stuttgart 4:0

Seit gefühlten acht Monaten versteckt sich die Sonne nun schon hinter den Wolken und auch dieser Spieltag sollte keine Ausnahme darstellen. Zu Gast waren heute die Stuttgarter, deren Bus bei unserer Ankunft gerade die Franz Böhmert Straße hinunter kam. Übrig gebliebene Dellen aus dem Karlsruhespiel konnten wir jedoch nicht entdecken. Draußen trafen wir noch ein paar Leute und dann ging es rein ins Stadion. Auf Bratkartoffeln wurde verzichtet, KiNG gönnte sich jedoch den obligatorischen Backfisch. Der Regen brachte es doch tatsächlich fertig, bis in die obersten Reihen der Ostkurve zu wehen, weshalb es immer nasser und kälter wurde. Irgendwie ging die Zeit an diesem Tag überhaupt nich rum und der Blick zur Uhr ließ irgendwann an ihrer Funktionsfähigkeit zweifeln. Leider standen wir auch noch genau hinter unseren geliebten Kutten, die mal wieder nur Mist von sich gaben und einfach nur nervten. Aus Stuttgart war gewohnt viel Anhang mitgekommen, die mit einigen Fahnen vertreten waren und so manches mal lautstark ihr Team unterstützten. Vor dem Spiel gab es wieder eine Schweigeminute für die Opfer des Amoklaufes. Zum Glück war dieses mal alles besser organisiert und das Stadion dachte gemeinsam einige Sekunden an das schlimme Ereignis. Aber ganz glatt ging es dann doch nicht: Gerade als das gesamte Stadion ruhig war, machte draußen ein Rettungswagen seine Sirene an, die man natürlich bei so einer Stille doppelt und dreifach hörte. Am Anfang des Spiels gab es gleich eine Schrecksekunde, als Boenisch einen verunglückten Rückpass fast in den Winkel unseres eigenen Tores drosch. Das Spiel gestaltete sich danach ausgeglichen bis wir einen Freistoß zugesprochen bekamen, den Diego traumhaft unter die Latte setzte. Mit der Führung ging es in die Halbzeit, die mit Fragen von der Deutschen Bahn überbrückt wurde, die als "Sponsor of the Day" ein Halbzeitquiz veranstalteten. Nach der Halbzeit spielte Werder stark und auch die Kurve machte auf mich einen erschreckend starken Eindruck. Mit einem Wahnsinnsschuss erzielte Pizarro das 2:0 und ließ uns von drei Punkten träumen. Wenig später war die Kiste aber für uns klar, da Rosi endlich mal wieder traf und zum 3:0 einnetzte. Die Kurve sang "Schießbude Lehmann" und wir feierten uns und die Mannschaft. Sogar der Wechselgesang mit der Westkurve klappte - eine Premiere in der Bundesliga, in der die Kurve mit Partnerschulen besetzt ist. Bei Rosenberg platzte der Knoten und ihm gelang sogar noch das 4:0. Nach dem Spiel ging es schnell zu den P&R Bussen und mit komischen Hip Hop aus dem Radio nach Hause. Endlich mal wieder ein Sieg unserer Mannschaft in der Bundesliga! Weiter So!

Strecke: /
Zuschauer: 39451
Anreise: /
Tore: Diego (34), Claudio Pizarro (53), Markus Rosenberg (59), Markus Rosenberg (74)

