Es war wieder Zeit für den Pokal. Und da man in der ersten Runde traditionell aufs Dorf fährt, ging die Reise an diesem Samstag nach Nordhorn. Mit dem Bus ging die wilde Fahrt los und wir fragten uns zunächst wo genau wir denn eigentlich hin fuhren, kamen aber nicht wirklich auf die Lösung. Wir wunderten uns einfach, dass wir mal aus Niedersachsen rausfuhren, dann wieder rein und irgendwann waren wir dann plötzlich da. Unsere freundlichen Mitfahrer halfen dem Busfahrer mit "SPORTPLATZ - RECHTS ABBIEGEN" bei der Wegfindung. Erwähnt werden muss allderdings noch die wohl geilste Raststätte, die ich je gesehen habe: mit McDonalds, Subway, Go Kart-Bahn und A1 Döner.

Am Einlass gab es dann Lose zu kaufen, welche ich dankend ablehnte. Hätte ich doch nur welche gekauft, denn es gab auch Eintrittskarten unseres SVWs zu gewinnen. Currywurst und Pommes wurden verdrückt und es ging hinein in den Nordhorner Fussballtempel. Der Gästeblock war schon gut gefüllt und auch die extra für dieses Spiel gebauten Tribünen füllten sich langsam. Leider war der Block am Ende so überfüllt, dass man sich kaum richtig bewegen konnte und die Sicht teilweise sehr eingeschränkt war, erinnerte ein wenig an den alten Bielefelder Auswärtsblock. Die Mannschaften betraten das Spielfeld und wir zeigten ein recht ansehnliches Intro. Zuvor gab es noch ein Spruchband auf der Gegentribüne, das den SVler Winko zurück in der Kurve begrüßte.

Bereits nach sechs Minuten gingen wir durch Rosi in Führung und Werder bestimmte das Spiel durch ihre Schnelligkeit und technische Überlegenheit. Nach einer halben Stunde hatten Almeida und Rosenberg bereits für eine 4:0 Führung gesorgt, ehe sich die Gastgeber erstmals wehrten und sogar ein Tor erzielten. Werder entpuppte sich jedoch als Spielverderber und erhöhte durch Sanogo, Vranjes und erneut das Sturmduo Almeida/Rosi auf 9:1, ehe Werder ein paar Gänge zurück schaltete und die Nordhorner noch zwei Treffer erzielen konnten. Wer sich fragt, so wie ich, warum Werder eigentlich immer gewinnt und so viele Tore schießt, für den habe ich endlich die Antwort gefunden: Wir haben göttlichen Beistand. Denn niemand anderes als Jesus persönlich gab uns auf dem Zaun ein Ständchen und sang "In Bremen lässt sichs gut leben". Sogar barfuß war der Mann angereist - göttlich.

Sehr nervig: Eine Art Generationskonflikt zwischen den alten Allesfahrern, die schon seit 25 Jahren überall hin fahren und den mordernen Ultras. Beide Seiten halten sich für was besseres und machen sich gegenseitig blöd an. Bei diesem Spiel gingen die Provokationen von einem besoffenen Exemplar der ersteren Gruppe aus, wurden aber zum Glück nicht weiter beachtet. Leute, ihr seid genauso viel/wenig wert wie jeder andere, der in der Kurve steht. Seht es ein. Nach Abpfiff wurde noch ein wenig unseren Spielern beim Auslaufen zugeschaut und es ging zum Bus und auf die Autobahn nach Bremen. Nach Ankunft fuhren wir noch zu McDonalds (ohne geht einfach nicht) und schauten ein wenig bei den Swinging Fireballs und ihrer Bühnenshow zu. KiNG nahm den nächsten Zug nach Hause - ich gönnte mir noch ein Bier mit den Jungs. Dann war aber auch für mich feierabend und die erste Runde im Pokal war mal wieder überstanden.
Strecke: 284,52 km
Zuschauer: 9000
Anreise: Bus
Tore: 0:1 Rosenberg (6.), 0:2 Almeida (15.), 0:3 Almeida (22.), 0:4 Rosenberg (31.), 1:4 Brode (37.), 1:5 Almeida (50.), 1:6 Rosenberg (55.), 1:7 Sanogo (72.), 1:8 Rosenberg (74.), 1:9 Vranjes (75.), 2:9 Novaku (81.), 3:9 Nacar (90.).
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