14.09.10 - Werder Bremen - Tottenham Hotspur 2:2

Nach einem Jahr Pause hieß es also endlich mal wieder: Werder in der Champions League! Da wir uns in jeder Auslosung englische Gegner wünschen, war die Freude auf das Spiel ganz besonders groß, denn es sollten die Spurs aus Tottenham zu uns reisen. Relativ früh um 16 Uhr ging es hierzu bereits zum Stadion, um noch das eine oder andere Bier zu trinken und um ein paar herrlich sinnlose Unterhaltungen zu führen. Vor dem Stadion dann hing beim Ostkurvenparkplatz ein Transparent mit der Aufschrift: "Sorry, wir können uns den Support heute nicht leisten". Die Ultragruppen boykotierten also das Spiel aufgrund der hohen Kartenpreise. Dies kann ich zwar irgendwo verstehen, da 50€ für einen Stehplatz in der Ostkurve echt mal nicht billig sind, doch irgendwo sind solche Aktionen auch herrlich konsequenzenlos und schaden zuerst der Mannschaft, da diese auf ihre Fans verzichten muss. Im Stadion brachte uns die Champions League Hymne wie immer eine Gänsehaut, was kurz danach nur noch vom Gesang der 2000 Fans aus London getoppt wurde. In jenen Momenten, wo eine englische Tribüne anfängt zu singen, weiß man wieso man eigentlich bei strömenden Regen im Fussballstadion steht, genau wegen solchen Augenblicken. Das Spiel verlief denkbar schlecht für uns. Pasanen, der erneut den verletzten Mertesacker ersetzen musste, spielte eine sehr schlechte Partie. Zwar war sein Eigentor zum 0:1 von Crouch erzwungen worden, doch auch beim 0:2 sprang Petri nur halbherzig hoch und wurde vom englischen Nationalstürmer (ja ich weiß, er ist vierzehn Köpfe größer als er) einfach übersprungen. Doch zum Glück erledigte Almeida noch kurz vor der Halbzeit den sehr wichtigen Anschlusstreffer. Bemerkenswert war es, dass die Ostkurve auch ohne Ultras viele Fangesänge zustande brachte und sogar einen Wechselgesang mit der Nordtribüne auf die Beine stellte. Ganz ohne Vorsänger - Ein Zeichen, dass es auch ohne geht? Durch eine Einzelaktion nach dem Seitenwechsel glich Marin zum 2:2 aus. Danach gab es noch Chancen auf beiden Seiten, doch das Unentschieden ging letzlich in Ordnung. Da Inter zeitgleich in Enschede das selbe Ergebnis erspielte, ist in der Gruppe weiterhin alles für uns drin und die Hoffnungen aufs Achtelfinale bleiben. Für das nächste Spiel gegen Mailand müssen wir uns allerdings noch um einiges steigern..

Strecke: /
Zuschauer: 30344
Anreise: /
Tore: 0:1 Pasanen (Eigentor, 12.), 0:2 Crouch (18.), 1:2 Almeida (43.), 2:2 Marin (47.)

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