12.03.09 - Werder Bremen - AS St. Etienne 1:0

Seit ich die französische Liga verfolge habe ich einen Verein, dem ich in diesem Land die Daumen drücke und das ist und war immer St. Etienne. Umso erfreulicher war es für mich, diesen Verein mal in unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Nach der Schule ging es nach ein paar Bier mit dem Bus zum Stadion, wo wir uns zunächst mit ein paar alten Bekannten von der Mailandfahrt trafen, um vor dem Spiel noch was zu trinken. Wir entschieden uns recht kurzfristig noch unsere Karten zu tauschen, um mit den Leuten zusammen in der Ostkurve das Spiel sehen zu können. Wir waren recht spät dran und die Mannschaften kamen bereits wenige Minuten nach unserer Ankunft aus der Kabine. St. Etienne wurde wie erwartet von einem prall gefüllten Gästeblock begleitet, der die Mannschaft 90 Minuten lang supportete und uns eine Lehrstunde gab, wie man sein Team zu unterstützen hat. Selbst Tim Wiese sagte nach dem Spiel in einem Interview, dass die Gäste lauter als das Stadion gewesen seien und dass sie nächste Woche ein Hexenkessel erwarten wird. Es fiel zunächst auf, dass Merte fehlte - dass Özil nicht spielen wird, hatte man ja schon durch die Presse mitbekommen. Es sollte eine Schweigeminute folgen, in der an die Opfer des Amoklaufes gedacht werden sollte, weshalb die Mannschaften auch mit schwarzem Trauerflor aufliefen. Leider gab es dabei eine kleine Panne, weshalb später die Ultras verurteilt wurden - völlig zuunrecht. Stolli hatte nämlich durch die Lautsprecher die Schweigeminute bereits für beendet erklärt. Nach seiner Ansage war es wirklich kurze Zeit sehr leise im Stadion und es war eine gespenstische Atmosphäre. Jedoch nur für ein paar Sekunden, denn nach Beendigung der Schweigeminute fing die Kurve natürlich an zu singen, obwohl die Spieler noch immer an die Opfer dachten und erst jetzt am Kreis standen. Ich denke jedoch die Schuld ist hier bei den Ofiziellen zu suchen und nicht bei der Kurve / den Ultras. Nach einer Viertelstunde musste dann noch Jensen mit einer blutenden Nase das Spielfeld verlassen - für ihn kam Hunt. Doch nach zwanzig Minuten konnten wir das erste mal jubeln als Naldo, der einmal mit nach vorne gedrungen war, das 1-0 machte. Er widmete das Tor seiner Tochter, die bald geboren wird. Wir sie wohl heißen wird? Nach Naldo und Naldinho jetzt vielleicht Naldiana? St. Etienne zeigte ich ziemlich schwach und Werder kam zu weiteren Chancen, die sie jedoch alle ausließen. Die Halbzeit wurde mit Anekdoten aus Mailand überbrückt und durch gegenseite Beschuldigungen, warum wir nicht nach St. Etienne fahren. Nach der Pause war Werder schlechter und das Spiel war allgemein sehr unansehnlich. Werder wollte und St. Etienne konnte nicht so wirklich nach vorne spielen und so ging die Kiste mit 1-0 an uns. Die Heimfahrt gestaltete sich wieder flüssig, weswegen es für mich unmöglich war zuhause für die Klausur zu lernen, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Aber was ist bitteschön die wichtigste Sache der Welt? Richtig: Werder in Europa.

Strecke: /
Zuschauer: 30116
Anreise: /
Tore: 1:0 Naldo (20.).

10.03.09 - Werder Bremen II - Jahn Regensburg 2:2

Was macht man wenn es draußen regnet wie sau und man am nächsten Tag eine Bio-Langzeitklausur schreibt? Richtig. Man geht zu den Amateuren. Es regnete wirklich wie aus Kübeln und passenderweise kam heute Regensburg in die schönste aller Hansestädte. So ging es mit stylischem Regenschirm zum geliebten Platz 11, der leider dieses Mal kein Techno aus den 90ern spielte, sondern moderne Chartsmusik. Der SSV Jahn hatte ungefähr 15 Anhänger mitgebracht, die sogar eine kleine Choreo präsentierten und 90 Minuten ihre Mannschaft unterstützten. Respekt! An einem Dienstagnachmittag tritt nicht jeder die Reise aus Bayern an.Nach gut 25 Minuten brachte uns Menga zum ersten Mal zum aufatmen, als er zum 1:0 einnetzte. Wird immer besser der Kerl, vielleicht sollte er mal bei den Profis einen Einsatz bekommen. Nach der Pause erhöhte Oehrl auf 2:0 mit einem schönen Kopfballtor und der Sieg war zum Greifen nah. Durch einen sehr schönen Weitschuss kamen die Regensburger noch einmal heran und erzielten wenige Minuten vor Schluss sogar noch den Ausgleich. Wirklich sehr ärgerlich, da dieses Spiel sehr wichtig für die Amas im Abstiegskampf war, doch ich bin überzeugt, dass wir das noch packen werden.


Strecke: /
Zuschauer: 200
Anreise: /
Tore: 1:0 Menga (25.), 2:0 Oehrl (61.), 2:1 Zellner (70.), 2:2 Grassow (84.)

