25.09.10 - Werder Bremen - H*mburger SV 3:2

Da war es mal wieder. Eines der, wenn nicht DAS wichtigste Spiel, stand mal wieder auf dem Plan: Das Nordderby gegen das Dorf nordöstlich von uns gelegen. Recht früh ging es deshalb schon zu unserer Stammkneipe in der Nienburgerstraße, wo mit Bier und der Radiokonferenz die Zeit totgeschlagen wurde. Dies gestaltete sich doch als sehr unterhaltsam, da die Bayern zuhause gegen Mainz verloren und Schalke über ein 2:2 gegen die Gladbacher nicht hinaus kam. In den Straßen war es jedoch auffällig ruhig, nur in der Ferne konnte man Sirenen hören. Wir trafen uns danach mit einigen bekannten Gesichtern von der Hannoverfahrt und besorgten vorm Stadion Karten für die ganze Truppe. Hamburg war wie erwartet mit sehr viel Anhang angereist und war, so ehrlich muss man sein, zu jeder Minute lauter als wir. Es fehlt einfach der Oberrang unserer Ostkurve, ohne den wir nicht den Hauch einer akustischen Chance haben - egal wer da kommt. Lediglich der Wechselgesang mit der West war so richtig laut.Beide Fangruppen verzichteten auf eine Choreo und das Spiel konnte losgehen. Es entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Duell ohne viele Fouls. Marin schoß uns durch einen abgefälschten Schuss bereits nach 25 Minuten in Führung, ehe Almeida durch einen schönen Kopfball auf 2:0 erhöhte. Wahnsinn. Zur Pause waren wir uns bereits siegessicher. Doch Werder schaltete einige Gänge zurück, was die Hamburger ausnutzen und zum Anschluss kam. Fassungslos mussten wir dann auch noch mit ansehen, wie Pitroipa einen Sonntagsschuss in den Winkel zum 2:2 drosch - Ausgleich.Kurz vor Schluss jedoch die Erlösung: Fehler Trochowski, Wesley auf den freistehenden Almeida - ausrasten. Hugo formte mit den Fingern ein Herz in den Bremer Abendhimmel und lies alle durchdrehen. Wenige Minuten später hieß es dann wieder: Derbysieger!

Leider spielten sich auf der anderen Seite nach dem Spiel unschöne Szenen ab. Aufgrund der Blocksperre kam es im Hamburger Block zu einer Massenpanik, in der einige Fans die Treppe herunterstürzten und sich teilweise so schwer verletzten, dass sie noch heute (ich schreibe dies drei Tage danach) im Krankenhaus mit kritischen Zustand liegen. Soetwas darf nicht passieren, denn es kann uns alle treffen. Gute Besserung an dieser Stelle.

Strecke: /
Zuschauer: 36300
Anreise: /
Tore: 1:0 Demel (25., Eigentor), 2:0 Almeida (29.), 2:1 van Nistelrooy (59.), 2:2 Pitroipa (63.), 3:2 Almeida (85.)

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