21.09.10 - Hannover 96 - Werder Bremen 4:1

Aufgrund der englischen Woche stand für unsere Mannschaft schon wieder ein Spiel an, dieses mal an einem Dienstagabend. Es sollte das kleine Nordderby stattfinden gegen Hannoi. Aufgrund der negativen Zugerfahrungen im letzten Jahr beschlossen wir die kleine Tour mit dem Bus zu absolvieren. Und so fuhren wir ein weiteres Mal beim Weserstadion ab und vertrieben die Zeit mit einigen Fangesängen und dummen Gesprächen. An der Raststätte flogen Flaschen auf Hamburger Autos und die 1,5 Stunden vergingen wie im Flug. Am Stadion gönnte ich mir ne Currywurst und voller Vorfreude ging es in den Block, in welchem an diesem Tage alles außer Schals und Trikots verboten war. Die Idee, dann auch wirklich nur in Schal und Trikot zu gehen und auf Unterhose etc. zu verzichten wurde schnell verworfen. Der Block war schon relativ gut gefüllt, doch auf der Treppe war noch ausreichend Platz vorhanden. Die Stimmung war um einiges besser als bei den letzten Heimspielen und die Mannschaften betraten das Feld. Nach ca. zehn Minuten erziehlten die Hannoveraner durch ein Eigentor durch Fritz bereits das 1:0. Doch noch vor der Pause konnte Frings per Elfmeter (wie auch sonst?) ausgleichen - Rauchbomben inklusive. Doch Werder spielte wieder schlecht, bekam nach dem Seitenwechsel das 2:1 eingeschenkt. Ohne Kampf und Siegeswillen hatten wir keine Chance und der Ex-Bremer Schulz erzielte das 3:1. Da war sicher: Wir verlieren wieder. Auf einmal Unruhe im Block: Menschen hasteten die Treppe hinauf. Von irgendwo ertönte ein "Hannover war im Block und hat die Fahne geklaut". Noch mehr Menschen rannten nach oben. Ganz nebenbei schosst 96 gerade das 4:1 doch irgendwie interessierte es keinen. Das Spiel war aus und die Bremer strömten nach oben und aus dem Stadion. Unten am Ausgang machte die Polizei auf einmal dicht: Keiner kam raus. Menschen rannten wieder zurück, es wurde immer enger und das Thema Duisburg 2.0 machte die Runde. Dann wurde die Polizeikette aufgelöst und der Stadionvorplatz füllte sich. Eine Leuchtrakete flog genau in die Pferdestaffel, die daraufhin scheute. Die Polizeihunde drehten völlig am Rad und war bin einfach nur froh als ich aus dem Unruhekern raus war. Die Rückfahrt gestaltete sich als wenig ereignisreich und der Derbytag ging zuende. Man kann wirklich nur hoffen, dass es Samstag gegen den H?V anders aussehen wird.

Strecke: 186,86 km
Zuschauer: 43.127
Anreise: Bus
Tore: 1:0 Fritz (11./Eigentor), 1:1 Frings (36./Foulelfmeter), 2:1 Ya Konan (53.), 3:1 Schulz (79.), 4:1 Abdellaoue (90+2)

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