04.03.09 - VfL Wolfsburg - Werder Bremen 2:5

Bei herrlichem Frühlingswetter war es schon morgens in der Schule in den Köpfen: DFB Pokal. Viertelfinale. Nach der Schule schnell Sachen nach hause gebracht, was zwischen die Kauleiste gestopft und ab ging es zum Stadion, wo der Bus schon stand. Jemand hatte auf dem Parkplatz auf das Auto eines Spielers "Nutten HSV" aufs Heck in den Dreck geschrieben, doch gespielt wurde heute gegen Wolfsburg. Die Busfahrt war angenehm kurz und es wurde hauptsächlich gechillt, gepennt und merkwürdie Rätsel aus dem Werdermagazin gelöst. Hinten im Bus wurde gut gebechert, aber da ich am nächsten Tag zwei (!!!) Klausuren schreiben sollte, schaute ich lieber in die Mathezettel als zu tief ins Glas. In Wolfsburg angekommen (kurz verfahren) ging es direkt in den Block. Die Sonne ging gerade unter als wir reingingen und es kam wirklich ein bißchen Frühlingsfeeling auf. Im Stadion zog der Wind dann gewaltig und wir gingen etwas weiter runter, um uns nicht die Erkältung des Jahrtausends zu holen. Wir begrüßten unseren Keeper Nico Pellatz (Fussballgott), der die verletzten Wiese und Vander vertrat. Zum Einlauf präsentierten die Wolfsburger eine kleine Choreo, deren Sinn mir leider verwehrt blieb, die aber ganz nett aussah. Auf unserer Seite gab es ein paar Fahnen (hauptsächlich im Oberrang) und ziemlich gute Stimmung.Das Spiel hätte nicht besser losgehen können: Angriff der grün-weißen (also der RICHTIGEN grün-weißen) - Diego weiß nicht so ganz wohin und drischt das Ding ins Tor. Wir waren natürlich absolut am ausrasten, denn so konnte es weitergehen. Und so ging es auch weiter: Pass auf Özil und er versenkt das Teil mit etwas Glück im Tor der Wolfsburger. Wir führten zwei zu null nach sieben Minuten. Dann der erste Rückschlag, denn Dzeko erzielte schnell den Anschlusstreffer. Übrigens: Der Stadionsprecher verlangt auch bei einem Rückstand von den Fans den Spielstand. Sinn? Kurz vor der Pause bekamen wir noch den Ausgleich eingeschenkt und die Pause wurde erstmal durchdiskutiert. Torwartfehler? Abwehrfehler? Foul? Weiter gings. Und wie: Erst brachte Diego uns durch einen Foulelfmeter in Führung und wenig später ebnete Pizarro uns mit zwei weiteren Treffern den Weg ins Halbfinale. Berlin Berlin, wir fahren nach Berlin!Auf der Rückfahrt passierte nichts mehr. Unser Hinterbus sang Dyyyyynamo Dresden, Mainz 05 und RWE Fangesänge und wir pennten mehr oder weniger. Wir kamen gleichzeitig mit unseren Spielern am Stadion an, hatten aber keine Lust mehr auf sie zu warten, also ging es direkt nach hause und ins Bett. Wir fahren nach Berlin!

Strecke: 402,36 km (hin und zurück)
Zuschauer: 24115
Anreise: Bus
Tore: 0:1 Diego (3.), 0:2 Özil (7.), 1:2 Dzeko (10.), 2:2 Dzeko (42.), 2:3 Diego (55., FE), 2:4 Pizarro (71.), 2:5 Pizarro (88.)

01.03.09 - Werder Bremen - Bayern München 0:0

Am Vormittag noch erkämpften wir mit der glorreichen SV Hemelingen ein 1:1 gegen Buntentor. Kaum zuhause angekommen, ging es dann auch schon wieder los. Da wir nach so einem Kampf immer wochenlang nicht laufen können, ging es mit dem Auto zum Park & Ride Service, der uns wie immer bequem zum Tempel an der Weser brachte. Leider passierte an diesem Tag nichts besonderes mehr, vielleicht bemerkte ich es auch nur nicht, da ich immer mehr eine Krankheit bemerkte und mit teilweise sogar schon den Abpfiff herbei sehnte, da es mir schon sehr dreckig ging.Das Spiel fing ziemlich gut an und es gab Torchancen auf beiden Seiten. Leider flog Naldo nach einer Viertelstunde wegen einer Notbremse vom Platz, weswegen wir 75 Minuten in Unterzahl gegen die Bayern bestehen mussten. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon von einer Niederlage überzeugt. Doch die Kurve sang "Zehn starke Bremer" und so kam es auch. Die Mannschaft kämpfte und ein überragender Christian Vander sicherten uns den Punkt. Wenn Pizarro das Ding nicht aus fünf Meter drüber gezimmert hätte, wäre vielleicht sogar etwas mehr drin gewesen. So ging es mit einer schweren Erkältung nach Hause, aber mit dem Gefühl einen Punkt gewonnen und nicht zwei verloren zu haben.

Strecke: /
Zuschauer: 42100
Anreise: /
Tore: /