16.08.08 - Arminia Bielefeld - Werder Bremen 2:2

Endlich wieder Bundesliga. Am ersten Spieltag wartete bereits ein kleines Derby auf uns, denn die Reise ging nach Bielefeld, mit denen wir uns ja bekanntlich neben Hamburg und Hannover am wenigsten vertragen. Der Bus war voll, also ging es für uns mit dem Zug auf die lange Fahrt, um das letzte Mal das Schüler Ferienticket auszunutzen. Auf dem Weg nach Osnabrück konnten wir sogar einen Sitzplatz ergattern, wurden allerdings von unseren Nachbarn, welche die ganze Zeit "Ollum" in den Zup posaunten (warum auch immer) sehr genervt. Im Zug sahen wir dann auch die Vier Ultras aus Udinese, die uns an diesen Spieltag begleiteten. In Osnabrück ging es dann zu einem Gleis, welches gar nicht so einfach zu finden war und nach Entleerung der Blase auf selbigen ging es dann weiter nach Bielefeld. Der Mob machte nach Wartezeit am Bahnhof auf dem Weg zum Stadion gut Stimmung. Gerade unter der großen Brücke bereitete uns die Akustik Gänsehaut.Angekommen am Stadion war die Organisation, wie in Bielefeld üblich, ein Witz und alle Bremer mussten sich durch ganze zwei(!) geöffnete Tore zwängen. Die Kontrolle am Eingang war dann auch ein einziger Scherz, denn der Ordner fasste genau eine halbe Sekunde an meine Hose und ließ mich dann durch. Nach dem Verzehr eines Frikadellenbrötchens ging es dann die geschätzten 40.000 Stufen hoch in den neuen Auswärtsblock. Oben angekommen genossen wir erst einmal die Aussicht auf das Dorf Bielefeld.
Der neue Auswärtsblock schlägt seinen Vorgänger um Längen, da man nun endlich einmal das Spielfeld sehen kann. Das war im alten Stadion ja noch ganz anders. Außerdem fand der Block realtiv schnell heraus, dass durch die Seitenwände eine sehr gute Akustik möglich ist und die Stimmung war bereits eien halbe Stunde vor Anpfiff sehr gut. Über dem Stadion herrschte vor und während des Spiels regelrechter Flugverkehr, denn ein Werbeflugzeug und ein Motordrachenflieger(?) drehten über der Arena ihre Runden.

Als der Anpfiff ertönte und die Saison für uns eröffnet war, fiel mir zunächst auf, dass das Stadion alles andere als ausverkauft war. Immerhin waren wir (der amtierende Vizemeister) zu Gast und die leeren Plätze wunderten mich schon sehr. Das Spiel war die erste Halbzeit nur langweilig, der Block ging jedoch sehr ab. Vielleicht die beste Stimmung bei einem Auswärtsspiel seit sehr langer Zeit. Ob sich das auch auf die Ostkurve übertragen wird, wenn es Samstag gegen Schalke geht, wage ich zu bezweifeln - aber man wird ja gerne positiv überrascht. Die zweite Halbzeit wurde auf dem Rasen interessanter und als Rosenberg das 1:0 erzielte, sang der Block gute 10 Minuten "Deutscher Meister SVW - grün wie Gras und weiß wie Schnee . . ." und wir feierten uns selbst ab. Leider machten uns die Bielefelder mit ihrem Ausgleich einen Strich durch die Rechnung, was der Stimmung aber keinen Schaden zufügte.Rosi schoss das 2:1 und wir waren ziemlich sicher, dass wir die drei Punkte in der Tasche hatten, doch unsere Abwehr schlief erneut und es stand 2:2. Schluss - Ende - Aus, das war es mit dem Traumstart. Die Mannschaft traute sich wie immer nicht zum Block und bedankte sicht mit zwei Mal in die Hände klatschen. Zurück ging es zum Bahnhof - mit kleinem Zwischenstopp im Lidl, da das Wetter nicht gerade schlecht war und wie unseren Durst nicht im Stadion stillen wollten, da man dafür die ganze Treppe runter und wieder hoch hätte laufen müssen. Der Zug nach Osnabrück war kein Problem und auch die "NordWestBahn" nach Bremen erreichten wir. Leider fiel das Spiel in die Zeit des Stoppelmarktes in Vechta, weswegen unser Zug die durch diese Veranstaltung erlange Verspätung von 20 Minuten danach nicht mehr aufholen konnte.
Immerhin bekamen wir durch unsere Zugwahl die Unruhen in Bielefeld nicht mehr mit - Festnahmen, Knüppeleinsatz etc. sollten uns also erspart bleiben. Am Bremer Hbf mussten wir erneut eine Stunde warten, die wir im Mc Donalds verbrachten. Um halb 12 wurde dann die letzte Phase der Mondfinsternis bestaunt und dann wartete das Bett auf uns.
Von den Punkten her sicher unzufrieden, doch auf Grund von der super Stimmung und dem guten Wetter wieder eine sehr gute Fahrt.

Strecke: 231,1 km
Zuschauer: 24000
Anreise: Zug
Tore: 0:1 Rosenberg (60.), 1:1 Wichniarek (74.), 1:2 Rosenberg (80.), 2:2 Wichniarek (81.)

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